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Die Türkische Lira stürzt weiter ab

Bernstein BankDer Verfall der Türkischen Lira nimmer weiter Fahrt auf. Alleine am heutigen Freitag verlor die Lira in der Spitze um bis zu 12% an Wert gegenüber dem US-Dollar. Für das laufende Jahr 2018 beträgt der Wertverlust mittlerweile 35%. Diese Turbulenzen übertragen sich auch auf den Zinsmarkt. 10jährige Anleihen rentieren mittlerweile bei 20%.

Der Markt verliert zunehmend den Glauben an die Versprechen von Präsident Erdogan und dessen Finanzminister Albayrak, der gleichzeitig auch sein Schwiegersohn ist, die Wirtschaft anzukurbeln und „ein neues Wirtschaftsmodell“ zu implementieren. Hinzu kommen Bedenken von Seiten der EZB über das Exposure europäischer Banken in der türkischen Währung.

Die Sorgen sind nicht ganz unbegründet. Wie die Financial Times, ohne Angaben von konkreten Zahlen, berichtet sind die UniCredit (Italien), BNP Paribas (Frankreich) und die BBVA (Spanien) „signifikant exponiert“ in der Türkei. Ob der Appell von Präsident Erdogan der Lira hilft mag bezweifelt werden. Er schlägt vor „Dollar, Euros und Gold aus dem Kopfkissen zu holen und zur Bank zur bringen!“

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