Spekulationen über Bankenfusion vor Europawahl

Bankenverband: Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat am Freitagvormittag in London einen Bericht zurückgewiesen, die Bundesregierung poche auf eine Vorentscheidung über die Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank noch vor der Europawahl im Mai. Er könne sich nicht vorstellen, was die Europawahl mit einer Bankenfusion zu tun haben könnte.

Zuvor hatte die “Wirtschaftswoche” unter Berufung auf einen Insider gemeldet, Berlin mache Druck, weil nach der Wahl die zuständigen Stellen in Berlin und Brüssel erst einmal länger mit sich selbst beschäftigt seien. Die Unterstützung der Europäischen Union (EU) wäre jedoch erforderlich.

Dem Bericht zufolge gibt es Pläne, eine Abbaubank für beide Geldhäuser einzurichten. Auf diese Weise könnten die Institute von möglichen Altlasten befreit werden. Auch dies wies Scholz zurück. Es gebe keine Diskussion über eine Bad Bank, sagte er.

 

 

Es sei wichtig, einen starken Bankensektor zu haben, um tun zu können, was nationale Champions tun sollten. “Informierte Kreise” wurden auch dahingehend zitiert, dass Finanzminister Olaf Scholz und seine Berater die Fusion “unbedingt wollen”. Beide Geldhäuser lehnten einen Kommentar ab.

Deutsche-Bank-Konzernbetriebsratschef Frank Schulze sprach sich gegen ein Zusammengehen aus: “Aus meiner Sicht gibt es keinen Anlass, sich derzeit mit einer möglichen Fusion mit der Commerzbank zu befassen. Ich hoffe, dass die Politik ihre Weitsicht schärft, um die Konsequenzen einer solchen Entscheidung wirklich zu bewerten. Aktionismus hilft an der Stelle wenig”, sagte Schulze.

 

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