Indikatoren und Orderarten

Handelsplattformen haben besonders in den letzten Jahren viele Möglichkeiten aus dem Bereich der Technischen Analyse zu bieten. Indikatoren sind hier vor allem hervorzuheben.

Viele Handelsplattformen haben neben den gängigsten Indikatoren, wie dem RSI, dem MACD oder den Fibonacci-Retracements viele Dutzend mehr Indikatoren aufzuweisen.

Neben diesen Indikatoren können charttechnische Instrumente, wie z.B. Trendkanäle, Unterstützungs- und Widerstandszonen eingezeichnet werden und der Chart in nahezu jedem Timeframe betrachtet werden.

 

Obendrein bieten die Handelsplattformen dem Kunden viele verschiedene Orderarten und Orderzusätze.  Market, Limit, Stop, Stop loss, Trailing Stop, OCO, Next, Enhanced Bracket oder Iceberg sind nur ein paar von den velen nützlichen Orderarten, die das Handeln an den Märkten erleichtern und verbessern können.

Durch geschicktes Ordermanagement können Anleger und Trader ihre Positionen nahezu automatisch routen lassen. Sie müssen also nicht Stunden vor dem PC ausharren, um auf den richtigen Ein- oder Ausstieg aus einem Wertpapier zu warten.

Indikatoren

RSI (Relative-Strenght-Index)

Der RSI (Relative Strenght Indicator) Oszillator gibt Auskunft über die durchschnittlichen Aufwärtsbewegungen einer Kursperiode gegenüber der durchschnittlichen Abwärtsbewegungen. Auf diese Weise wird die innere Stärke des jeweiligen Basiswerts ermittelt. So kann der Wert des RSI von der Theorie her Werte zwischen 0 und 100 abbilden. Dabei weisen Werte kleiner 30 auf überverkaufte Märkte hin, Werte größer 70 auf überkaufte Märkte.

 

MACD (Moving Average Convergence Divergence)

Der MACD ist ein Trendfolge-Indikator, der sich aus der Differenz zweier exponentiell gleitender Durchschnitte berechnet. Für die Analyse wird er in Verbindung mit einer Signallinie eingesetzt. Hierbei werden Kaufsignale erzeugt, wenn der Indikator MACD die Signallinie von unten nach oben kreuzt bzw. umgekehrt bei Verkaufsignalen. Ein steigender MACD-Wert bestätigt zudem einen Aufwärtstrend, ein fallender den Abwärtstrend.

Orderarten

OCO Order (One cancels other)

Bei dieser Kombinations-Order streicht die Ausführung bzw. Teilausführung der einen Order die andere Order automatisch. Eine OCO Order gibt Tradern die Möglichkeit, bei antizipierten Kursentwicklungen entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, ohne den Markt dabei kontinuierlich beobachten zu müssen. So kann bei einem bestimmten Kursziel eine Gewinnmitnahme (Take profit) und vice-versa eine Verlustbegrenzung (Stop loss) festgelegt werden.

 

Next Order

Die Next Order ist eine Kombinations-Order, die automatisch eine zweite Order aktiviert, sobald die erste Order voll ausgeführt wurde. So kann beispielsweise noch vor dem Kauf eine limitierte Verkaufsorder als Next Order eingestellt werden, welche, sobald die Kauforder vollständig abgewickelt wurde, aktiv wird. So können bei erreichen des Verkaufslimits Gewinne automatisch realisiert werden.

 

Enhanced Bracket Order

Die Enhanced Bracket Order besteht aus einer Basisorder sowie zwei Folgeorder. Damit kann vorab ein Einstieg zu einem bestimmten Kurs mit anschließender Verlustabsicherung (Stop loss) und Gewinnmitnahme (Take profit) bei bestimmten Kurszielen definiert werden.

 

Iceberg Order

Eine Iceberg Order ist vornehmlich für Heavy-Trader interessant. Mit einer Iceberg Order zeigen Anleger dem Markt nur einen kleinen Teil eigentlichen Order, z.B. 100 statt 10.000 Aktien zum Kurs von 12 Euro. Wenn die ersten 100 Aktien dann gekauft sind, wird die nächste Kauforder über 100 Aktien zu 12 Euro an den Markt geleitet. Durch diese Art Order sollen starke Kursbewegungen vermieden werden.

 

Handelsplattformen im Vergleich

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