10.10.2017

Britisches Pfund im Fokus

XTB: 
  • Das britische Pfund ist vermutlich heute die interessanteste Währung
  • Zahlen aus Großbritannien zur Industrieproduktion und zum verarbeitenden Gewerbe könnten die letztlich schwächeren PMIs bestätigen oder sogar unterbieten
  • Während der US-Session lohnt sich ein Blick auf die Daten zum kanadischen Immobilienmarkt

Auch am Dienstag wird es im Hinblick auf makroökonomische Veröffentlichungen eher ruhig zugehen. Die größte Aufmerksamkeit sollte allerdings dem britischen Pfund geschenkt werden, da dieses Montag gestiegen ist.

Andererseits wird das GBP durch die Zahlen zur britischen Industrie getestet. Es ist zumindest zu erwarten, dass die neuen Veröffentlichungen die schwächere Leistung der letzten PMIs widerspiegeln wird.

Außerdem stehen noch einige Reden von Zentralbankmitgliedern auf der Agenda. Insbesondere beim kanadischen Dollar könnte es zu einer höheren Volatilität kommen.

10:30 CET - Industrieproduktion und verarbeitenden Gewerbe in Großbritannien: Beim britischen Pfund gab es am Montag reflexartige Aufwärtsbewegungen, nach dem das ONS (Office for National Statistics) ihre überholten Daten bezüglich der Lohnkostenentwicklung korrigierten.

Grund für den Fehler war eine obsolete Methodik. Höhere Lohnkosten könnten auf eine steigende Inflation hinweisen. Es ist allerdings fraglich ob die Bank of England so schnell auf solch eine Überarbeitung reagieren kann.

So oder so war am Montag das Pfund einer der stärksten Währungen, aber heute müssen die Daten aus Großbritannien die Erwartungen übertreffen damit es zu weiteren bullischen Signalen kommt. Bei der Industrieproduktion wird ein Wert von 0,8% und beim verarbeitenden Gewerbe sollte ein Anstieg von 1,9% erwartet.

Zu beachten ist, dass die Konstruktion PMIs in den letzten Monaten zurückgegangen sind. Zusätzlich ist im September der Einkaufsmanager-Index gestiegen, der auch auf die kommenden Daten zur britischen Industrie auch einen Einfluss haben könnten.

14:30 CET - Immobilienmarkt in Kanada: Der kanadische Dollar ist in letzter Zeit wieder etwas zurückgegangen. Dies könnte aber eine gute Gelegenheit für Investoren sein, um in den langfristigen Aufwärtstrend wieder einzusteigen - insbesondere da die Fundamentaldaten wie z.B. die Inflation weiterhin solide bleiben.

Behalten Sie außerdem im Hinterkopf, dass das kanadische "Statistic Bureau” letzten Monat verkündet hat, dass die Ziele hinsichtlich der Inflation wahrscheinlich erreicht worden sind und der Arbeitsmarkt immer noch Unterstützung für den CAD bietet.

Außerdem ist der Einfluss der Daten zum kanadischen Immobilienmarkt auf die Währung begrenzt. Erinnern Sie sich, dass die BoC bereits in diesem Jahr die Zinsen zweimal erhöht hat. Hintergrund sind Anzeichen auf die Bildung einer Immobilienblase.

Daher lohnt es sich einen Blick auf die Veröffentlichungen am Dienstag zu werfen. Bei den Baubeginnen für September liegen die Erwartungen bei 210 Tsd. und bei den Baugenehmigungen für August bei -1%.

Folgende Reden von Zentralbankmitgliedern stehen auf der Agenda:
  • 16:00 CET: Kashkari von der Fed
  • ​​​​​​​18:00 CET: Wilkins von der BoC (sie wird beim IMF-Ausschuss über systematisches Risiko und makroprudentielle Stresstests reden)

Anmerkung: Veröffentlichung des API-Berichts wird aufgrund eines Feiertages am Montag auf Mittwoch verschoben.


Der US/DCAD  versucht die untere Grenze des Aufwärtskanals zu durchbrechen, sollte dies gelingen kann ein Rückgang bis 1,2450 nicht ausgeschlossen werden. Quelle: xStation5

Weitere Währungs-Analysen:

EUR/USD: Korrektur verliert an Schwung

AUD/USD: Mögliche Zinssenkung lastet auf AUD

EUR/GBP: Noch fehlt der letzte Funke



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