Börsenlexikon

Financial Services Compensation Scheme (FSCS)

Das Financial Services Compensation Scheme (FSCS) ist die Sicherungseinrichtung für Kunden von regulierten Finanzinstituten in Großbritannien. Die FSCS wird folglich Entschädigungszahlungen ihrer Mitglieder vornehmen, die finanziell nicht mehr dazu in der Lage sind. Die FSCS ist dabei als eine unabhängige Einrichtung anzusehen, die durch den Financial Services and Markets Act 2000 (Gesetz) gegründet wurde.

Die Entschädigungsgrenze pro Anleger liegt bei 50.000 Pfund. Dabei macht es keinen Unterschied, ob der betroffenen Anleger mehrere Konten mit mehr als 50.000 Pfund hält - er wird nur einmalig mit der Entschädigungssumme abgefunden. Bei Gemeinschaftskonten muss auf die genaue Trennung des Vermögens geachtet werden - notfalls wird um Nachweise erbeten. Bei Gemeinschaftskonten würde demnach jeder aus dem Gemeinschaftskonto die volle Kompensation erfahren.

Die FSA (Financial Services Authority) hat mit Wirkung vom 7. Oktober 2008 die Ausweitung der Sicherung auf 100% auf die ersten 50.000 Pfund angewiesen. Altfälle vor diesem Stichtag werden mit der alten Summe von 35.000 Pfund kompensiert. Ein Anleger, dessen volle Anlagesumme bei einem insolventen Institut mehr als die veranschlagten 50.000 Pfund beträgt, kann von der FSCS vertreten Forderungen gegen das Kreditinstitut bekommen, die im Liquidationsvorgang eingetrieben werden können. Dieser Liquidationsprozess kann bis zum Abschluss aller Verfahren eine lange Zeit in Anspruch nehmen. Anleger werden erst am Ende des Liquidationsverfahrens Sicherheit bekommen, ob sie eine Kompensation erhalten, in welcher Höhe oder überhaupt nicht.Nach einer sogenannten Erklärung eines Zahlungsausfalls ist mit einer Abwicklung aller Prozesse nicht vor sechs Monaten zu rechnen.