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Ausblick 2019: Gründe optimistisch zu bleiben

Erste Asset Management (Erste AM), die Kapitalanlagegesellschaft der Erste Bank und Sparkasse, sieht Anzeichen, dass die Weltwirtschaft 2019 einen etwas langsameren Gang einlegt.

Eine Reihe von wichtigen Frühindikatoren deutet auf eine graduelle Abschwächung des realen globalen Wirtschaftswachstums hin. Das Niveau bleibe aber gut, d.h. mit einem prognostizierten Wert von etwa 3,25 Prozent über dem langfristig zu erwartenden Wert (dem Potenzial).

Störfeuer: China, Handelsstreit, Italien und Brexit
Zwar sei die Anzahl der Länder mit sinkendem Wachstum gestiegen, aber keine einzige Wirtschaft zeige ein negatives Wachstum seines Bruttoinlandsproduktes. Die Gefahr einer Rezession im nächsten Jahr sei daher sehr gering, sagt Heinz Bednar, Vorsitzender der Geschäftsführung der Erste Asset Management bei einem Pressegespräch zum Jahresausblick 2019.

 

 

Vor dem Hintergrund der im November deutlich gefallenen Aktienkurse und Notierungen von Unternehmensanleihen sieht Bednar intakte Chancen für Anleger an den internationalen Kapitalmärkten.

Mögliche Störfeuer, wie ein Ausufern des Budgetstreites der EU mit Italien, ein harter Brexit (unregulierter Austritt Großbritanniens aus der EU) und ein Ende des „Waffenstillstands“ zwischen den USA und China im Handelsstreit, könnten erneut zu höheren Volatilitäten führen. Um reale Renditen zu erzielen, gebe es zu Aktien und höher rentierenden Unternehmensanleihen kaum Alternativen, so Bednar.

Auch bei den heuer aufgrund der Zinserhöhungen im Dollarraum in Mitleidenschaft gezogenen Schwellenländern sehen die Experten der Erste Asset Management selektive Einstiegschancen in Lokalwährung.

Wie Gerold Permoser, Anlagechef (CIO – Chief Investment Officer) der Gesellschaft ausführte, halte sich die Inflationsgefahr in Grenzen. Lediglich in den USA, wo die Federal Reserve ihr 2,0 Prozent-Ziel erreicht habe, könnte die niedrige Arbeitslosenrate die Inflation nach oben treiben.

In Europa bleibe die Inflation unter dem Zentralbank-Ziel von 2,0 Prozent. Das höhere Wachstum der Arbeitskosten mache sich noch nicht bemerkbar. In China gebe es sogar einen Rückgang der Inflation aufgrund gefallener Produzentenpreise. Auch der deutlich gefallene Ölpreis dämpfe den Preisauftrieb.

 

 

Zentralbanken könnten eine Pause einlegen
„Solange die Inflation in den entwickelten Volkswirtschaften niedrig bleibt, haben die Zentralbanken den Spielraum, im Fall einer drastischen Verschärfung des Finanzumfeldes im Zinsanhebungszyklus zu pausieren“, so Permoser. Das gelte insbesondere für die Zentralbank der USA, die aufgrund der Schwächezeichen am Immobilienmarkt zuletzt eine „Pause“ im Zinserhöhungszyklus angedeutet habe.

Eine abermalige Erhöhung der Leitzinsen im Dezember sei zwar an den Märkten eingepreist, ob 2019 weitere Zinsschritte folgen werden, sei mittlerweile fraglich. Auch im Euroraum sieht Permoser kein Umfeld stark steigender Leitzinsen. Es könnte zu einer Zinsanhebung durch die EZB kommen, allerdings sei offen, wann dies geschehe.

Die Volatilität werde auch 2019 ein Thema an den Rentenmärkten sein. In einem Umfeld stabiler Renditeniveaus und intakter Wachstumschancen bevorzugt die Erste Asset Management Hochzins-Unternehmensanleihen in Europa und in den USA sowie Schwellenländer-Unternehmensanleihen in lokaler Währung.

 

 

Aktien bleiben der Favorit unter den Anlageklassen
Politische Risiken und eine leichte Konjunkturabkühlung einerseits, weiterhin niedrige Zinsen und robuste Unternehmensgewinne andererseits lassen Aktien auch für 2019 als attraktivste Anlageklasse erscheinen. Zwar wurden die Börsen-Bullen eingebremst, man müsse Investitionen in Aktien langfristig betrachten. „An den Börsen haben wir vor 2018 eine lange Phase steigender Kurse gesehen.

Die jüngste Kurskorrektur an den internationalen Aktienbörsen führt dazu, dass die Bewertungen im Vergleich zu den erwarteten Unternehmensgewinnen wieder fair sind“, betont Erste AM-Anlagechef Permoser. Mit Blick auf 2019 meint der Experte, dass die regionalen Unterschiede in der Performance abnehmen werden. Vieles spreche für eine breit diversifizierte, global ausgerichtete Aktienstrategie.

Höhere Kursschwankungen sprechen für das Fondssparen
Die im Vergleich zu den Vorjahren deutlich angestiegene Schwankungsfreudigkeit der Börsen spreche laut Heinz Bednar für ein regelmäßiges Ansparen in Investmentfonds. Durch das Ansparen am Kapitalmarkt, das auch mit kleinen Beträgen möglich ist, erreiche man einen auf längere Sicht attraktiven Durchschnittskurs. Das Fondssparen sei individuell gestaltbar und auf die verschiedenen Fondsprodukte anwendbar.

 

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