Bullenfalle / Bärenfalle

Die Bullen- bzw. Bärenfalle ist ein weit bekanntes Chartmuster. Für eine sehr große Anzahl von Chartformationen gibt es auch viele verschiedene, teils faszinierende Begriffe. Die Begriffe Bullenfalle und Bärenfalle sind sogar vielen Kleinanlegern ein Begriff. Jeder noch so gute und erfahrene Trader, Chartist und Spekulant kann in diese jeweiligen Fallen tappen.

 

Neben verschiedenen Chartmustern wie Bottom-Formation, Top-Formation, Trendumkehrformation usw. sind Bullenfalle und Bärenfalle vom Begriff her auch durch die Presse bekannt geworden.

 

Chartformationen sollten generell durch den weiteren Kursverlauf bestätigt werden. Doch manchmal ist auch eine solche Bestätigung eines Chartmusters nicht auf Dauer von Erfolg gekrönt. Es kann sehr schnell auch zu Signalen kommen, die dann fehlinterpretiert werden. Fehler passieren, wo Menschen agieren und sie lassen sich auch in der technischen Analyse nicht voll ausschließen.

 

In der technischen Analyse spricht man bei solchen Fehlsignalen auch oft von Bullenfallen und Bärenfallen - Strohfeuer wäre auch eine treffende Bezeichnung.

 

Ein Beispiel: Sie beobachten und analysieren das Währungspaar USD/JPY bereits eine Weile. Ihre Analyse ergibt auf Grund der Indikatorenlage ein bearishes Szeanrio und Sie nehmen an, dass der Kurs nach Durchbruch der Trendlinie nach unten wegbricht. Deshalb gehen sie short und freuen sich im Moment einer kurzen Abwärtsbewegung schon auf laufende Gewinne und wiegen sich in Sicherheit. Nach einer kurzen Abwärtsbewegung kommt aber nun das Unerwartete - der Kurs bricht wieder nach oben aus und läuft weiter nach oben weg. Ihre Position ist kurz vor dem Knock Out und sie sind in die klassische Bärenfalle getappt.

 

Das gleiche gilt für die Bullenfalle in gegenläufiger Richtung!

 

Anzeige