18.09.2017

Interview mit Jens Chrzanowski, Admiral Markets, zu MetaTrader 5 und Kryptowährungen

Broker-Test sprach mit Jens Chrzanowski, Co-CEO und Mitglied des Vorstands der Admiral Markets Group AS, über die gerade lancierte MetaTrader 5 Supreme Edition, den CFD Handel ohne Nachschusspflicht, variable Hebel für Forex und CFDs sowie den Handel von Kryptowährungen und die Entwicklungen in diesem neuen Segment.

 

Jens Chrzanowski, Co-CEO und Mitglied des Vorstands der Admiral Markets Group AS
Jens Chrzanowski

Admiral Markets bietet seinen Kunden neben dem MetaTrader 4 und dem MT4 Supreme Edition auch den MetaTrader 5. Warum nutzen noch so viele Trader den MetaTrader 4 und was haben Sie für den MetaTrader 5 noch in der Pipeline?

Admiral Markets hat den MetaTrader 5 bereits länger im Angebot gehabt – aber erst jetzt im September 2017 mit einem stark verbesserten Auftritt! Bisher konnten wir nur die „Early Adopters“ an den MT5 verweisen, und die Mehrheit unserer Kunden war mit dem MetaTrader 4 gut bedient. Ab jetzt ändert sich dies: Der MT4 Supreme Edition bleibt weiterhin im Angebot, aber wer den MT5 mit seinen neuen Funktionen und insbesondere mit unseren neuen Supreme Add-ons ausprobiert hat, wird der MetaTrader 5 Supreme Edition „verfallen“. Mein persönliches Fazit ist: Es ist an der Zeit! Ein Wechsel, ein Umstieg von MT4 auf MT5 macht Sinn.

Unser neuer MT5 erlaubt Hedging. Wir haben jetzt alle unsere handelbaren Instrumente in den MT5 eingefügt, also auch DAX30, Gold, Aktien-CFDs, Kryptowährungen und Co. Die Stabilität und Geschwindigkeit ist nochmals besser. Die neue exklusive Order-Ladder von Supreme ist „Wahnsinn“. Forex Level2 Markttiefe. Und viele weitere Argumente mehr!

Sie haben Ihre Add-ons für den MetaTrader erwähnt und einiges dazu bereits kurz beschrieben. Wie werden denn dies Erweiterungen von Ihren Kunden angenommen? Sind diese für viele nicht zu kompliziert?

Seit Anfang September haben wir unsere Erweiterungen namens „MetaTrader Supreme“ sowohl für den MT4 als auch den MT5 kostenfrei im Angebot. Es ist ein Paket, welches in einem Rutsch zusätzlich zum MetaTrader einmalig installiert wird. Das ist nicht wirklich kompliziert, und auf unserer Webseite auch detailliert beschrieben.

Ich beschreibe unser Supreme-Paket gern auch als Frühstücksbuffet in einem 5-Sterne-Hotel: unser Package liefert über 60 sinnvolle Zusatztools, die jedem Trader helfen! Aber niemand muss wie an einem Buffet „alle“ dreißig Marmeladensorten probieren. Unser Kunde pickt sich die drei oder fünf Erweiterungen heraus, die ihm gefallen. Der Rest steht bereit, wenn gewünscht, muss aber nicht genutzt werden.

Unser MiniTerminal ist das Herzstück von MetaTrader Supreme, das nutzen fast alle! Ob dann zusätzlich die Order History als einfaches Trading-Tagebuch, der Trading-Simulator für das Austesten manueller Handelsstrategien, die Smart Lines für aktive Orderlinien im Chart mit Teilschließungs- und Diagonalfunktion oder der Marginrechner für die Postitionsgrößen-Berechnung genutzt wird, darf jeder selbst entscheiden.

Last but not least: Admiral Markets ist nicht der einzige Anbieter von Erweiterungen für den MetaTrader. Diese aber kostenlos für Demo- und Livekonten anzubieten, für MT4 und MT5 und mit exklusiven Erweiterungen wie der Order Ladder und extrem viel Support und Tipps für die Anwendung, das macht uns einzigartig!

