23.11.2016

comdirect Fintech Studie: Städte-Ranking- Starkes Wachstum bei deutschen Fintech-Standorten

 

  • Sowohl beim Venture Capital als auch bei der Anzahl der Startups liegt Berlin weiterhin vorn

  • München, Hamburg und Frankfurt auf den Plätzen zwei bis vier

  • Düsseldorf und Köln teilen sich den fünften Rang

 

comdirectIn Sachen Fintechs bleibt Berlin die unangefochtene Nummer eins: Mit 179 Startups vor Ort und 734 Millionen Euro, die seit 2012 in Berliner Finanz-Jungunternehmen geflossen sind, liegt die Hauptstadt im Bundesvergleich weit vorn. Das zeigt eine aktuelle Fintech-Studie von comdirect. Die Sonderstellung Berlins in Sachen Fintech-Gründungen wird bei der genaueren Analyse der Risikokapital-Ströme noch deutlicher. Denn das Venture Capital, das die Berliner Fintechs in den vergangenen vier Jahren für sich vereinnahmen konnten, macht mit 57 Prozent mehr als die Hälte der gesamten Fintech-Investments in Deutschland aus.
 

 „Berlin ist im Vergleich zu anderen deutschen Städten in einer anderen Liga, was Fintech-Gründungen angeht“, sagt Arno Walter, CEO von comdirect. „Trotzdem sollte in Zukunft auch mit München, Hamburg oder Frankfurt gerechnet werden, da herrscht viel Bewegung.“



So ist München aktuell der zweitwichtigste Fintech-Hub in Deutschland. 62 Fintechs haben sich dort angesiedelt, an Venture Capital haben sie bis jetzt 155 Millionen Euro eingesammelt. Besonders Proptech-Startups scheinen sich an der Isar wohlzufühlen, sie bilden die größte Gruppe unter den Münchener Startups. Hamburg ist auf Platz drei unter den Fintech-Standorten – mit 53 ansässigen Fintechs und 212 Millionen Euro investiertem Venture Capital. Dominierend sind dort besonders die Startups aus dem Finanzierungsbereich. Die sind auch in Frankfurt besonders stark – die Finanzmetropole landet dennoch nur auf dem vierten Rang. Mit 58 Fintechs hat Frankfurt zwar viele Gründungen vorzuweisen, jedoch hat die hessische Hauptstadt bislang lediglich 48 Millionen Euro Wagniskapital einnehmen können. Frankfurt ist jedoch gleichzeitig die Stadt mit der stärksten Wachstumsdynamik aller Top-Standorte in Deutschland: Mit einem Wachstum von 115 Prozent konnte sich die Frankfurter Fintech-Szene seit 2014 mehr als verdoppeln.


Etwas abgeschlagen im Ranking der deutschen Fintech-Hubs liegen Köln und Düsseldorf – sie teilen sich gemeinsam den fünften Platz. Köln ist größer, was die Anzahl der Startups angeht, während die Düsseldorfer Fintechs mehr Risikokapital einsammeln konnten. Die Stuttgarter Startups sind hingegen die sparsamsten: Sie kamen mit bislang nur einer Finanzierungsrunde aus. 

 

Hintergrund Studie

Die Fintech-Standortanalyse wurde anhand der Anzahl der Startups sowie des Venture Capital-Investitionsvolumen (Eigenkapital) für die jeweiligen Städte durchgeführt. Als Basis für die Analyse dient Barkow Consultings Fintech Money Map, Deutschlands führende und meistgenutzte Datenquelle für Fintech-Startups und Fintech-Venture Capital. Redaktionsschluss für die Analyse war Ende September 2016. Fintech-Venture Capital-Investitionen werden seit Anfang 2012 erfasst. Fintech-Startups und Gründungen wurden seit 2007 rückwirkend integriert. Die Fintech Money Map ist in den vergangenen 24 Monaten von Barkow Consulting aufgebaut und erweitert worden. Die Daten werden durch kontinuierliche Analyse und Auswertung aller relevanten Nachrichtenquellen und Datenbanken gewonnen. Barkow Consulting setzt dabei auf eine Kombination von Mensch (ca. 3/4 der relevanten Datenpunkte) und Maschine (ca. 1/4 der Datenpunkte). Die Fintech Money Map umfasst derzeit 500 Startups. Aktuell sind mehr als 700 Risikokapitalinvestoren und über 1 Milliarde Euro Venture Capital-Investitionen in der Datenbank erfasst.

 


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