Wall Street gefangen im Niemandsland

Bernstein Bank: Die Unentschlossenheit an der US-Börse ist in den vergangenen Tagen mit Händen zu greifen gewesen. Sichtbarer Beleg dafür ist die Charttechnik: Die Wall Street ist mit sämtlichen wichtigen Indizes im Niemandsland zwischen dem gleitenden 50-Tage-Durschnitt und der 200-Tage-Linie gefangen. Dort werden die Indizes nicht auf ewig verharren – bald heißt es wohl hopp oder topp.

Keine Krisen-Klärung in Sicht
Ein Schritt vor, einer Zurück – der weltweite Handel wartet auf eine klare Ansage in den diversen Krisen. Bestimmende Themen waren und sind der Zollstreit zwischen China und den USA sowie das Hochkochen der Iran-Krise mit potenziell heftigen Auswirkungen auf den globalen Ölmarkt. Laut einer Umfrage von Reuters/Ipsos gehen 51 Prozent der Amerikaner von einem militärischen Konflikt in den kommenden Jahren aus.

Das sind acht Prozentpunkte mehr als bei einer ähnlichen Umfrage im Juni. Genug Zucker im Tank also, um den Börsen-Motor zum Stottern zu bringen.

 

 

Gefangen zwischen 50- und 200-Tage-Linie
Die Konsequenz: Sowohl S&P 500, Nasdaq 100 als auch Nasdaq Composite sind in den vergangenen Sitzungen unter die 50-Tage-Linie gerutscht. Und hier hängen alle Indizes im Tages-Kerzen-Chart über der 200-Tage-Linie, die von unten wie ein Magnet auf die Kurse wirkt. Am meisten wehren sich noch die Hightech-Indizes gegen den Sog nach unten.

Am wenigsten Widerstand gegen den Sog hat der Dow Jones Industrial gezeigt:
Früher als die anderen Indizes ist er in die Region zwischen Tag und Nacht eingebogen.

Damit stellt sich die Frage, wie es weitergehen könnte. Manchmal verlassen die Indikatoren das Terrain der Unentschlossenen ganz unspektakulär mit einer Seitwärtsbewegung. Mitunter aber auch nicht – ein großer Knall und ein Absturz ins Bären-Terrain ist die zweite Variante. Ein lauter Freudenschrei und ein Ausbruch nach oben in die Bullen-Region ist die dritte Möglichkeit.

 

Behalten Sie also unbedingt in den kommenden Tagen die regelmäßigen Markt-Updates auf Ihrem Trading-System im Blick. Und das noch aufmerksamer als zuvor. Eine Entscheidung an der amerikanischen Börse und im weltweiten Handel bahnt sich an. Themen, die entweder einen Kaufrausch oder eine Baisse auslösen, gibt es genug.

Die Bernstein-Bank wünscht Ihnen viel Erfolg bei Ihren Trades!

 

Disclaimer

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. 76% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Dow Jones: Weiterhin trendlos!

Der Abwärtstrend im Dow-Jones (siehe kobaltblauer diagonaler Linienverlauf) ist nicht mehr gültig. An der somit vorherrschenden Trendlosigkeit hat auch die zurückliegende Handelswoche leider nichts…

12 Fakten zur Rente – Wissenswertes zum Thema Sparen und Altersvorsorge

Wußten Sie das Das deutsche Altersvorsorgesystem ist nicht so wettbewerbsfähig wie die Wirtschaft des Landes. Und nicht einmal zehn Prozent der Babyboomer wollen bis zum gesetzlichen Renteneintritt…

ETF-Barometer: Nettozuflüsse für Exchange-Traded-Funds haben sich im Mai halbiert

Die Nettozuflüsse am europäischen Markt für Exchange-Traded-Funds (ETF) haben sich halbiert. Während im April 2019 noch 3,7 Milliarden Euro in den Markt flossen, waren es im Mai lediglich 1,8 Milli…

Aktie im Fokus: Rational – Noch ein Ausbruchskandidat

Der führende Anbieter von Großgeräten und Dienstleistungen für die thermische Speisenzubereitung in Groß- und Gewerbeküchen Rational steckt seit Februar in eine immer kleiner werdende Seitwärtskons…

Gold steigt trotz starkem USD

Der Goldpreis hat mit 1.355 USD pro Unze den höchsten Stand seit April 2018 erreicht, was hauptsächlich auf die steigenden Spannungen im Nahen Osten sowie den schwachen Daten aus China zurückzuführ…

DAX prallt am Widerstand ab – China- Daten und Tankerangriff belasten

Der Deutsche Aktienindex ist heute wie aus dem Lehrbuch der Charttechnik am Widerstand bei 12.180 Punkten abgeprallt. Zu schwach waren zum einen die Wirtschaftsdaten aus China. Zum anderen nimmt di…

Die Anleger gehen in Deckung

Abwarten lautet die Devise zum Wochenschluss. Der DAX bröckelt ein wenig. Broker beobachten argwöhnisch die Eskalation im Persischen Golf. Zumal weiter Funkstille herrscht im Zollstreit zwischen Ch…

Aktie im Fokus: EasyJet – Bullen stark unter Druck

Insgesamt beherrscht eine grobe Seitwärtsphase seit Anfang 2013 das Handelsgeschehen in der EasyJet-Aktie, das Wertpapier schwankt zwischen 850,50 und 1.927 GBp seitdem seitwärts. Das letzte markan…

DE30: Broadcom senkt Umsatzprognose, Infineon fällt

Eskalierende Spannungen im Mittleren Osten sowie der immer noch ungelöste Handelskonflikt zwischen den USA und China belasten derzeit die globalen Aktienmärkte. Kombiniert mit den heute veröffentli…