Rekorde, Rekorde, Rekorde

Bernstein Bank: Blow-off an der Wall Street – Zögern und Zaudern in Frankfurt. Während die wichtigen US-Indizes am Freitag abhoben, traut sich der DAX zum Wochenbeginn wieder nicht aus der Deckung.

Die Anleger wollen endlich ein unterschriebenes Abkommen zwischen China und den USA sehen.

DAX mit angezogener Handbremse

Einmal mehr das gleiche Spiel an der Frankfurter Börse: Die Aktionäre ignorierten die Vorgaben aus den USA und bleiben in Deckung. Der DAX hielt sich zuletzt unverändert bei 13.246 Zählern. Einige Broker verwiesen auf das Doppel-Hoch bei 13.301 und 13.308 Punkten, das der deutsche Leitindex besser überzeugend knacken sollte.

Falls dies gelingt, dürfte der DAX Kurs nehmen auf das Allzeithoch von Anfang 2018 bei 13.597 Zählern.

Zähl hielt sich die Skepsis wegen des noch immer ausstehenden finalen Teil-Deals zwischen China und den USA.

Asien-Börsen ziehen an

Die Börsianer in China griffen dennoch zu. Der chinesische CSI-300 zog um 0,8 Prozent an auf 3.908 Zähler. Für gute Laune sorgte zudem eine überraschende, wenn auch moderate Zinssenkung der chinesischen Nationalbank. Erstmals seit Oktober 2015 senkte die People’s Bank of China die Reverse-Repo-Rate von 2,55 auf 2,5 Prozent.

Außerdem pumpte sie über 180 Milliarden Yuan oder 26 Milliarden Dollar ins System. Auch der Hang Seng kletterte 1,4 Prozent auf 26.681 Punkte, weil ein Gericht das derzeitige Vermummungsverbot als verfassungswidrig verworfen hat.

 

 

Derweil hat die Polizei die Hong Kong Polytechnic University gestürmt.

In Tokio schloss der Nikkei 225 rund 0,5 Prozent höher bei 23 417 Punkten.

 

Peking verkauft Dollar und kauft Gold

Derweil verwies CNBC unter Verweis auf ANZ Research auf eine interessante Entwicklung in China. Demnach reduziert Peking weiter seine Abhängigkeit vom Dollar, das Decoupling werde sich beschleunigen. Genaue Bestände sind nicht bekannt, doch die Analysten vermuten, dass China im Juni rund 59 Prozent seiner Reserven in Dollar hielt.

Doch auf der Einkaufsliste sollen künftig verstärkt Sterling, Yen und Euro stehen.

Derweil sind im Oktober die offiziellen Goldreserven auf den Rekordstand von 1.957 Tonnen gestiegen.

 

Dow über 28.000
Die Wall Street kümmerte all das nicht – die Hausse hielt am Freitag weiter an. Sowohl Dow Jones Industrial, S&P 500 als auch Nasdaq Composite gingen zum Schluss auf neuen Rekordhochs ins Wochenende. Konkret zog der Dow Jones 0,8 Prozent an 28.004 Punkte. Der Nasdaq Composite zog um 0,7 Prozent an auf 8.540 Punkte.

Und der marktbreite S&P 500 legte 0,8 Prozent auf 3.120 Punkte zu. Für Freude sorgten die Aussagen von Wirtschaftsberater Larry Kudlow vom Donnerstagabend, wonach die Handelsgespräche in die finale Phase gingen – wir hatten an dieser Stelle darüber berichtet.

 

Die Öldämme brechen
Der Branchendienst Oilprice.com verbreitete derweil vor dem Treffen der OPEC+ kommenden Monat in Wien Skepsis für die Öl-Bullen.

Die aktuellen Produktionskürzungen laufen im März 2020 aus, dürften aber verlängert werden.

 

 

Wichtig: Das globale Angebot könne in 2020 weiter rapide steigen und das Anziehen im Verbrauch übertreffen.

Laut neuen Zahlen der International Energy Agency (IEA), könnte das Non-OPEC-Angebot um erstaunliche 2,3 Millionen Fass pro Tag anziehen; die meisten Schätzungen lägen derzeit bei plus 1,2 Millionen Barrel pro Tag (mb/d). Verwantwortlich sei nicht nur US-Shale, sondern auch eine erwartete Steigerung der Produktion in Brasilien, Norwegen und Guyana.

WTI hielt sich zuletzt unverändert bei 57,73 Dollar, Brent staginierte bei 63,32 Dollar.

 

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