Augen auf beim Aktienkauf

Als Anleger kennen Sie sicherlich alle diesen Effekt, statt der geplanten 10 Prozent Gewinn stehen unterm Strich doch nur noch 6 Prozent Gewinn. Aber woran liegt das eigentlich?

Neben den allen bekannten Ordergebühren gibt es auch noch weitere Gebühren und andere Faktoren, die das Gesamtergebnis beim Aktienhandel negativ beeinflussen. 

Sicherlich werden diese Faktoren mittel- und langfristig nicht über den eigentlichen Erfolg an der Börse entscheiden, jedoch über Gewinn oder etwas mehr Gewinn.

Und dass etwas mehr Gewinn auf Dauer eine ganze Menge Geld sein kann, möchten wir an einem kurzen Beispiel zeigen.

Ordergebühren schmälern den Gewinn

Angenommen Sie möchten 1.000 Aktien der Muster-AG zu je 1,00 Euro kaufen und anschließend diese zu 1,10 Euro wieder verkaufen. Rein rechnerisch ergibt sich damit ein Gewinn von 10 Prozent bzw. 100 Euro. Auf Ihrer Schlussabrechnung stehen aber nur 60 Euro bzw. 6 Prozent Gewinn. Was ist passiert?

Als aller erstes fallen Ihnen die Ordergebühren auf, die beim Aktienhandel, also sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf, berechnet wurden. Diese bestehen aus reinen Transaktionskosten des Brokers, aus Börsenplatzgebühren, Courtagen usw.

Um es für unser Beispiel einfach zu halten, betragen diese in Summe 10 Euro bei Kauf und 10 Euro bei Verkauf. Insgesamt also 20 Euro, die Sie von Ihren 100 Euro Gewinn abziehen müssen. Es verbleiben somit 80 Euro bzw. 8 Prozent Gewinn.

Um diesen Kostenblock so gering wie möglich zu halten, stellen wir Ihnen auf Broker-Test.de unseren Transaktionskosten-Rechner zur Verfügung. Hier können Sie ermitteln, welche Transaktionskosten bei Ihrem Ordervolumen beim jeweiligen Broker anfallen.

Nun zurück zum Beispiel. Die 20 Euro weniger aufgrund der Ordergebühren sind sicherlich nachvollziehbar. Wo ist aber der Rest geblieben?

Sie schauen genauer auf Ihre Endabrechnung und stellen fest, dass Ihr Kauf nicht zu 1,00 Euro sondern zu 1,01 Euro ausgeführt wurde. Das gleiche ist beim Verkauf passiert. Statt 1,10 Euro wurde Ihre Aktie zu 1,09 Euro verkauft.

In Summe fehlen somit weitere 20 Euro, die Sie von Ihren verbliebenen 80 Euro Gewinn (nach Ordergebühren) abziehen müssen. Und schon bleiben nur noch 60 Euro bzw. 6 Prozent, statt der ursprünglichen 10 Prozent Gewinn.

Dieser Effekt lässt sich durch eine einfache Limitorder vermeiden. Denn damit ist sichergestellt, dass Sie Ihre Aktie nicht teurer als 1,00 Euro einkaufen oder günstiger als 1,10 Euro verkaufen. Wenn Sie Ihre Order jedoch ohne jegliche Begrenzungen im Markt platzieren, werden Sie regelmäßig mit diesen Unterschieden konfrontiert.

Darüber hinaus kann auch die Wahl eines geeigneten Börsenplatzes die Ausführungskurse beeinflussen. So bietet z.B. die Börse Stuttgart das sogenannte Best-Price-Prinzip und gewährleistet dem Anleger den besten am Markt verfügbaren Preis.

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