14.08.2017

Mehr Leben in japanischen Daten, Sterling und Öl leidgeprüft

ThinkMarkets: Japan überwältigt, während China nicht überzeugt
Investoren in Europa verfolgen die Gewinne in Asien und sind aufgrund der starken BIP-Daten des zweiten Quartals aus der japanischen Wirtschaft optimistischer. Die japanische Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal mit einer jährlichen Rate von 4 Prozent. Die Zahl ist wirklich ermutigend, wenn wir sie mit der Leistung des Landes des letzten Jahres vergleichen.

Allerdings waren nicht alle Wirtschaftsdaten aus Asien herausragend. Die chinesische Betriebsleistungszahl fiel hinter dem Konsens mit einem Messwert von 6,4%. Der chinesische Einzelhandelsumsatz überzeugte ebenfalls nicht und verpasste die Prognose von 10,8%. Die Zahl betrug 10,4%.


Alle Welt richtet Augen auf Trumps Gemüt
Die starke Rhetorik der USA wird Investoren auf globaler Ebene nervös bleiben lassen. Nordkorea ist dafür bekannt, törichte Aussagen zu tätigen, was nichts Neues für Investoren ist. Es sind Trumps Aussagen, wie "Feuer und Zorn", welche Trader nicht verdauen können.

Der Volatilitätsindex hat gezeigt, dass Trader die niedrigeren Versicherungspolicen vollständig hebeln wollen, um ihr Risiko abzusichern. Allerdings stieg die Prämie der Versicherungspolicen, in diesem Fall der Preis des VIX-Index, erheblich an. Der Index hatte letzte Woche den größten wöchentlichen Vorsprung (5,48%) seit dem 4. November.

Bearishe Einsätze auf Rekordniveau seit 2013
Spekulanten sind bezüglich des Dollars noch immer auf Blut aus. Hedgefonds machen große Einsätze, da der Preis des Dollarindex weiterhin sinkt. Die ökonomischen Daten schwächen sich sind beharrlich, was den Grundstein für ihre These legt, den Dollar zu verkaufen. Die US-VPI-Zahl war scheußlich. Die Inflation hat sich weiterhin verschlechtert und die Frage ist, wie lange man noch behaupten kann, dass dies lediglich vorübergehend ist.

Trader glauben nicht an diese Ideologie und wollen dass die Fed wartet, bevor sie eine weitere Handlung unternimmt. Der FOMC-Bericht (der im Laufe dieser Woche veröffentlicht wird) könnte sich eventuell noch nicht ändern, und wenn der Fakt nicht akzeptiert wird, dass das Inflationsproblem wahre Aufmerksamkeit benötigt anstatt als vorübergehend abgestempelt zu werden, könnte der Dollar in mehr Gefahr geraten.

Doch bevor wir uns auf die Neuigkeiten aus der FOMC-Sitzung konzentrieren, werden Anleger die US-Einzelhandelsumsätze (fällig am Dienstag) zum Kauen haben. Natürliche Weisheit verlangt nach einer stärkeren Verbesserung in der Zahl von Juli, da die US-Löhne einige Stärke gezeigt haben, doch ein Fehlschlag dieser Nachricht würde mehr Ärger für die Dollar-Bullen bedeuten.

Keine Hoffnung für Sterling-Aufschwung
Gegen Ende dieses Monats wird Brexit wieder ins Rampenlicht rücken, und beide Seiten werden sich bemühen, mehr Fortschritte zu machen. Die drei heikelsten Punkte die Trader nervös machen, sind der Brexit-Gesetzentwurf, die Rechte für EU- und britische Staatsbürger und die Annullierung der Grenze zwischen Irland und Großbritannien.

Die Lösung ist nicht einfach, und beide Seiten werden ihre Haltung nicht ändern. Sturheit würde nur mehr Volatilität erschaffen, und es ist wahrscheinlich, dass mehr Abwärtsdruck für den Sterling gegen den Euro entsteht.

Der Tages-Chart des Sterling-Dollar-Paares  sieht viel schwächer aus, da es aktuell tiefere Tiefs und höhere Hochs gibt, welche bestätigen, dass die Bulls nicht davon überzeugt sind, dass der Preis steigen könnte. Um ein klareres Indiz der Bulls-Stärke zu erhalten, muss der Preis das Hoch von 1,3164 (4. August Hoch) brechen.

Öl niedriger nach OPEC-Angebotsanstieg
Der Ölpreis ringt darum, im positiven Bereich zu bleiben. Trader hätten gerne ein klares Signal, das zeigt, dass der Ölmarkt im Gleichgewicht ist, und es kein Überangebot mehr gibt. Die Nachfrage wächst weiterhin, zeigt jedoch, dass sie noch etwas mehr Hilfe braucht, bevor sie das Angebot übertreffen kann.

Der IEA-Bericht (Ölmarktbericht) zeigte, dass sich die Grundlagen verschieben, was die bullishe Stimmung fortsetzen würde, doch die Neuregelung des Verbandes 1,4 Millionen Barrel pro Tag auf 1,5 Millionen Barrel pro Tag zu erhöhen, ist nicht bahnbrechend.

Mit einem Blick auf die Versorgungsgleichung, tragen Nigeria und Libyen kontinuierlich zu der Top-Zahl der OPEC-Produktion bei. Die Zahl vergrößerte sich um 173 tausend Fässer im Juli und die Gesamtproduktion von 32,9 ist die höchste Zahl seit der Vereinbarung zur Produktionskürzung. Es ist etwas, das Trader genau im Auge behalten werden, da es das Thema der Einhaltung immens empfindlich macht.

Autor: Naeem Aslam

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