Seit dem 10. August gilt ja die Allgemeinverfügung der BaFin, welche besagt, dass CFDs mit Nachschusspflicht Privatkunden nicht mehr angeboten werden dürfen. Was genau bedeutet dies für sie und was ist von Seiten der Broker zu unternehmen, um diese Richtlinie zu erfüllen?

Für Admiral Markets gilt: wir gleichen allen Kunden mit Hauptwohnsitz in Deutschland ein durch Trading verursachtes Kontominus aus, der BaFin-Verfügung folgend.

Wir gehen sogar einen Schritt weiter: wir haben dies freiwillig auf den deutschsprachigen Raum ausgeweitet. Allen Kunden mit Hauptwohnsitz in Österreich und der Schweiz wird der gleiche Schutz gewährt, wir gleichen auch hier aus eigenen Mitteln aus.

Wir haben einen ähnlichen, vergleichbaren Service bereits seit vielen Jahren offeriert, unsere Negative Balance Protection Policy. Auch diese Policy hat seit Jahren einen bedeutenden Mehrwert für unsere Kunden dargestellt. Wir freuen uns, dass so ein Schutz nun auch für Kunden anderer Broker gegeben ist.

Alle Forex & CFD Trader wissen, dass der Handel von Hebelprodukten große Gewinnchancen und große Verlustrisiken bedeuten kann, die Chancen und Risiken gehen stets Hand-in-Hand! Eine Nachschusspflicht war bisher aber fast unkalkulierbar – und dies ist seit der BaFin-Verfügung nun in Deutschland ausgeschlossen.

Es steht noch nicht fest, ob sich einige internationale Broker aufgrund dessen vom deutschen Markt verabschieden werden. Die Anzeichen dafür verdichten sich aber. Für die großen, seriösen Broker wie Admiral Markets ist dies positiv zu sehen. Die überwiegende Mehrheit aller Kundenbeschwerden an die Aufsichtsbehörden ist auf ausländische Broker, mit geringer oder teilweiser keinerlei Aufsicht dahinter, zurückzuführen. Wenn diese „schwarzen Schafe“ zurückgedrängt werden, ist dies gut.

Oft ist es ja so, dass Trader den Hebel nur beim Devisenhandel innerhalb bestimmter Grenzen frei wählen können, dieser bei CFDs aber je nach Basiswert durch den Plattformbetreiber oder Market Maker fix vorgegeben ist. Warum gibt Admiral Markets dem Trader hier mehr Möglichkeiten?

Als großer Anhänger der freien, sozialen Marktwirtschaft und des Wettbewerbs kann ich nur sagen: Broker unterscheiden sich voneinander. Der Kunde hat die Qual oder das Vergnügen der Wahl.

In der Tat ist bei den meisten Wettbewerbern der Hebel nicht wählbar, sondern vom Haus vorgegeben. Manchmal ist der Hebel für Devisenhandel auswählbar, für andere Handelswerte aber nicht. Bei Admiral Markets stehen verschiedene Hebel für das Konto zur Verfügung: ob 50 oder maximal 500 – der Kunde wählt aus.

Warum die meisten Wettbewerber diese Freiheit nicht bieten, kann ich nur vermuten. Im internationalen Markt sind viele Broker noch immer sehr auf Forex fixiert, CFDs wie Indizes sind dort nicht so sehr im Fokus. Bei Admiral Markets ist dies anders: unser Bestseller ist der DAX30 CFD, der CFD auf den deutschen Leitindex DAX.

Dieser CFD ist auch weltweit eines unserer meistgehandelten Handelsinstrumente – und dafür haben wir viel getan. Nicht nur der auswählbare Hebel ist ein Grund für den Status „Bestseller“ - auch der verlässliche, typische Spread, auch der Minilot-Handel ab 0,1 Kontrakten und auch, dass keine Stopp-Mindestabstände gegeben sind. Also, Broker unterscheiden sich. Wählen Sie den Broker aus, der zu Ihnen passt.

Seit Mitte Juli bietet Admiral Markets auch den, momentan noch eingeschränkten, Handel mit CFDs auf Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Co. Welche Möglichkeiten haben Trader bei Admiral Markets genau und was ist in die Richtung noch geplant?

Kryptowährungen, oder der englische Begriff Cryptocurrencies, gelten aktuell als die heißesten Handelswerte am Markt. Die Volatilität und die Kursperformance der letzten Zeit lassen einen teilweise nur staunen. Aktuell haben wir Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Bitcoin Cash und Ripple im Handelangebot - 24 Stunden, auch am Wochenende.

