18.09.2017

Nordex – Aktienkurs im starken Gegenwind

LYNX Broker:

Die Nordex SE (ISIN: DE000A0D6554 – Symbol: NDX1 (IBIS) – Währung: Euro (EUR)) ist eine Management-Holding mit Zentrale in Rostock und einer Zweigniederlassung in Hamburg. Das Unternehmen wurde 1985 gegründet und ist heute mit Produktionsstätten in Deutschland, Spanien, Brasilien, den USA und Indien vertreten. Geleitet wird Norde von CEO José Luis Blanco Diéguez.
 

Das Produktprogramm des Konzerns konzentriert sich auf Onshore-Turbinen mit einem Leistungsspektrum von 1,5 bis 4,5 Megawatt. Mittlerweile befinden sich mehr als 6.000 Windenergieanlagen von Nordex in über 40 Ländern und insgesamt wurde mehr als 21 Gigawatt Windenergieleistung von der Nordex-Gruppe produziert.
 

Kostensenkungsprogramm aufgestellt

Veränderte Marktbedingungen in Kombination mit rückläufiger Nachfrage zwingen den Konzern zu Kostensenkungen und Einsparungen, die auch vor den Mitarbeitern nicht haltmachen.

Zwischen 400 und 500 Mitarbeiter könnten dementsprechend vom bevorstehenden Stellenabbau betroffen sein. Bis 2018 läge das Einsparvolumen bei Material- und Personalkosten bei rund 45 Mio. Euro, teilte die Geschäftsleitung mit.
 

Neue Turbine vorgestellt

Auf der Windmesse in Husum wird derzeit eine neue leistungsstarke Turbine vorgestellt. Die N149/4.0-4.5 soll eine vor allem für Schwachwindgebiete ausgelegte Turbine sein. Sie gilt als derzeit ertragsstärkte Schwachwindturbine in der 4,0-bis-4,5-Megawatt-Klasse für das Binnenland.

Der Energieertrag der neuen Turbine ist im Vergleich zur herkömmlichen Schwachwindanlage N131/3300 um 32 Prozent höher, weshalb die Stromproduzenten mit der neuen Anlage die Stromentstehungskosten wesentlich senken können. Die N149/4.0-4.5 soll 2019 in Serienproduktion gehen.
 

Aktuelle Analysen zur Aktie

2017 wurden bis dato 15 Analysen zur Nordex-Aktie erstellt. Die Analysten von Barclays, Commerzbank, Citigroup, Deutsche Bank, Goldman Sachs, HSBC, Independent Research, Kepler Cheuvreux, Macquarie, MainFirst, Metzler, NordLB, Oddo BHF, Société Générale und Warburg Research haben Studien zur Nordex-Aktie publiziert.

Die Kursziele liegen im Tief bei 9,00 Euro (Macquarie vom 21.06.2017) und im Hoch bei 15,20 Euro (Metzler vom 24.07.2017). Das Durchschnittskursziel der 15 Analysen liegt bei 12,19 Euro. Die Aktie ging zum Zeitpunkt dieser Analyse mit einem Schlusskurs von 9,90 Euro aus dem Xetra-Handel.
 

Details zur Aktie

Die Nordex-Wertpapiere sind seit dem 02.04.2001 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Es sind 96,98 Mio. Aktien im Umlauf und diese Aktien sind unter anderem mit in den TecDAX einbezogen. Der Markt bewertet den Konzern derzeit mit 960,02 Mio. Euro. Die Aktie kostete in den letzten 52 Wochen 27,58 Euro im Hoch und 9,36 Euro im Tief.

Zwar ist der Kurs seit Anfang 2016 ordentlich unter die Räder gekommen, doch die Performance der letzten fünf Jahre mit rund 185 Prozent sieht immer noch vielversprechend aus.

Im direkten Vergleich zum TecDAX geriet das Wertpapier allerdings jüngst ins Hintertreffen und wurde vom Gesamtmarkt überholt. Der TecDAX erreichte bis dato im gleichen Zeitraum eine Performance von rund 192 Prozent.
 

