06.04.2016

DAX: China stützt Märkte

XTB: USA: Die negative Markttendenz setzte sich gestern auch an den US-Indizes durch. Der Dow Jones verlor bis Handelsende -0,75% auf 17.603,32 Zähler und auch die anderen großen Indizes wie S&P 500 und Nasdaq 100 legten den Rückwärtsgang mit -1,10% bzw. -0,90% ein. Belastend wirkte sich der vielbeachtete ISM-Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor im März aus. Das Konjunkturbarometer stieg über die Erwartungen von 57,4 auf 59,8 Punkte an.

 

Die Marktteilnehmer sehen darin eine Bestätigung der falkenhaften Aussagen von Fed-Mitglied Rosenberg tags zuvor, dass weitere Leitzinsanhebungen in diesem Jahr folgen könnten. Die einzigen beiden US-Sektoren mit positiven Vorzeichen waren Gold- und Biotechaktien. Gold profitierte einerseits als "Safe Haven" bei der ansteigenden Volatilität, aber vor allen Dingen aufgrund der stark fallenden Anleiherenditen. Als unverzinsliche Wertanlage weist es in der Regel eine inverse Korrelation zum Realzins auf, der derzeit fällt.  Biotechs werden aktuell wieder als Anlagevehikel aufgrund relativ günstiger Kurse erkannt, aber auch die defensiven Pharmatitel stehen auf der Einkaufsliste. Besonders hervorzuheben ist dabei Pfizer Inc.

 

Die Aktie konnte gestern gegen Trend um +2,08% zulegen und dabei einen Doppelboden erfolgreich abschließen. Über $30,89 bleibt das Chartbild konstruktiv. Auslöser waren mögliche Änderungen in der steuerlichen Behandlung von US-Unternehmen, die nach einer Fusion mit einem ausländischen Unternehmen ihren Firmensitz ins Ausland verlagern. Damit wackelt der geplante $160 Mrd.-Zusammenschluß zwischen Pfizer und dem irischen Pharmakonzern Allergan. Heute wird wahrscheinlich das Ende der Fusionspläne bekanntgegeben.

 

Asien: In Asien stabilisierten sich die Indizes über Nacht. Dafür sorgten besser als erwartete Konjunkturdaten aus China. Der chinesische Caixin Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor stieg im März von 51,2 auf 52,2 Zähler und befindet sich damit deutlich über der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Darüber hinaus gehen die Schätzungen von einer Verbesserung bei der chinesischen Kreditvergabe und den Exporten aus. Der Shanghai Composite blieb nahezu unverändert, während der Hang Seng leicht um +0,15% zulegte. Auch in Japan beruhigte sich nach sechs deutlichen Verlusttagen die Lage und der Nikkei verlor nur noch knapp -0,11% auf 15.715,36 Zähler.

 

Europa: Der DAX schloß gestern fast auf dem Tagestiefststand bei -2,63% auf 9.563,36 Punkten. Heute werden die konstruktiven Vorgaben aus Asien wohlwollend aufgenommen und bisher beruhigt sich die Situation ebenfalls. Dennoch kann von Entspannung keine Rede sein. Bereits das zweite Mal in wenigen Tagen wurde eine Abwärtslücke gerissen und die zentrale Haltezone bei 9.749,16 Punkten wurde nach wochenlangem Tauziehen preisgegeben.

 

Damit liegt eine negative Weichenstellung vor, die erst bei Überwindung des Märzhochs von 10.113 Zählern zu den Akten gelegt werden kann und die Perspektiven dann wieder auf die Oberseite verschiebt. Vor dem Hintergrund, dass bald mit dem Mai eine eher dämpfende Aktienmarktphase beginnt (Sell in May and go away) sollte man von Bullenseite nicht allzuviel erwarten. Der April ist zwar statistisch ein sehr guter Aktienmarktmonat, aber dieses Zeitfenster schließt sich demnächst und der DAX sowie die meisten anderen europäischen Indizes sind jetzt bereits charttechnisch angeschlagen. Das ist keine gute Basis.

 



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