28.09.2017

comdirect Spar- und Anlageindex: Deutsche interessieren sich kaum für ihre Finanzen

comdirect: 
  • 58 Prozent der Bundesbürger kümmern sich nicht oder nur wenig um ihre Geldangelegenheiten
  • Vor allem die Norddeutschen beschäftigen sich kaum mit ihrem Geld
  • Spar- und Anlageindex sinkt weiter auf 95,4 Punkte

Der Großteil der Deutschen (58 Prozent) kümmert sich nicht oder nur wenig um die eigenen Finanzen. Das zeigt eine Umfrage der comdirect im Rahmen des aktuellen Spar- und Anlageindex.

Dabei gaben 37 Prozent der Befragten an, dass sie sich mit ihren Finanzen nur soweit es nötig ist auseinandersetzen, 16 Prozent interessiert das Thema hingegen gar nicht - sie überprüfen lediglich ihren Kontostand regelmäßig. Fünf Prozent überlassen es ihrem Partner oder jemand anderem, ihre Finanzen zu regeln.

Immerhin vier von zehn Deutschen (41 Prozent) gaben an, dass sie sich sehr für das Thema interessieren und sich regelmäßig mit ihren Finanzen beschäftigen.

Vor allem im Norden widmen sich offenbar nur wenige ihren Finanzen: Fast zwei Drittel der Norddeutschen (65 Prozent) kümmern sich wenig bis gar nicht um ihr Geld. Zum Vergleich: Im Osten liegt der Anteil mit 60 Prozent der Befragten ebenfalls über dem Durchschnitt, im Westen und Süden sind es 59 beziehungsweise 55 Prozent derjenigen, die sich kaum mit ihren Finanzen beschäftigen.

"Gerade in Zeiten der Niedrigzinsen ist es jedoch wichtiger denn je, seine finanziellen Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen", sagt Kirsten Albers, Leiterin Banking bei comdirect. "Durch Robo-Advisor-Angebote wird es zudem immer leichter, sich um seine Finanzen zu kümmern. Das gilt gerade für diejenigen, die sich bisher noch nie ernsthaft mit dem Thema Geldanlage auseinandergesetzt haben."

Insgesamt zeigt der Spar- und Anlageindex allerdings: Die Deutschen geben aktuell ihr Geld lieber aus, als es zu sparen. Und der Anteil derjenigen, die gar nichts sparen, ist ebenfalls angestiegen: Ein Viertel der Befragten (25 Prozent) legte im August überhaupt nichts zurück, im Vormonat waren es nur 20 Prozent. Durch dieses Verhalten ist der Index im August um 3,3 Punkte auf 95,4 Punkte gesunken.



Top Ten Geldanlage: So legten die Deutschen im August ihre Ersparnisse an
  1. Girokonto (57 %)
  2. Sparbuch (53 %)
  3. Tagesgeld (35 %)
  4. Bargeld (32 %)
  5. Bausparvertrag (30 %)
  6. Lebensversicherung (29 %)
  7. Altersvorsorge (26 %)
  8. Fonds (19 %)
  9. Festgeld (16 %)
  10. Aktien (14 %)

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