Continental: Hohe Belastungen drücken die Aktie

  • Potenzielle Aufwendungen für Gewährleistungen und anhängige Kartellverfahren sowie
  • die Folgen dreier Erdbeben in Japan und hohe F&E Vorleistungen belasten das berichtete und das bereinigte EBIT des Geschäftsjahres 2016 der Automotive Group mit etwa 480 Mio Euro und wirken sich auf den zuletzt am 3. August 2016 geänderten Konzern-Ausblick negativ aus.


Continental AG
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In den vergangenen Tagen haben sich mehrere, voneinander unabhängige Sachverhalte zu folgendem Gesamtbild verdichtet: Die Divisionen Chassis & Safety und Interior rechnen aufgrund von Gewährleistungen für Produkte, die mehrheitlich in den Jahren 2004 bis 2010 ausgeliefert wurden, und wegen möglicher Aufwendungen für anhängige Kartellverfahren mit potenziellen Belastungen in Höhe von insgesamt etwa 390 Mio Euro.


Zulieferer in Krisensituation


Die Lieferantensituation eines Zulieferers für Mikrocontroller hat sich aufgrund eines neuerlichen Erdbebens am 31. August 2016 in der Region Kumamoto, Japan, weiter verschlechtert. Deswegen rechnet die Division Interior im laufenden Jahr mit einem Umsatzausfall in Höhe von mindestens 100 Mio Euro (bisher 50 Mio Euro). Das EBIT wird aufgrund von Sonderfrachten, Produktanpassungen und höheren Fertigungskosten mit etwa 50 Mio Euro belastet.

Höher als erwartet ausfallende F&E-Vorleistungen belasten darüber hinaus die Divisionen Interior und Powertrain mit zusätzlich etwa 60 Mio Euro. Dadurch wird die bereinigte EBIT-Marge der Division Powertrain im Jahr 2016 unter der des Vorjahres von 5.7 % liegen. Diese Belastungen können nur in Teilen aufgefangen werden. In Summe bedeuten diese Sachverhalte einen negativen Effekt auf das berichtete und das bereinigte EBIT der Automotive Group in Höhe von etwa 480 Mio Euro.

Auswirkungen auf den zuletzt am 3. August geänderten Ausblick für den Konzern ergeben sich wie folgt:

  • Der Umsatzausblick für den Konzern wird trotz der Situation in Japan weiter bei rund 41 Mrd Euro vor Währungskurseinflüssen bestätigt
  • Die  bereinigte EBIT-Marge für den Konzern wird im laufenden Jahr bei über 10,5 % liegen (bisher über 11 %)
  • Der Umsatzausblick für die Automotive Group wird bei rund 25 Mrd Euro vor Währungskurseinflüssen bestätigt
  • Der Ausblick für die bereinige EBIT-Marge der Automotive Group wird auf über 6,5% zurückgenommen (bisher über 8,5 %)
  • Der Ausblick für die Rubber Group (Umsatz über 16 Mrd Euro vor Währungskurseinflüssen und bereinigte EBIT-Marge über 17 %) wird bestätigt
  • Alle übrigen Elemente des Ausblicks (negative Sondereffekte in Höhe von rund 100 Mio Euro, negatives Zinsergebnis besser als 250 Mio Euro, Konzernsteuerquote unter 30%, Investitionen vor Finanzinvestitionen bei rund 6% vom Konzernumsatz und Free Cashflow vor Akquisitionen von mindestens 2 Mrd. Euro) werden bestätigt



Hinweis der Redaktion: Letzter

Continental Insider Kauf

in Höhe von 100.394 Euro

 

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