30.03.2012

WH SelfInvest: Trading Strategie - LOHP (Verkauf Signale)

LOHP Erklärung
Die LOHP Strategie wurde vom Trader und Autor John F. Carter entwickelt und in seinem Buch 'Mastering the trade: proven techniques for profiting from intraday and swing trading set ups' (ISBN 0-07-145958-8) vorgestellt. Diese Strategie, die Verkaufsignale generiert, ist eine Umkehrstrategie (Reversal Strategy).

Umkehrstrategien versuchen, den Zeitpunkt zu identifizieren, zu dem ein Trend die Richtung wechselt. In seinem Buch ist John F. Carter eher skeptisch in Bezug auf Eröffnung einer Position gegen den Trend. Er zitiert Weisheiten wie "Nie in ein fallendes Messer greifen" (bei heftigen Abwärtsbewegungen long einsteigen) und "Stell dich keinem fahrenden Zug in den Weg" (keine Leerverkäufe in einem starken Markt). Angesichts dieser Skepsis beschließt er, seine Strategie auf einen einzigen Faktor zu beschränken, den er für maßgeblich hält: Die Entwicklung des Marktpreises.

  • Geeignet für: Indizes (FTSE, DAX, AEX ...), Forex (EUR/USD, GBP/USD...) und Rohstoffe (Öl, Gold….)
  • Instrumente: Futures, CFDs und Forex
  • Trading System: Swing- und Daytrading
  • Tradingrhythmus: Variiert je nach Zeiteinheit
  • Die Strategie:
  • Mit WHS ProStation: Manuell
  • Mit WHS FutureStation: Manuell oder (Halb-) automatisch

Die Strategie im Detail
LOHP steht für "Low of the High Period". Ein recht schwieriger Name für eine einfache Strategie. Hier die erforderlichen Kriterien für das Entstehen eines Short Signals.


 
1: Suchen Sie einen Schlusskurs, der über 20 Perioden gesehen den höchsten Schlusskurs darstellt.

2: Identifizieren Sie den Balken mit dem höchsten Hoch der letzten 20 Perioden. Dies ist oft, aber nicht immer der letzte Balken.

3: Identifizieren Sie den Tiefstkurs dieses Balkens. Eröffnen Sie anschließend eine Short-Position nach dem ersten Schlusskurs, der unterhalb dieses Tiefs liegt.

John F. Carter wendet diese Strategie auf alle Instrumente an. Üblicherweise handelt er damit auf Basis einesTagescharts. Nichtsdestotrotz kann die Strategie auf alle Aggregationen, inklusive kleinerer Zeitfenster wie 60‘ oder 30‘ Minuten für den Intraday-Handel verwendet werden.

Wann wird eine Position eingenommen?
Nach dem ersten Kurs, der unter dem Tief jenes Balkens mit dem höchsten Hoch der 20 Perioden (2), schließt, wird eine Short-Position eröffnet.


 
Chart 1:
Das folgende Beispiel zeigt ein 20-Perioden Hoch. Die Short-Position (großes rotes Dreieck) wird jedoch erst vier Tage später eröffnet, nachdem der Schlusskurs (kleines rotes Dreieck) unter dem Tiefstkurs der Kerze mit dem höchsten Hoch liegt.

Wann wird die Position geschlossen?
Die LOHP Strategie verwendet lediglich einen Stop und kein Profit Target.


1: Der Stop wird auf das Hoch jenes Balkens gesetzt, der das höchste Hoch der 20 Perioden gebildet hatte (1).

2: Ist die Position zwei Perioden später noch offen, wird der Stop nachgezogen und zwar auf das Hoch des vorletzten Balkens (2).

Achtung: Der Stop liegt auf dem Hoch des vorletzten Balkens. Folglich kann sich dieses Stopniveau auch nach oben verschieben. Im Grunde nicht dramatisch, widerspricht diese Vorgehensweise dennoch einer grundsätzlichen Tradingregel, die besagt, dass man niemals einen Stop durch einen weniger sicheren Stop ersetzen soll.

Achtung: Die LOHP-Strategie hat eine analoge Strategie namens HOLP-Strategie, die Kaufsignale generiert. Das Backtesting zeigt, dass beide Strategien sehr sensibel auf eine langfristige Marktentwicklung reagieren. Daher sollte die LOHP-Strategie (SHORT Signale) bei einem Abwärtstrend, die HOLP-Strategie (LONG Signale) bei einem Aufwärtstrend angewendet werden.

Die folgenden Screenshots zeigen die guten Ergebnisse, die mit diesen Strategien erzielt werden können, wenn die richtige Strategie im richtigen Markttrend angewendet wird.


 
Chart 2:
Dieser Screenshot zeigt die HOLP Strategie in einem Bullenmarkt. Das Ergebnis ist gut.


 
Chart 3:
Dieser Screenshot zeigt die LOHP Strategie im gleichen Bullenmarkt wie oben. Das Ergebnis ist nicht gut.


 
Chart 4:
Dieser Screenshot zeigt die Anwendung der HOLP Strategie in einem Abwärtstrend. Das Ergebnis ist nicht gut.


 
Chart 5:
Dieser Screenshot zeigt die LOHP Strategie im gleichen Bärenmarkt. Das Ergebnis ist gut.

Fazit
Die LOHP-Strategie kann für Swing-Trading und Day-Trading verwendet werden. Sie wurde von dem Trader und Autor John F. Carter entwickelt und in seinem Buch "Mastering the trade: proven techniques for profiting from intraday and swing trading set ups (ISBN 0-07-145958-8)" vorgestellt.

Die Strategie kann auf alle Instrumente angewendet werden und liefert ausschließlich Verkaufsignale. John F. Carter entwickelte darüber hinaus die analoge HOLP-Strategie, die ausschließlich Kaufsignale generiert. Die Strategien scheinen gute Ergebnisse zu erzielen, wenn sie im richtigen Kontext angewendet werden. HOLP in einem Aufwärtstrend, LOHP wenn der Trend nach unten geht. Beiden Strategien können in verschiedenen Zeitrahmen angewendet werden. John F. Carter selbst tendiert jedoch dazu, sie auf Tagescharts anzuwenden.

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