True Strength Index

Der von W. Blau entwickelte True Strength Index (TSI) stellt einen Versuch dar, den sehr bekannten Relative Strength Index zu verbessern, in dem der Indikator einer Datenglättung unterzogen wird ohne dabei die zeitliche Verzögerung zu groß werden zu lassen. Durch die Datenglättung soll der Indikator weniger abrupte Wenden vollziehen und damit die Güte der Signale erhöhen.

 

Die Berechnung der TSI erfolgt auf der Basis der Differenz zwischen dem Schlusskurs einer Periode und dem Schlusskurs der vorherigen Periode. Daraus ergibt sich das Momentum des letzten Handelstages. Auf eine Unterscheidung zwischen Abwärtsmomentum und Aufwärtsmomentum kann verzichtet werden. Im Weiteren wird das Ergebnis durch eine zweimalige Glättung mit einem exponentiellen gleitenden Durchschnitt angepasst. Dabei ist die Berechnungsperiode der ersten Glättung länger als die der zweiten Glättung. Im nächsten Schritt wird das doppelt geglättete Momentum als Dividend und Divisor verwendet. Für den Divisor wird aber nicht das Momentum sondern dessen absoluter Wert verwendet. Daraus folgt, dass der TSI zwischen einem Wert von minus und eins variiert.

 

Für den TSI ergeben sich die gleichen Interpretationsmöglichkeiten wie für den RSI. Zum einen zeigt der TSI mit einem Schnitt durch die Mittellinie ein Handlungssignal an. Ein Schnitt von unten nach oben deutet auf einen Aufwärtstrend hin, für einen abwärtsgerichteten Schnitt auf fallende Kurse. Zum anderen können Divergenzen zwischen dem Kursverlauf und dem Verlauf des TSI als Einstiegssignale genutzt werden. Eine Divergenz entsteht, wenn der Kurs in einer Aufwärtsbewegung ein neues Hoch erreicht, der Indikator, jedoch kein neues Hoch ausbildet. Hier spricht man dann von einer bärischen Divergenz und sollte ein Short Engagement in Betracht ziehen.

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