DAX tritt den Rückzug an – Gold und Bitcoin bleiben gefragt

CMC Markets: Vor dem handelspolitischen Poker auf dem G20-Gipfel in Osaka befinden sich die Börsen auf dem Rückzug. Der Deutsche Aktienindex testet die bei 12.180 Punkten liegende Unterstützung. Je nachdem, ob diese bis zum Wochenende hält oder nicht, hat man die Antwort auf die Frage, welches Szenario die Anleger in die Kurse einpreisen.

Eine konstruktive Einigung mit der Aussicht auf ein zeitnahes Handelsabkommen zwischen China und den USA oder ein Scheitern der Gespräche mit düsteren Aussichten für die Weltwirtschaft.

Scheitern die Gespräche erneut, dürfte es nur Verlierer geben. Strafzölle sind zwar ein Werkzeug, die Chinesen an den Verhandlungstisch zu zwingen. Strafzölle aber sind auch toxisch, wenn sie zu lange angewandt werden. Und die Weltwirtschaft zeigt schon sichtbare Vergiftungsanzeichen.

 

 

Kurzfristige geldpolitische Antibiotika können nur die Symptome lindern, aber nicht die Ursachen bekämpfen, wenn der Patient danach immer weiter vergiftet wird. Die steil steigenden Preise für Gold und Bitcoin sind das Fieberthermometer, an dem sich der bereits akute Erkrankungsgrad des Patienten Weltwirtschaft ablesen lässt.

An der Wall Street stehen die Indizes in Tuchfühlung zu ihren Allzeithochs. Ein Erfolg in Osaka könnte dagegen zu einer Auflösung der fast eineinhalb Jahre alten Seitwärtsbewegung führen.

Damit liegt es jetzt einzig und allein in der Hand der Chinesen und Amerikaner, die Kuh vom Eis zu holen.

 

 

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