12.09.2012

WH SelfInvest: Interview mit Christian Schneider zur MF Global Pleite

Christian Schneider - WH SelfInvest

David Ernsting von Broker-Test.de sprach mit Christian Schneider vom Futures und CFD Broker WH SelfInvest. In dem Interview geht es um die Pleite von MF Global und die Hintergründe dazu. Außerdem wurde das aktuelle Gebührenmodell des Brokers WH SelfInvest besprochen.

WH Selvinvest bietet allen Kunden, die von der MF Global Pleite betroffen waren, 100% der von KPMG bestätigten Summe zurück. Was genau bedeutet das für die Anleger?

Alle Kunden erhalten 100% der Einlage, wie sie vom Insolvenzverwalter KPMG als Kontostand der Kunden bestätigt wurde. Für unsere Kunden sind das fantastische Nachrichten. Dass bei einer derart großen Pleite nach nur 10 Monaten das Geld fließt und alles zu 100% erstattet wird, was die Kunden im Konto hatten, ist wirklich einmalig. Die Reaktionen der Presse und der Kunden bei uns im Haus sind zu recht sehr positiv.

Können Sie unseren Lesern noch die Hintergründe zum Fall MF Global erklären? Was hat sich zugetragen? Wie haben Sie dann reagiert?

Zusammengefasst kann man sagen, dass MF Global im November 2011 insolvent ging, da man sich mit Bonds verspekuliert hatte. Der Broker MF Global sollte unter der Führung von Herrn Corzine (ehemals Goldman Sachs) zu einer Investmentbank ausgebaut werden. Mit europ. Staatsanleihen hat man sich dann massiv verzockt.

Zum Glück waren wir in den Jahren zuvor vorsichtig genug und hatten eine zweite Depotbank zu Verfügung. Unsere erste Reaktion war, rasch neue Konten einzurichten, damit Kunden auch unter Einschuss neuen Kapitals weiter traden und Positionen transferieren konnten. Fast zeitgleich haben wir dann die Kunden über den Stand der Dinge bei MF Global und die Auswirkungen informiert. In den letzten 10 Monaten wurden weit über hundert Infoflashs geschickt, damit die Kunden informiert waren und nachvollziehen konnten, wie unsere Vorgehensweise sich darstellte.

Anschließend haben wir in regelmäßigen Abständen mit dem Isolvenzverwalter KPMG, einer spezialisierten Anwaltskanzlei aus London und in Teilen auch den Aufsichtsbehörden besprochen, wie wir weiter vorgehen. Auch Besuche in London waren erforderlich. Das Ende ist nun, dass wir nach anstrengenden 10 Monaten und langen Verhandlungen die Forderungen (Claims) verkaufen konnten.

Das heißt, ein anderes Finanzunternehmen kauft die Forderung der MF Global Kunden in der Hoffnung, damit später zu verdienen. Der Betrag, der fehlte, um die 100% voll zu machen, kommt nun direkt von uns und ist als Dankeschön an unsere Kunden zu verstehen: Kaum ein Kunde hat sein Konto bei uns geschlossen.

Wieso hat sich WH Selvinvest zu diesem kundenfreundlichen Schritt entschlossen?

Wie Sie vielleicht wissen, leben wir vorwiegend von unserem guten Ruf. Nachdem es eine Teilzahlung über KPMG gab, wollten wir aktiv werden und nicht den natürlichen und ungewissen Rückfluss der Gelder über die Einlagensicherung abwarten, der Monate oder Jahre dauern kann. Deshalb haben wir uns in Absprache mit den Anwälten und Kunden nach einer anderen Lösung umgesehen. Dadurch kam es dann zum Verkauf der Forderungen.

Wie kann sich ein Trader grundsätzlich schützen?

Einen guten Broker wählen, Geld aufteilen auf verschiedenen Produkte und Depots.

WH Selvinvest wird sowohl von einem internen wie einem externen Wirtschaftsprüfer geprüft. Worin liegt der Vorteil?

Die internen und externen Prüfungen sind sehr umfassend und vielseitig. Wichtig für Kunden ist z.B., dass wir belegen müssen, Kundenorder schnell und korrekt auszuführen (best execution), korrekte Werbung zu machen oder Interessenkonflikte zu vermeiden (also nicht große Kunden zu bevorzugen). Nach den vielen Pleiten verschiedener Broker in den letzten Monaten und Jahren, rate ich dringend zu guten und (idealerweise in Deutschland) regulierten Brokern.

Was sind Ihrer Meinung nach die Unterschiede eines Brokers innerhalb der Europäischen Union und Brokern außerhalb der EU?

Warum eröffnet ein Broker ein Büro in Zypern und sucht die dortige Regulierung, warum auf den British Virgin Islands? Die Frage können sich die meisten Kunden selbst beantworten.

Wie sieht Ihre Gebührenstruktur aus?

Echte Börsenkurse (CFD Aktien, Futures) oder fixe Spreads (CFD Dax, Dow = 1 Punkt). Für CFD kommen unterschiedliche Gebühren hinzu, z.B. 4,50 + 0,023 Cent pro US Aktie. Forex ist gebührenfrei. Alle Gebühren sind auf der Internetseite genannt.

Wie hoch ist die Mindesteinlage bei einer Depoteröffnung bei WH Selvinvest?

2.500,- EUR

Wer Sie kennen lernen will, kann das bei Ihren WH SelfInvest Trading Webinaren tun - welche Themen stehen hierbei im Fokus?

Der Umgang mit der Plattform und die Frage: Wer ist WH Selfinvest?
Siehe http://www.whselfinvest.de/de/aktivitaeten




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