Abwarten ist Trumpf

Bernstein Bank:  Erstmal locker zurücklehnen: Nach dem neuerlichen Jahreshoch vom Donnerstag lassen es die Anleger an der Frankfurter Börse am Freitagvormittag gelassen angehen. Denn am Nachmittag stehen die wichtigen Arbeitsmarktdaten aus den USA an. Diese werden die US-Futures und auch den DAX potenziell kräftig bewegen.

Unterstützung hat die Börse von US-Präsident Donald Trump erhalten:
Er hat eine Einigung im US-Handelsstreit mit China innerhalb von vier Wochen als möglich bezeichnet. Jetzt müssen er und die Führung in Peking liefern.

DAX pendelt unter 12.000
Lethargie in Frankfurt: Der DAX hat sich im Freitagvormittag mit leichten Verlusten knapp unter 12.000 Punkten eingependelt. Die Realtimekurse auf der Handelsplattform blinkten zuletzt eher träge – Bewegung war verpönt, Ausruhen war angesagt. Kein Wunder: Am Donnerstag hatte der Leitindex erstmals seit Anfang Oktober wieder den Sprung über die Marke von 12.000 Zählern geschafft. Konkret erreichte der DAX 12.029 Zähler.

 

 

 

 

Konjunktur versus Charttechnik
Für Unterstützung sorgten am Freitag positive Nachrichten aus der deutschen Wirtschaft. Die Firmen hierzulande haben ihre Produktion im Februar trotz sinkender Aufträge in der Industrie gesteigert. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 0,7 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium meldete.

Zwei Fakten sorgen in Bezug auf den DAX allerdings bei Freunden der technischen und der Chartanalyse für Stirnrunzeln: Zum einen ging der jüngste Anstieg nur mit niedrigen Umsätzen einher. Das heißt, das Plus ruht nur auf wenigen Schultern. Falls die ihre Meinung ändern, kann es ganz schnell abwärts gehen. Zum anderen haben wir im Kerzen-Tages-Chart der vergangenen fünf Tage nun schon zwei Gaps. Kurslücken werden normalerweise geschlossen, die Frage ist wann. Das Futter für die Bären steht also bereit.

Hoffnung auf Deal im Zollstreit
Zuletzt aber zeigten sich die meisten Broker optimistisch: Angesichts des erhofften baldigen Endes im Zollstreit zwischen den USA und China sei die Grundstimmung positiv. Trump hatte gestern verkündet, die USA und die Volksrepublik seien auf gutem Weg zu einem „großartigen Abkommen“. Auch Chinas Vize-Premierminister Liu He sprach von großen Fortschritten. Der Optimismus im Weißen Haus steckte auch die Anleger in Japan an: Der Nikkei-Index stieg am Freitag um 0,3 Prozent auf 21.793 Punkte. Die Börsen in China blieben wegen eines Feiertags geschlossen.

 

 

 

 

Gewinne an der Wall Street
Die jüngste Gewinnserie in New York hatte sich somit am Donnerstag wegen des erhofften China-Deals fortgesetzt. Zudem zeigt sich der US-Arbeitsmarkt weiter robust. So ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf den tiefsten Stand seit fast 50 Jahren gefallen. Kein Wunder, dass der Dow Jones zur Schlussglocke einen Gewinn von 0,6 Prozent bei 26.385 Punkten einfuhr. Das ist der höchste Stand seit Anfang Oktober. Der S&P 500 zog um 0,2 Prozent auf 2879 Zähler an. Nur der Nasdaq 100 gab um rund 0,1 Prozent auf 7541 Zähler nach.

US-Jobdaten im Fokus
Das Beste kommt immer zum Schluss: Das Highlight der Börsenwoche wird am Freitagnachmittag der US-Arbeitsmarktbericht für den Monat März. Um 14.30 Uhr wird es richtig spannend. Die Prognosen liegen bei einem Plus von 176.000 neuen Jobs außerhalb der Landwirtschaft. Jede Enttäuschung dürfte die Angst vor der Rezession wieder anfachen. Jeder Übererfüllung dürfte den Bullen neue Kraft verleihen. Die Bernstein Bank wünscht Ihnen, dass Sie sich mit Ihren CFD-Trades auf der richtigen Seite platzieren!

 

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