10.12.2008

Investitionschancen mit der Commerzbank

In der deutschen Bankenlandschaft hat sich zuletzt einiges getan. Eine der wohl größten Veränderungen war die Ankündigung der Commerzbank, die bisher zur Allianz-Gruppe gehörende Dresdner Bank zu übernehmen. Die Commerzbank ist nach eigenen Angaben eine der führenden deutschen Großbanken und steigt mit der Übernahme sogar zur größten Privat- und Firmenkundenbank in Deutschland auf.

Bereits letzte Woche gab das Unternehmen bekannt, dass die Dresdner Bank nun schneller als geplant eingegliedert werden soll. „Wir beschleunigen die Übernahme und sichern eine schnelle Integration“, so Martin Blessing, Vorstandssprecher der Commerzbank. Im Anschluss an die Transaktion soll die Dresdner Bank bis Ende März 2009 als rechtlich selbstständige Einheit aufgelöst werden. „In den nach wie vor nervösen Finanzmärkten stellen wir so frühzeitig die uneingeschränkte Handlungsfähigkeit her. Davon profitieren Mitarbeiter, Kunden und Aktionäre“, so Blessing weiter. Die Kursreaktion nach Bekanntgabe der vorgezogenen Übernahme war jedenfalls klar positiv. Gegenüber dem bisherigen Jahrestief konnte die Aktie zwischenzeitlich fast 50 Prozent zulegen.

Viele Marktteilnehmer zeigen sich zuletzt optimistisch, dass die Unsicherheit rund um die Transaktion und hinsichtlich der potenziellen Verwässerung der Anteile deutlich nachgelassen habe. Allerdings bleibt es abzuwarten, wie sich die Übernahme auf die Kernkapitalquote auswirkt. Weiterhin erscheint unklar, wie künftig das Konzernergebnis angesichts möglicher Abschreibungsrisiken bei der Dresdner Bank ausfällt.

Die aktuelle Situation könnte Chancen für Anleger bieten, die aufgrund der hohen Volatilität des Aktienkurses auf Diskont-Zertifikate setzen möchten. Eher konservative Investoren könnten sich für das Deep Diskont-Zertifikat (WKN: DB7 9VG) interessieren. Bei einem komfortablen Risikopuffer in Höhe von 55 Prozent bietet das Produkt eine Seitwärtsrendite von immerhin 27 Prozent pro Jahr.

Etwas optimistischere Anleger könnten dagegen auf ein offensiveres Diskont-Zertifikat (WKN: DB3 ZQA) setzen. Hier ist die Maximalrendite mit rund 94 Prozent pro Jahr besonders attraktiv. Zugleich besteht ein moderater Risikopuffer in Höhe von 16 Prozent. Ein Kapitalschutz besteht für keines der beiden Produkte.

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