EURUSD Analyse: Anleger erwarten Zinssenkung

Admiral Markets: Die Anleger warten auf ein Zeichen der FED was die kurzfristige Geldpolitik angeht. Nachdem es zunächst so ausgesehen hat, als ob es zeitnah zu einer Zinssenkung kommen könnte, schwinden die Hoffnungen der Anleger zunehmend. Am Mittwoch wird sich der FED Chef vor einer Anhörung zur US Geldpolitik äußern.

Nachdem die letzten Wirtschaftsdaten nicht all zu schlecht ausgefallen sind, könnte sich die Zentralbank doch etwas mehr Zeit für den nächstenZinsschritt lassen. Das würde allerdings nicht der Erwartungshaltung der Anleger entsprechen.

Ende des Monats wird der neue britische Premierminister ernannt. Aktuell deutet alles auf Boris Johnson hin. Sollte er neuer Premierminister werden, so hat er bereits angekündigt den Austritt des Landes auf jeden Fall am 31.10.2019 zu vollziehen. In der Zwischenzeit will er den Vertrag mit der EU erneut aufschnüren und neu verhandeln.

So sehr sich viele Länder die Briten in der EUR wünschen, so sehr ärgern sich viele Länder mittlerweile über die Hängepartie. Die Bereitschaft noch einmal neu zu verhandeln ist in der EU ausgesprochen gering ausgeprägt.

 

 

Ob die Briten dann wirklich am 31.10.2019 austreten, gilt allerdings auch nicht als ausgemacht. Die EU hat aber verdeutlicht, dass sie einer weiteren Verschiebung nicht zustimmen wird.

Stand der Dinge heute.

 


EURUSD-Rückblick (03.07.2019
– 09.07.2019
)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1289 und damit 74 Pips unter dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Der EUR versuchte am Mittwochnachmittag nach Norden auszubrechen, kam aber nicht weit. Bereits bei 1,1311 war die Aufwärtsbewegung zu Ende. Bis Freitagmorgen ging es in einer engen Box seitwärts. Der EUR fiel dann am Freitag dynamisch zurück.

Es ging im Zuge dessen bis an die 1,1207. Erst hier gelang die Stabilisierung. Zu Wochenbeginn konnte sich der EUR nicht weiter erholen. Er pendelte in einer engen Box seitwärts. Am Dienstagnachmittag ging es dann unter die 1,1200. Im Dunstkreis dieser Marke etablierte er sich dann.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt deutlich unter dem Level der Vorperiode. Der EUR hat es mit einer Impulsbewegung knapp über die 1,1300 geschafft, weiter aber auch nicht.

 

 

Es ging dann postwendend wieder unter diese Marke. Das Tief im Betrachtungszeitraum lag zum einen unter dem Level der Vorperiode, aber auch unter der 1,1200. Der Wochenschluss lag deutlich unter dem Wochenschluss der Vorwoche. Die Range war mit 118 Pips vergleichbar wie fünf Handelstage zuvor.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1300/02 weiter bis an die 1,1309/11 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde exakt getroffen. Wir waren der Meinung, dass es im Bereich der 1,1300/02 schwer werden würde weiter zu kommen.

Diese Erwartung hat sich auch so realisiert.

Damit hat das Setup auf der Oberseite perfekt gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1200/1,1198 weiter bis an die 1,1188/86 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde aber vergleichsweise deutlich verfehlt.

  • Hoch*: 1,1311 Vorperiode: 1,1393
  • Tief*: 1,1193 Vorperiode: 1,1280
  • Wochenschluss: 1,1225 (1,1368)
  • Range*: 118 Pips Vorperiode: 113 Pips

*Betrachtungszeitraum 03.07.2019 – 09.07.2019 – Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr

 

 

EURUSD: Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,1349/71/98…..1,1414/24….1,1516/66/72…..1,1602/58
  • Euro-US: 1,1202…..1,1193/78/54/23/04…..1,1088/27….1,0955

Die wichtigen Marken auf Basis unseres Setups

  • Box-Bereich: 1,3039 bis 1,0504
  • Tagesschlusskurs-Marken: 1,1424 und 1,1157
  • Intraday-Marken: 1,1334 und 1,1203
  • Die Range: 1,3479 bis 0,9631

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

Chartcheck – Betrachtung im 4h Chart:

Der EUR ist in den letzten Handelstagen wieder deutlich unter alle wesentlichen Durchschnittslinien gefallen. Damit hat sich das Chartbild wieder eingetrübt. Die Aufwärtsbewegung an die 1,1412 vor zwei Wochen könnte damit ein klassischer Fehlausbruch gewesen sein. Der EUR hat es in den letzten Handelstagen nicht mehr geschafft, sich an die EMA20 (aktuell bei 1,1221) zu schieben. Diese Durchschnittslinie muss der EUR zunächst überschreiten, um dann Perspektive zu haben, an die EMA200 (aktuell bei 1,1264) bzw. an die EMA50 (aktuell bei 1,1273) zu laufen. Aufhellen würde sich das Chartbild erst mit einem Tagesschluss über der EMA50.

Sollte sich weitere Schwäche einstellen, so könnte er EUR übergeordnet bis an die 1,1100 und dann weiter an die 1,1050 laufen.

Fazit: Der EUR muss wieder über die EMA200/50 um weiteres Potential auf der Oberseite zu realisieren. Solange er unter diesen Durchschnittslinie notiert, könnten sich weitere Rücksetzer einstellen, die übergeordnet bis an die 1,1100 bzw. an die 1,1050 gehen könnten.

