Skip to content
MENUMENU

Zinserhöhung in den USA erwartet

Bankenverband: Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) steht nach den bisherigen Signalen der Währungshüter am Mittwoch vor einer zweiten Zinserhöhung in diesem Jahr. Volkswirte erwarten, dass der Leitzins um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 1,75 bis 2 Prozent steigen wird.

„Der starke Arbeitsmarktbericht für Juni dürfte die Zweifel der bis dato noch unschlüssigen Fed-Führungsmitglieder ausgeräumt haben“, sagte Ökonom Mark Holman von Vontobel Asset Management. Einer weiteren Normalisierung der Geldpolitik stehe nichts im Wege, erklärte auch Fed-Beobachter Bernd Weidensteiner von der Commerzbank.

Mit höheren Zinsen dürften die Währungshüter versuchen, eine Überhitzung der Wirtschaft zu verhindern, die durch die Steuerreform von Präsident Donald Trump möglich wird. Die US-Arbeitslosenquote war zuletzt auf 3,8 Prozent gefallen – das niedrigste Niveau seit 18 Jahren. Die stärker anziehenden Preise nähern sich der von der Fed angestrebten Marke einer Jahresteuerung von 2 Prozent.

Ferner erhoffen sich Investoren Hinweise darüber, wie stark die Fed die Zügel in diesem Jahr noch anziehen wird. Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte dann am Donnerstag nach Einschätzung von Experten ebenfalls die Weichen für eine Zinswende stellen.

Volkswirte halten es für möglich, dass EZB-Chef Mario Draghi das bevorstehende Ende der Anleihekäufe signalisiert – eine wichtige Vorbedingung für spätere Zinserhöhungen. Börsianer gehen bislang davon aus, dass die Notenbank frühestens ab Mitte 2019 die Leitzinsen anhebt.

Weitere Meldungen:
Deutsche Zahlungsbilanz April 2018 – Leistungsbilanzüberschuss gesunken
Deutschland und Frankreich: Rasche Beschlüsse zu Euro-Reformen
EZB steuert auf wichtige Debatte über Anleihekäufe zu