08.01.2018

Kann der EUR/USD neue Höchststände erreichen?

  • Zweitrangige Daten aus der Eurozone und Großbritannien    
  • Anleger warten auf das für Donnerstag geplante EZB-Sitzungsprotokoll    
  • US-Inflationszahlen werden am Freitag veröffentlicht


XTB: Zu Beginn des Jahres 2018 hat es enorme Veränderungen an den Märkten gegeben. Der EUR/USD gehörte zu diesen Märkten, da das Währungspaar das Jahr 2017 aufgrund der Schwäche des US-Dollar mit starken Marktbewegungen beendete. Doch war dieser Kursanstieg gerechtfertigt?

Händler werden in dieser Woche vor allem bei den neuen US-Inflationsdaten nach Antworten suchen. Außerdem wird das EZB-Sitzungsprotokoll die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, da dieses möglicherweise Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik der Zentralbank geben könnte.

Die Ölpreise verzeichneten im letzten Quartal 2017 eine beeindruckende Rallye, die neuen Daten zu den US-Lagerbeständen könnte möglicherweise entscheidende Impulse für die Fortsetzung des Trends liefern.

9.30 Uhr - Großbritannien, Halifax-Hauspreisindex für Dezember: Daten zum Zustand des britischen Immobilienmarktes. Befragte Ökonomen erwarten einen Wert von 3,3% im Jahresvergleich und 0,2% im Monatsvergleich. In beiden Fällen repräsentiert dies einen Rückgang gegenüber früheren Veröffentlichungen (3,9% bzw. 0,5%).

Diese Veröffentlichung könnte eine erhöhte Volatilität bei den GBP-Währungspaaren auslösen. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die jüngsten Abschläge im Einklang mit den Markterwartungen lagen.

11.00 Uhr - Eurozone, Einzelhandelsumsätze für November: Zweitrangige Daten aus der Eurozone. Einige Anleger könnten dieser Veröffentlichung jedoch Aufmerksamkeit schenken, da dies ein wichtiger Indikator für die Verbraucherausgaben ist. Diese machen einen bedeutenden Teil der Wirtschaftstätigkeit der Eurozone aus.

Die Märkte erwarten einen Wert von 1,4% im Monatsvergleich und 2,2% im Jahresvergleich. Dies ist besonders interessant, da die Veröffentlichung im Vormonat einen Rückgang von 1,1% verzeichnete. Man sollte jedoch bedenken, dass der Dezember normalerweise ein besserer Monat für die Einzelhandelsumsätze ist.

Was steht diese Woche noch auf de Agenda?
US-Inflationsdaten (Freitag, 14:30 Uhr):

Wenn es Zweifel an der Stärke der US-Wirtschaft gäbe, hätte sich das in den jüngsten Daten widergespiegelt. Nicht nur das, sondern die Wirtschaft profitiert zusätzlich von den fiskalischen Impulsen. Der US-Dollar blieb bislang jedoch unbeeindruckt, da seine Schwäche gegen Ende des Jahres ziemlich stark war.

Es gibt einen Grund dafür: Trotz der wirtschaftlichen Dynamik sind die Händler besorgt, dass es nicht ausreicht, eine höhere Inflation zu produzieren und wetten somit gegen die Fed. Daher setzt der US-Dollar nun voll auf eine Erholung der Inflationszahlen. Betroffene Märkte: EUR/USD, USD/JPY.

EZB-Sitzungsprotokoll (Donnerstag, 13:30 Uhr):

Die Renditen deutscher Bundesanleihen (BUND10Y in der xStation 5) erholten sich im Dezember und halfen dem Euro, da einige Händler darauf spekulierten, dass die sehr robusten wirtschaftlichen Bedingungen die Einstellung des QE-Programms im September rechtfertigen würden.

Von der EZB-Konferenz wissen wir nur, dass Mario Draghi keine Eile haben wird, eine solche Erklärung abzugeben. Händler werden daher einen genaueren Blick in das Protokoll werfen, um zu sehen, wie andere Zentralbankmitglieder denken.

Außerdem beginnen europäische Aktien, dem Euro große Aufmerksamkeit zu schenken, da eine zu rasche Aufwertung den Gewinnen schaden könnte. Betroffene Märkte: EUR/USD, DE30.

Rohöllagerbestände (Mittwoch, 16.30 Uhr):

Die beeindruckende Rallye auf dem Ölmarkt setzte sich im Dezember fort, da einige einmalige Ereignisse, hauptsächlich im Zusammenhang mit Pipelines (in Großbritannien, den USA und Libyen) das Angebot beeinträchtigten und die Preise trotz der extrem hohen spekulativen Positionierung weiter anstiegen ließ.

Der Januar ist ein Monat mit saisonalen Bestandserhöhungen in den USA, sodass Händler verstärkt nach Hinweisen zur aktuellen Marktlage suchen werden. Betroffene Märkte: OIL, OIL.WTI.



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