On Balance Volume

Joseph Granville entwickelte 1963 den On Balance Volume (OBV) mit dem Ziel die Bewegung des großen Kapitals besser verstehen zu können. Der OBV ist ein Trendfolgeindikator, der vor allem durch seine einfache Berechnung und wenig Interpretationsmöglichkeiten besticht.

Beim OBV werden die Kursbewegung und das Handelsvolumen in Relation zu einander gesetzt, um daraus Aussagen über die Trendstärke gewinnen zu können. Die Grundannahme dieses Ansatzes ist die Tatsache, dass das Handelsvolumen in Trendrichtung größer ist, als das Handelsvolumen in Gegenrichtung.

 

Die Berechnung des OBV erfolgt für eine Aufwärtsbewegung über die Addition das Handelsvolumen eines Tages zum bisherigen Handelsvolumen und die Subtraktion des Handelsvolumens eines Tages für eine Abwärtsbewegung.

Der OBV ist somit die Summe des täglichen Handelsvolumens. In einem Aufwärtstrend sollte der OBV nun beständig größer werden, während der Indikator in einem Abwärtstrend beständig kleiner werden sollte.

In Phasen einer bevorstehenden Trendumkehr, stellt sich aber genau dieser Sachverhalt nicht mehr ein. Neue Kurshöchststände können in einem Aufwärtstrend nicht durch neue Höchststände im OBV bestätigt werden. Es entsteht eine bärische Divergenz. Analog der Fall einer bullischen Divergenz.

 

Neben den Vorteilen, zeigt der Indikator, wie alle Trendfolgeindikatoren, Schwächen in seitwärts tendierenden Märkten. Zudem besteht ein weiterer Nachteil in der Tatsache, dass die Intensität der Kursveränderung keine Beachtung bei der Berechnung des Indikators spielt, da lediglich das Handelsvolumen in die Berechnung einfließt.

Insbesondere bei starken Marktbewegungen kann sich dies als nachteilig erweisen.

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