Der DAX klettert langsam weiter – Broker in Asien greifen zu

Bernstein Bank: Die US-Indizes haben einmal mehr neue Rekorde verbucht. Der DAX schafft es im frühen Handel fast wieder auf ein Jahreshoch. Marktbewegende News waren spärlich gesät.

Rastlos nach oben
Der DAX hätte sich eigentlich eine Ruhepause verdient: Am Montag war der deutsche Leitindex mit 13.136 Zählern auf dem höchsten Stand seit anderthalb Jahren aus dem Handel gegangen. Im Verlauf hatte der Indikator 13.166 erreicht. Zuletzt notierte der deutsche Leitindex wieder 0,1 Prozent fester bei 13.154 Punkten.

Viel fehlt nicht mehr zum Allzeithoch, die 13.596 Punkte aus dem Januar 2018 liegen gut 3 Prozent über dem aktuellen Stand.

 

Immer wieder Zoll-Hoffnung
Einmal mehr analysierten die Anleger News zum Thema Zollstreit. Zunächst berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf einen hochrangigen Vertreter der US-Regierung, Peking und Washington könnten im Rahmen eines Teilabkommens einen Teil der zuletzt eingeführten Zölle zurücknehmen.

Auch die „Financial Times“ meldete, US-Politiker überlegten, Zölle auf Güter im Wert von 112 Milliarden Dollar als Konzession für Phase 1 zu canceln. Die Strafzölle in Höhe von 15 Prozent auf Waren wie Kleidung oder Computer-Monitore waren am 1. September eingeführt worden. Im Gegenzug verlangten die USA einen stärkeren Schutz für das geistige Eigentum von US-Firmen.

Derweil versprach der chinesische Präsident Xi Jinping auf einer Messe Schritte zur Öffnung des heimischen Marktes für ausländische Investoren.

 

 

Broker in Asien greifen zu
Der chinesische CSI-300 reagierte mit einem Spurt über die 4.000er-Marke und schloss 0,6 Prozent fester bei 4.003 Zählern. Der Nikkei 225 stieg nach der Feiertagspause um 1,8 Prozent auf 23.216 Zähler.

 

Hausse in New York
Am Abend zuvor hatte sich die Rekordjagd an der Wall Street fortgesetzt. Was kümmerte es die Anleger angesichts der gestrigen News zum Zoll-Deal, dass der Auftragseingang für die US-Industrie im September stärker gefallen war als erwartet.

Nun schaffte auch der Dow Jones einen neuen Höchststand, er schloss mit einem Gewinn von 0,4 Prozent auf 27.462 Zähler. Der S&P 500 zog den Schlussrekord um weitere 0,4 Prozent auf 3.078 Zähler nach oben. Und der Nasdaq 100 legte das Hoch mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 8.211 Stellen. Alle wichtigen US-Indizes rissen übrigens mit dem gestrigen Move ein kleines Aufwärtsgap.

Die Wall Street ist ansonsten Sorglosland, wie ein Blick auf den VIX belegt:
Der Angstindikator hielt sich zuletzt knapp unter 13 Punkten – ein Niveau von dem es im vorigen Juli nach einigen Anläufen steil nach oben ging.

 

Erdöl-Warnung von der OPEC
Derweil sandte das Ölkartell OPEC eine bearishe Wortmeldung an den Ölmarkt aus. Im jährlichen World Oil Outlook (WOO) senkte die OPEC die Wachstumsschätzung von 1,4 Millionen Barrel pro Tag in 2018 auf 0,5 Millionen Fass bis zum Ende der nächsten Dekade. Ansonsten bezeichnete die Organisation die vergangenen zwölf Monate als eine Herausforderung.

Allerdings stellt sich die Frage, wie valide eine Schätzung ist, die mehrere Jahre in die Zukunft reicht.

 

 

Das bringt der Tag
Am Nachmittag stehen einige potenziell marktbewegende Termin an.

Zunächst läuft die US-Handelsbilanz für September ein, dies um 14.30 Uhr.

Kurz darauf folgt um 15.45 Uhr der Markit PMI Service für Oktober.

Und um 16.00 Uhr wird der ISM-Index Dienstleistungen 10/19 gemeldet.

 

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