Der maximal verfügbare Hebel beläuft sich aktuell bei uns auf 5 für Cryptocurrencies – im Vergleich zu Forex & Index-CFD natürlich ein Unterschied, dort sind bis maximal 500 verfügbar. Geschuldet ist dies der enormen Volatilität dieses neuen Handelssegments.


Wie wird der Handel mit Kryptowährungen angenommen?

Viele beobachten die angesprochene, wahnsinnige Volatilität, anders als mit „Wahnsinn“ kann man es kaum beschreiben. An einigen Tagen jetzt im Herbst 2017 haben wir fünf bis zwanzig Prozent Volatilität in wenigen Stunden oder Tagen gesehen. Mutige und risikofreudige Trader handeln das neue Segment der Kryptowährungen – jedem muss aber bewusst sein, dass bei Bitcoin, Ether und Co. auch kleinere Nachrichtenereignisse oder auch nur Gerüchte und Statements zu enormen Kursausschlägen führen können.

Mitte Juli hatte John McAfee gesagt, dass er den Wert einer Bitcoin in 3 Jahren bei 500.000 US-Dollar sieht. Wie schätzen Sie die Entwicklung der Kryptowährungen, allen voran Bitcoin und Ethereum, ein?

...und der Chef von JPMorgan kann frei zitiert werden dieser Tage mit, „…wenn ein Händler bei uns Kryptowähungen handeln sollte, würde ich ihn sofort entlassen…!“ Es gibt zu fast allen News und Gegebenheiten immer viele Stimmen und gegenteilige Meinungen – das ist auch auch zum Teil ein Grund, warum es an den Märkten, der Börse, immer so spannend ist.

Alle Kryptowährungen sind ein neues Segment im Trading. Je nachdem, wen man fragt oder was man liest, heißt es einmal: Kursziel 500.000 und einmal „die Mutter aller Blasen“. Niemand kann mit Sicherheit sagen, wohin die Kurs-Reise geht.

Aber von hoher Volatilität, von Bewegung hoch und runter, kann wohl ausgegangen werden. Und am Ende des Tages handelt der Kunde bei uns als Forex & CFD Broker Bewegungen und tätigt keine längerfristigen Wertanlagen.

Handeln Sie selbst auch Bitcoin oder andere Kryptowährungen? Welche Anlageprodukte handeln Sie selbst am liebsten und warum?

Ich beobachte Bitcoin und Co. voller Spannung, trade diese neuen Instrumente bisher aber noch nicht. Beim Handel konzentriere ich mich auf den DAX. Nicht nur, weil es der deutsche Leitindex ist, sondern auch, weil nach Kryptowährungen kaum ein Handelswert so viel Bewegung in letzter Zeit zeigt wie der Dax.

Jeder „sucht“ sich die Handelsinstrumente, die ihm gefallen, da gibt es kein richtig oder falsch. Neben dem Dax beobachte ich börsentäglich natürlich auch den Dow Jones Index, ab und an Gold und die Devisen. Und wenn ich eine Chance sehe, Long oder Short, erwäge ich einen Trade.

Gibt es sonstige Neuigkeiten bei Admiral Markets für die Kunden? Warum sollte man Admiral Markets wählen?

Alle Neu-Interessenten fragen nach den Spreads, also den Kosten. Nehmen wir ein Beispiel: der DAX30 CFD bei uns bietet einen verlässlichen, typischen Spread von nur 0,8 Punkten zur Haupthandelszeit, ohne zusätzliche Kommission. Keine Stop-Abstände, Hebel wählbar von 50 bis maximal 500 und Ordergrößen ab 0,1 Lots.

Neben den Ordergebühren interessiert natürlich die Qualität, die Verlässlichkeit und Reputation des Brokers. Mit unserem Service aus Berlin, der UK FCA Regulierung, den drei Awards allein im Jahr 2017 bisher in Deutschland und vielen weiteren mehr kann ich nur einladen: Überzeugen Sie sich selbst! Starten Sie mit einem Demokonto und vergleichen Sie gern mit jedem anderen Broker Ihrer Wahl.


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