EUR/USD: Entwicklung auf dem US-Arbeitsmarkt

ActivTrades: Am vergangenen Freitag Nachmittag wurde die Entwicklung der Beschäftigung auf dem US-amerikanischen Arbeitsmarkt im vergangenen Juli veröffentlicht. Dabei kam es zu einer deutlichen Abweichung von den Prognosen der Analysten; einer Vorhersage eines Beschäftigungswachstums in Höhe von 180.000 neuen Arbeitsstellen steht eine tatsächliche Zunahme der Beschäftigung in Höhe von 250.000 Arbeitsplätzen gegenüber. Darüber hinaus entwickelten sich die durchschnittlichen Stundenlöhne in den Vereinigten Staaten im Vormonat mit +0.3% ebenso besser als erwartet wurde. Damit mehren sich die Indizien dafür, dass die FED noch in diesem Jahr ihre zweite US-Leitzinserhöhung seit der Finanzkrise von 2008 / 2009 beschließen wird; nach Bekunden der FED-Chair Janet Yellen macht das Zentralinstitut einen solchen Schritt maßgeblich von einer weiter anhaltenden Erholung am US-Arbeitsmarkt abhängig.

Die vorab beschriebenen US-Arbeitsmarktindikatoren führten zu einer deutlichen Aufwertung des US-Dollar gegenüber den wichtigen Weltwährungen und in Folge dessen zu einer signifikanten Zunahme der Volatilität in den Major FX-Pairs. Beispielsweise erfolgte im Kurs EUR USD  ab 14.30 Uhr innerhalb kurzer Zeit eine Abwärtsbewegung von ca. 100 Pips, die auf Basis des 30-Minuten-Charts und anderer Intraday Timeframes bis zum Abend in einem mehrstufigen, komplexen Retracement konsolidiert wurde. In EUR USD zeigen sowohl der 4-Stunden-Chart als auch der 1-Stunden-Chart eine intakte Abwärtsstruktur von tieferen Swing-Hochs und tieferen Swing-Tiefs, wobei das genannte Retracement im Bereich von 1.1150 Widerstand fand.

 

Für den Tradingtag am Montag gehe ich zunächst von einem verhaltenen Handel in EUR USD aus. Sollte auf dem Level, auf dem das Pair heute Morgen zu Beginn der europäischen Session am Devisenmarkt notiert, eine deutliche Zunahme der Verkaufsaufträge zu beobachten sein, kann man im ersten Schritt auf eine Preisbewegung bis zum Tief vom vergangenen Freitag bei 1.1045 spekulieren; ein signifikanter Ausbruch über das Referenzlevel bei 1.1150 führte vermutlich zu einem Test des 4-Stunden Swing-Tiefs vom letzten Donnerstag bei 1.1113.

 

Autor: Frank Marian

 

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