DAX rauscht nach unten – SAP, Daimler, der Handelsstreit und die Charttechnik belasten

CMC Markets: 120 Punkte Minus im Deutschen Aktienindex – 100 davon gehen allein auf das Konto von SAP, die nach enttäuschenden Zahlen um sieben Prozent einbrechen. Es ist der wohl schlechteste Start in die Berichtssaison am deutschen Aktienmarkt, den man sich hätte vorstellen können. Auch an der Wall Street hat sich die Stimmung stark eingetrübt, nachdem IBM und Netflix die Erwartungen nicht erfüllten und nachbörslich ins Rutschen kamen. Zudem senkt Standard & Poor’s den Ausblick für Daimler auf negativ.

So hat der DAX bei rund 12.500 Punkten aus technischer Sicht erst einmal ein Top ausgebildet. Von dort aus könnte es jetzt bis auf 11.835 Punkte runtergehen, wenn es dem Markt nicht gelingt, das Niveau zeitnah wieder zurückzuerobern. Den Anlegern an der Frankfurter Börse wird immer mehr bewusst, dass aus der erhofften Erholung des Wirtschaftswachstums in der zweiten Jahreshälfte nichts wird.

Die Nachricht, dass die Ratingagentur Standard & Poor’s den Kreditausblick für Daimler von stabil auf negativ senkt, war nach der zweiten Prognosesenkung des Stuttgarter Autobauers innerhalb von nur drei Wochen der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Auch Volkswagen wird über die nächsten zehn Jahre 30 Milliarden Euro investieren müssen, um die Transformation zum Elektroauto hinzubekommen.

 

 

Nach den vielen Gewinnwarnungen und dem Abgasskandal ist die gesamte Branche angeschlagen. Wenn sich nun noch durch eine Abstufung einer viel beachteten Rating-Agentur die Kapitalkosten erhöhen, sind das nicht die Nachrichten, die die Börse derzeit hören will.

Die Party an der Wall Street beendete gestern auch eine Nachricht, die das Wall Street Journal über die laufenden Verhandlungen um einen Handelsvertrag zwischen den USA und China in Umlauf brachte. Offenbar sind die Gespräche zuletzt ins Stocken geraten, da man im Weißen Haus nicht weiß, wie man mit dem vermeintlichen Sicherheitsrisiko einer kompletten Freigabe von Huawei umgehen soll.

Zuvor hatte sich US-Außenminister Pompeo wenig erfreut darüber geäußert, wie China mit den Uiguren umgehe. Man denke im Weißen Haus bereits über eine entsprechende Antwort nach, wegen der laufenden Gespräche halte man Sanktionen aber vorerst noch zurück. Das noch nach dem G20-Gipfel nach außen hin vermeldete, positive Bild über weitere Fortschritte bekommt somit wieder erste Risse, die die Investoren nachdenklich stimmen.

 

 

Disclaimer

Die Inhalte dieses Artikels (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahin gehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 80% der Kleinanleger verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Sie sollten auch unsere Risikowarnungen für die jeweiligen Produkte lesen. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.

Folgt jetzt die Goldpreis-Rallye 2.0?

Seit Anfang September musste der Goldpreis kontinuierlich marginale neue Tiefs hinnehmen. Im November stabilisierte sich das gelbe Metall oberhalb des ehemaligen Ausbruchsniveaus bei 1.450 Dollar j…

Der DAX zieht moderat an – Broker warten auf die EZB

Die Fed hat gesprochen, nun ist die EZB dran. Und die Briten gehen zur Wahl. Vor der großen Zollentscheidung am Sonntag greifen die Anleger moderat zu. Gibt es bis dahin einen Phase-1-Deal oder wer…

Aktie im Fokus: Deutsche Bank – Analysten setzen Kursziele zwischen 5 und 8 Euro

Die Aktie des DAX-Konzerns Deutsche Bank notierte am 16. August 2019 auf einem langfristigen Verlaufstief von 5,77 Euro. Bis zum 12. September 2019 stieg das Wertpapier dann bis auf ein letztes Hoc…

Aktie im Fokus: TUI – Wo lohnt wieder ein Einstieg?

Der weltgrößte Reisekonzern Tui hat unter dem Flugverbot des Mittelstreckenjets Boeing 737 MAX zu leiden. Der Nettogewinn von 727 Mio. Euro sackte auf 416,2 Mio. Euro ab, was einem Abschlag von kna…

EUR/USD auf dem Vormarsch!

Nun ist es amtlich. Die Federal Reserve lässt nach drei Zinssenkungen in Folge den Zinssatz unverändert. Nach der Bekanntgabe sank der EUR leicht konnte sich aber ganz schnell wieder stabilisieren …

Wirtschaftskalender: Einige Zinsentscheide und Wahlen in Großbritannien

0930 Uhr | SNB-Zinsentscheid Die Schweizerische Nationalbank ließ die Zinsen im September unverändert, senkte ihre gesamten Inflationsprognosen und erhöhte den Multiplikator für die Mindestreserven…

EURUSD Analyse: Übergeordnetes Anlaufziel 1,1150

EUR/USD Analyse mit Set-ups und Wochenausblick – für aktive Forex-TraderWochenanalyse (Betrachtungszeitraum 11.12.2019 – 17.12.2019)Rückblick (04.12.2019 – 10.12.2019)Der EURUSD bewegte sich zu Beg…

ifo Präsident Fuest: Finanztransaktionssteuer ist ein Schritt in die falsche Richtung

Der ifo-Präsident Clemens Fuest hat die geplante Finanztransaktionssteuer kritisiert. „Diese Steuer ist ein Beispiel für eine Politik, die vorgibt, Probleme zu lösen, sie aber tatsächlich eher vers…

Treiben die Bullen GBPCHF auf Jahreshochs?

GBPCHF hat das Potential die Marke von 1,30 zu brechen und das Jahreshoch zu testen.Während im CHFJPY weitere Zuwächse nicht sicher sind, sind die Bullen im italienischen Aktienindex IBEX 30 sehr a…