Investmentclubs Depoteröffnung

Investmentclubs, zum Teil auch als Aktienclubs, Anlegerclubs oder Wertpapierclubs bezeichnet, sind Vereinigungen privater Anleger, die sich mit dem Ziel gebildet haben, gemeinsam Kapital anzulegen. Im Normalfall wird dabei das Vermögen des Investmentclub in einem gemeinsamen, auf den Namen des Clubs geführten Depot gehalten.

Der Vorteil besteht darin, dass schneller ein größeres Anlagevolumen erreicht wird, so dass eine bessere Diversifikation der Anlagen möglich ist als dies mit individuellen Sparleistungen der einzelnen Teilnehmer erreichbar wäre. Zudem profitieren die Clubmitglieder vom gegenseitigen Informations- und Erfahrungsaustausch. Insgesamt beziffert die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW), die auch als Dachverband für Investmentclubs fungiert, die Zahl der in Deutschland existierenden Investmentclubs mit rund 6.500.

Typischerweise werden diese Anlegergemeinschaften in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) geführt, obwohl theoretisch auch andere Rechtsformen möglich wären. In der Praxis hat sich jedoch die GbR trotz der damit verbundenen Haftungsrisiken für die Gesellschafter am besten bewährt.

 

Zulassung als Finanzdienstleister

Sofern ein Investmentclub nicht mehr als 50 Gesellschafter hat und keine gewerbliche Tätigkeit ausübt, für die Clubführung kein Entgelt gezahlt wird und das verwaltete Kapital 500.000 Euro nicht übersteigt, unterliegt der Club keiner staatlichen Aufsicht. Wird eines dieser Kriterien nicht mehr eingehalten, so müsste der Club gemäß den gesetzlichen Bestimmungen bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine Zulassung als Finanzdienstleister beantragen.

Hierfür gelten jedoch sehr hohe Anforderungen, die von Investmentclubs kaum erfüllt werden können. Nach dem Verkaufsprospektgesetz wären Investmentclubs prinzipiell auch prospektpflichtig, doch entfällt die Prospektpflicht, wenn nicht mehr als 20 Investoren an dem Club beteiligt sind und binnen zwölf Monaten maximal 100.000 Euro neu eingesammelt werden sollen. In der Praxis wird diese Bedingung vom weitaus größten Teil aller Investmentclubs erfüllt, so dass nur sehr wenige Investmentclubs über einen Verkaufsprospekt verfügen müssen.

 

Broker für Investmentclubs

Investmentclubs standen in den vergangenen Jahren häufig vor dem Problem, dass verschiedene Depotbanken und Online Broker sie wegen des vermeintlich hohen Verwaltungsaufwandes, angeblicher Haftungsrisiken oder steuerlicher Problemstellungen nicht mehr als Kunden wollen und ihnen die bestehenden Depotbeziehungen gekündigt haben.

Speziell für diese Zielgruppe hat sich auf Initiative der DSW mit dem Sparkassen Broker jedoch ein Anbieter als langfristiger Partner positioniert und zudem eine besonders auf die Bedürfnisse von Investmentclubs zugeschnittene Gebührenstruktur entwickelt. Kombiniert wird dies mit Sonderkonditionen für jene Investmentclub-Mitglieder, die auch ihr privates Depot zum s Broker verlegen möchten.

 

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