 

 

EURUSD-Setups in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Der EUR könnte zunächst versuchen, sich im Bereich der 1,1205 zu halten. Sollte dies gelingen, so könnte er versuchen, unsere nächste Anlaufmarke bei 1,1210/12 und dann bei 1,1220/22 zu erreichen. Denkbar ist, dass es bereits hier schwer werden könnte weiter zu kommen. Wird das Level aber mit Dynamik und mit Momentum erreicht, so könnte der EUR auch direkt weiter an unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,1230/32, bei 1,1235/37, bei 1,1244/46, bei 1,1251/53 und dann bei 1,1263/65 bzw. an die 1,1269/71 laufen. Sollte es der EUR bis an die 1,1263/71 schaffen, so könnten sich speziell hier Rücksetzer einstellen, bzw. die Aufwärtsbewegung könnte hier auch beendet sein.

Geht es aber über die 1,1269/71, so könnte der EUR unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1281/83, bei 1,1292/94 und dann bei 1,1300/02 erreichen. Kommt es hier zu keinen Rücksetzern, so wären unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1309/11, bei 1,1321/23, bei 1,1331/33, bei 1,1342/44, bei 1,1350/52 und dann bei 1,1361/63 zu finden. Über der 1,1361/63 könnte er dann unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1373/75, bei 1,1387/89, bei 1,1395/97 und dann bei 1,1404/06 erreichen. Kommt es hier zu keinen Rücksetzern, so könnte der EUR auch direkt weiter an unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,1413/15, bei 1,1421/23, bei 1,1430/32, bei 1,1441/43 und dann bei 1,1449/51 laufen.

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,1205 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst an die 1,1200/1,1198, an die 1,1188/86, an die 1,1177/75, an die 1,1169/67, an die 1,1156/54 und dann an die 1,1146/44 gehen. Rutscht der EUR unter die 1,1146/44, so könnte es dann an unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,1137/35, bei 1,1130/28, bei 1,1120/18 und dann an die 1,1112/10 bzw. an die 1,1103/01 gehen.

Bei ausgesprochener Schwäche wäre auch ein Erreichen unserer Anlaufziele bei 1,1095/93, bei 1,1088/86, bei 1,1071/69 und bei 1,1160/58 denkbar.

 

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/abwärts

 

 

Disclaimer

Diese Publikation liefert Markteinschätzungen, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 85 % der Retail Kunden verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Die Basisinformationsblätter („KID") zu den Handelsinstrumenten finden Sie hier (https://admiralmarkets.de/start-trading/kontoeroeffnung-leicht-gemacht/antraege-dokumente), den ausführlichen Hinweis zu Marktkommentaren hier und den ausführlichen Warnhinweis zu Handelsrisiken über folgenden Link: DISCLAIMER: https://admiralmarkets.de/risikohinweis Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar: Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen.

S&P 500 Analyse: Wo liegen weitere Ziele?

der marktbreite Standard & Poor´s 500 Index und die übrigen US-Indizes strotzen nur vor Kraft, trotz der wirtschaftlichen Unwägbarkeiten. Doch das Barometer könnte schon bald wieder an seine Grenze…

Aktie im Fokus: SAP – Analysten von HSBC und Bernstein sehen circa 15-20 Prozent Kurspotential

Die Aktie des DAX-Konzerns SAP notierte am 03. Juli 2019 auf einem letzten Hoch von 125,00 Euro. Seitdem fiel das Wertpapier bis zum 03. Oktober 2019 auf ein Verlaufstief von 102,52 Euro. Derzeit l…

Brent Öl – am seidenen Faden!

Der Ölpreis der Sorte Brent bewegt sich seit Anfang November in einer Range von rund 63 und 61 USD. Ein Ausbruchsversuch nach oben wurde am Freitag und am gestrigen Montag mit hoher Dynamik abgeblo…

Wirtschaftskalender: TV-Debatte zwischen Corbyn und Johnson

1430 Uhr | Kanada | Industrieumsätze (September) Die Verkaufsdaten zur kanadischen Fertigung verbesserten sich in der zweiten Jahreshälfte 2019. Der Wert für August zeigte einen Anstieg von 0,8% im…

Wann schlagen die Bären im EURCHF zurück?

Während EURCHF im Korrekturmodus ist, bietet die FX-Paarung GBPCAD weiteres Aufwärtspotential. Mit Blick auf die europäischen Indices schrieb der Schweizer SMI20 ein neues Allzeithoch und ebnet den…

Aktie im Fokus: RWE – Analysten sehen bis zu 20% Kurspotential

Die Aktie des DAX-Konzerns RWE notierte am 30. September 2019 auf einem letzten Zwischenhoch von 28,81 Euro. Seitdem fiel das Wertpapier bis zum 14. November 2019 auf ein Verlaufstief von 25,26 Eur…

Aktie im Fokus: BME – Übernahmekampf lässt spanischen Börsenbetreiber explodieren

Der europäische Börsenbetreiber Euronext und der Schweizer Börsenbetreiber SIX sind an einer möglichen Übernahme des spanischen Börsenbetreibers BME interessiert. Der BME Aktienkurs schießt um 35% …

Aktie im Fokus: Zooplus – Analysten uneins über weitere Kursentwicklung

Die Aktie des SDAX-Konzerns Zooplus notierte am 26. April 2019 auf einem Verlaufstief von 90,20 Euro. Das Wertpapier kletterte seitdem bis auf ein Zwischenhoch vom 21. Juni 2019 von 127,00 Euro. De…

Einkaufsmanagerindizes: Ist die Talsohle erreicht?

Die aktuellen Konjunkturumfragen wie die Einkaufsmanagerindizes deuten auf eine flächendeckende Stabilisierung im Oktober hin. Dies ist eine erfreuliche Entwicklung nach einem länger andauernden Ab…