Kritikpunkt Spekulation

Es ist kein großes Geheimnis, dass der größte Anteil am Kapital, dass heute in die Terminmärkte fließt, spekulativer Natur ist. Hohe Summen an Kapital werden in die Futures-Märkte investiert, um aus den Bewegungen Profite zu schlagen. Das ist insofern kritisch, als dass die spekulativen Effekte mittlerweile massiv auf die Realwirtschaft durchschlagen.

Kritiker fordern daher ein Verbot der Spekulation beziehungsweise höhere Margins für Spekulanten. Schließlich führt ein steigender Weizenpreis an der CBOT zu Hungersnöten in der Dritten Welt.

Auch der hohe Grad der Spekulation im Ölpreis ist schnell sichtbar, wenn Sie einen länger jährigen Chart zu Rate ziehen. Sie sehen vor der Finanzkrise ein Hoch von knapp 150 US-Dollar im Preis.

Nach dem Auftreten der Finanzkrise und dem antizipierten Abkühlen der Wirtschaft sahen sich die Spekulanten gezwungen, ihre Geschäfte zu schließen. Dies sorgte für einen unwahrscheinlich hohen Verkaufsdruck und ließ den Ölpreis bis auf etwa 40 Dollar absinken.

Günstiges Geld fördert Spekulation

Das Problem heute ist, dass spekulativ investiertes Kapital den Markt im Grunde nicht mehr verlässt und so die Preise hochhält, wenn nicht gerade eine Finanzkrise brodelt. Kurz vor Fälligkeit eines Futures ist es ja möglich, die Position zu verkaufen und gleich darauf in einen neuen Kontrakt mit längerer Laufzeit zu kaufen. Dieses Verfahren wird als Roll-Over bezeichnet. Somit bleibt das spekulativ investierte Kapital dem Markt erhalten und hält so die Kurse hoch.

Die teuren Preise für Rohstoffe, die wir aktuell sehen, besitzen einen hohen Anteil an Spekulation. Dies ist jedoch weniger der Existenz von Spekulanten geschuldet sondern dem unkontrollierten Verhalten der Notenbanken, die den Märkten spätestens seit der Finanzkrise Billionensummen an Kapital zur Verfügung stellen. Es ist schlicht zu viel Geld im Umlauf - aber genau dieses Geld landet früher oder später an den Börsen und hebt die Preise an.

Diese Beobachtung können Sie gerne als Inflation live bezeichnen. Schuld daran tragen weniger die Spekulanten an sich, sondern die verfehlte Geldpolitik. Es ist letztlich nur ein weiteres Symptom eines kranken Systems, das letztlich unter einem großen Verteilungsproblem leidet. Nur, um Ihnen auch dies hier nicht vorzuhalten.

Im letzten Teil stellen wir einen Beispiel Future-Kontrakt vor.

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