Benjamin Graham, Warren Buffet und Max Otte

Wer sind die großen Namen des Value Investing?

Das Value Investing basiert auf der Grundidee, dass zwischen dem Börsenkurs einer Aktie und einer eigenen Bewertung des Unternehmens eine Diskrepanz besteht.

Value Investoren investieren dann, wenn die eigene Bewertung des Unternehmens unterhalb der Börsenbewertung liegt. Um Fehleinschätzungen zu vermeiden, wird nur dann investiert, wenn zwischen der eigenen Bewertung und dem Börsenkurs eine ausreichend hohe "Sicherheitsmarge" liegt.

Benjamin Graham: Der Urvater der Wertpapier-Analyse
Benjamin Graham gilt als der Begründer der Wertpapier-Analyse. 1934 veröffentlichte er sein einflussreiches Werk "Security Analysis" (deutsch: Wertpapieranalyse) und 1949 das Buch „The intelligent Investor“ (deutsch: Intelligent investieren). Graham leistete damit Pionierarbeit auf dem Gebiet der fundamentalen Aktienanalyse. Für Value-Investoren sind seine Werke die Grundlage ihrer Anlagephilosophie. 1988 wurde an der Columbia University in New York ein Lehrstuhl eingerichtet, an dem Graham seinen berühmtesten und erfolgreichsten Schüler unterrichtete: Warren E. Buffett.

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Warren E. Buffett: Der erfolgreichste Investor aller Zeiten
Warren E. Buffett wurde am 30. August 1930 in Omaha geboren. Er verfügt über ein geschätztes Privatvermögen von 66,1 Milliarden US-Dollar und ist nach Forbes 2014 der drittreichste Mensch der Welt. Nach seinem Studium an der Wharton School und der University of Nebraska, erwarb er seinen Master in Economics an der Columbia University in New York, an der Benjamin Graham sein Lehrer war. Nach seinem Abschluss arbeitete er für eine kurze Zeit im Unternehmen seines Vaters, wechselte aber schließlich als Wertpapieranalyst zu Graham-Newman, dem Brokerunternehmen von Benjamin Graham.

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Deutsche Value Investoren: Prof. Dr. Max Otte und Dr. Hendrik Leber
Zu den erfolgreichsten und bekanntesten Value Investoren in Deutschland gehören Prof. Dr. Max Otte und Dr. Hendrik Leber. Prof.

Prof. Dr. Max Otte 
Prof. Dr. Max Otte ist Professor für allgemeine und internationale Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Worms und seit 2011 Professor für quantitative und qualitative Unternehmensanalyse und -diagnose an der Universität Graz. Darüber hinaus ist er Leiter des Instituts für Vermögensentwicklung, unabhängiger Fondsmanager und Vermögensberater. Bekanntheit erlangte er durch sein 2006 erschienenes Buch „Der Crash kommt“, in dem er die internationale Finanzkrise und deren Auswirkungen prognostizierte. Die Basis seiner Anlagestrategie ist das Value Investing und sein Vorbild ist Warren Buffett. Auf dieser Grundlage entwickelte er die „Königsanalyse“, ein Scoring-System zur Auswahl von Aktien.

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Dr. Hendrik Leber 
Dr. Hendrik Leber ist geschäftsführender Gesellschafter der ACATIS Investment GmbH, die nach eigenen Angaben den Investmentstil des Value Investing vertritt. ACATIS investiert mit verschiedenen Fonds in unterschiedlichen Branchen und Ländern. Darüber hinaus engagieren sich ACATIS und Hendrik Leber persönlich für die Forschung zum Thema Value Investing. Jährlich vergibt die Firma den „ACATIS Value Preis“ für die besten wissenschaftlichen Arbeiten auf diesem Gebiet.