Aktionärsstruktur und Insidertransaktionen

Die größten institutionellen Aktionäre sind mit 29,90 Prozent Acciona S.A. und mit 5,71 Prozent Skion (Beteiligungsgesellschaft von Susanne Klatten). Die Deutsche Asset Management Investment GmbH fiel jüngst von der Beteiligungsquote von 4,93 Prozent unter die Meldeschwelle von 3,0 Prozent auf 2,88 Prozent.

Der Nordex-Vorstandsvorsitzende José Luis Blanco Diéguez kaufte gemäß Meldung vom 11.05.2017 insgesamt 5.750 Aktien im Wert von 77,068,09 Euro. Sein Einstiegskurs lag damit bei rund 13,40 Euro.

 


Fundamentaldaten

Der Konzern bilanziert jeweils zum 31.12. nach IFRS in Euro (EUR) und wies im Jahr 2016 einen Umsatz von 3,4 Mrd. Euro aus. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 141,8 Mio. Euro, das Zinsergebnis bei einem Minus von 27,3 Mio. Euro und das Konzernergebnis bei 95,4 Mio. Euro. Der Gewinn je Aktie betrug 1,03 Euro.

Für 2016 wies der Konzern liquide Mittel in Höhe von 649,5 Mio. Euro aus. Das wirtschaftliche Eigenkapital lag bei 940,0 Mio. Euro, das gezeichnete Kapital bei 97,0 Mio. Euro und die Gesamtverbindlichkeiten lagen bei 2,1 Mrd. Euro. Die Bilanzsumme betrug 3,0 Mrd. Euro und die Eigenkapitalquote lag 2016 bei 31,4 Prozent. Das Unternehmen führte im Jahr 2016 5.129 Mitarbeiter in den Büchern.
 

Bilanzprognosen für 2017 und 2018

Die Umsätze könnten 2017 3,20 Mrd. Euro und 2018 3,16 Mrd. Euro betragen. Das EBIT wird für 2017 mit 119,19 Mio. Euro und für 2018 mit 117,23 Mio. Euro prognostiziert. Damit könnte der Gewinn je Aktie in den Jahren 2017 und 2018 jeweils bei 0,65 Euro liegen. Der Cashflow für 2017 könnte sich auf 1,98 Euro belaufen und sich 2018 auf 2,02 Euro nur leicht steigern.

Das Nettovermögen je Aktie könnte sich 2017 bei 10,30 Euro und 2018 bei 10,68 Euro einpendeln. Für 2017 wird eine Nettoverschuldung in Höhe von 83,88 Mio. Euro prognostiziert, die sich 2018 in einen Nettogeldbestand von 9,51 Mio. Euro wandeln soll. Am 14.11.2017 veröffentlicht der Konzern die Zahlen zum dritten Quartal.


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Technische Analyse: Nordex SE (EUR)

Ab Ende 2012 konnte sich die Aktie von Nordex SE zunächst sehr gut entwickeln. Von rund 3,00 Euro ging es hinauf bis auf knapp 34,00 Euro, was mehr als einer Verzehnfachung entspricht. Diese Höhe wurde bis Ende 2016 charttechnisch sehr sauber erreicht.

Dann setzte allerdings relativ schnell eine Abwärtsbewegung ein, die den Wert zunächst in den Bereich von 22,00 – 21,00 Euro brachte und im Anschluss in ebenfalls recht schnellen Schritten bis knapp unter 10,00 Euro fallen ließ.

Nennenswerte Unterstützungen konnten auf diesem Wege zwar immer kurz halten, halfen jedoch nicht vor weiteren Tiefs. Für die kommenden Tage, Wochen und gegebenenfalls Monate legt das charttechnische Bild der Aktie Käufe nicht gerade nahe. Der Abwärtstrend ist sauber im Takt und weitere Bewegungstiefs sind nicht auszuschließen.

Aufgrund stärkerer Bewegungen im Verlauf der Abwärtsbewegung lässt sich derzeit keine Marke ausmachen, mit deren Erreichen sich eventuelle Käufe erneut lohnen könnten. Wenigstens die Marke von 17,00 Euro sollte jedoch dauerhaft überschritten werden, um den Longvorteil gegebenenfalls erneut wieder anfachen zu können.
 

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