18.10.2016

DAX30-Index - Nächster Versuch der Bullenfraktion

ETX Capital: Der Kurs des DAX30-Index kann heute zum wiederholten Mal die obere
Begrenzungslinie der charttechnischen Bullenflagge durchbrechen. Es stellt
sich demnach die Frage, ob sich der deutsche Index bis zum Tagesschlusskurs
in dieser Kursregion halten kann.

Momentan notiert der DAX30-Index deutlich oberhalb der Marke von 10.600
Punkten. Die obere Begrenzungslinie der bullishen Konsolidierungsformation
verläuft aktuell bei 10.535 Punkten. Ein erfolgreicher Ausbruch aus der
Bullenflagge könnte den Weg frei machen zur nächsten bedeutenden
charttechnischen Marke, nämlich dem Jahreshoch bei 10.802 Punkten.


Für die Bullen geht es in diesen Tagen vor allem darum, eine Jahresendrallye
einzuleiten. Die Kursdynamik der letzten Wochen spricht momentan gegen eine
fulminante Jahresendrallye. Dies könnte sich aber sehr schnell ändern, wenn
das Jahreshoch überwunden werden kann. Bis es soweit ist, muss der Kurs des
DAX30-Index, ausgehend von den momentanen Niveaus, aber noch etwa zwei
Prozent steigen. Erst dann könnte sich zeigen, ob die Bären das Handtuch
werfen und einem Kursschub Hilfestellung leisten, indem sie ihre offenen
Short-Positionen schließen und so für zusätzliche Nachfrage sorgen.

Noch aber können die Shorties die Hoffnung hegen, dass der Kurs wieder unter
die obere Begrenzungslinie der charttechnischen Konsolidierungsformation
zurückfällt. Sollte dies der Fall sein, dann wäre aus charttechnischer Sicht
auch ein Rücklauf bis an die untere Begrenzungslinie der Bullenflagge
möglich. Hier träfe der Kurs des DAX30 dann auf eine wichtige
charttechnische Unterstützungszone für die Bullenfraktion.

Ein mögliches Fazit aus der charttechnischen Analyse könnte sein, dass die
Chancen nach wie vor gut stehen, dass der DAX30-Kurs in den nächsten Tagen
den Sprung über das Jahreshoch bei 10.802 Punkten schafft. Oberhalb der
Marke von 10.802 Punkten würden die Karten neu gemischt und es könnte sein,
dass sich der Kurs des deutschen Index schnell aufmacht, die
11.000-Punkte-Marke zu überbieten.

Von Oliver Bossmann




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