Forexone startet neuen Devisen-Blog

Seit Anfang 2007 ist Herr Slavisa Dosenovic Analyst bei dem Schweizer Devisen-Broker forexone AG (TRADE MONSTER™). Als eigenverantwortlicher Autor verfasst er tägliche Marktberichte zum Geschehen auf dem internationalen Devisenmarkt. Seine Analysen sind dabei vor allem von der inhaltlichen Nähe zum direkten Handel geprägt. Slavisa Dosenovic begann vor über 10 Jahren als Händler im Futuresmarkt. Er handelte mehrere Jahre als Prop-Händler für Handelshäuser und Privatleute und war zuletzt als Currency Analyst bei Fuchsbriefe, Bertelsmann beschäftigt. Er ist kein Mann der vielen Worte, sondern kommt mit klaren Marktanalysen und Handelsempfehlungen auf den Punkt. Das Sprichwort: “Der Tiger spricht nicht, er springt.” hat er sich zum Leitspruch seines Denkens und Handelns gemacht. Er freut sich darauf, jeden Tag auf dem Prüfstand zu stehen und allen Lesern eine hilfreiche Stütze bei Ihrem Handeln im Devisenbereich zu sein.

Können Sie uns etwas über Ihren persönlichen Hintergrund erzählen?

Ich bin jetzt 29. Mit 14 habe ich das erste Mal Charts aus der Zeitung ausgeschnitten. Ich begann als Romantiker und dachte Börse sei ein Ort an dem die Menschen einem das Geld hinterher schmeißen. Das war ziemlich naiv, aber im jugendlichen Leichtsinn denkt man nicht besonders viel, es fehlt einem an Lebenserfahrung. Mein Weg führte mich von einem Medizinstudium zum Prop-Händler, dann zum BWL-Studium. Letztendlich habe ich alles auf die beste, mir eigene Art und Weise unter einen Hut bekommen. Looking back, alles hatte einen Sinn. Man kann sich nicht alles aussuchen, das ist eine Illusion, in die sich die Menschen gern flüchten. Es heißt zwar, jeder Mensch ist seines eigenen Glückes Schmied, aber Gott hat auch einen großen Hammer.

Was war die positivste Erfahrung in Bezug auf Börse?

Die wohl positivste Erfahrung war, dass ich mich selbst sehr gut kennen gelernt habe. Es hat sich irgendwie eine Art Ruhe in meinem Leben eingestellt.

Welches war die negativste Erfahrung? Was konnten Sie daraus lernen?

Es gibt keine negativen Erfahrungen, sondern nur Möglichkeiten zum Lernen. Manches “Süppchen” brockt man sich selbst ein, andere wiederum brocken einem die anderen ein. Es kommt darauf an, wie schnell man aufsteht und sie auslöffelt. Da darf man sich nicht schonen, sondern muss zu seinen Fehlern stehen. Erst, wenn wir die Fehler akzeptiert haben, können wir sie verstehen und überwinden. Es bringt rein gar nichts die Augen zu verschließen und wegzurennen, denn wir werden solange mit denselben Fehlern konfrontiert werden, bis wir sie gemeistert haben.

Wie würden Sie Ihr Handelskonzept zusammenfassen?

Ich halte mich da an das Symbol des alten Händlergottes Hermes. Die eine Seite ist die Intuition, die andere Seite das analytische Denken, der Stab selbst die Disziplin. Zusammengehalten wird das Ganze durch harte Arbeit. Wir Menschen haben nur sehr wenig gesichertes Wissen, deshalb dürfen wir keine Seite vernachlässigen. Wenn wir uns zu sehr auf die Intuition verlassen, werden wir zu Phantasten, wenn wir zu sehr das analytische Denken gewichten wissen wir zwar theoretisch wie alles funktioniert, können aber trotzdem nicht handeln. Das sind dann die Leute die einem dauernd etwas von tollen Systemen erzählen, aber noch keinen müden Cent an der Börse verdient haben. Letztendlich möchte ich nur schöne Trades machen, das ist das Konzept.

Mit welchen Techniken arbeiten Sie bevorzugt?

Ich arbeite mit keiner bestimmten Technik isoliert. Wissen Sie, Sie können ein Buch jetzt und ein halbes Jahr später lesen und Sie werden verschiedene Sachen gelesen haben. Es kommt auf den Reifegrad an, an dem ein Händler gerade ist. Ich muss im Flow sein und dies ist ein Zustand, den man nur durch harte Arbeit und viel Erfahrung erreicht oder wie Nietzsche zu sagen pflegte: “Was ist Schönheit? Ein Bild, bei dem ich mit allen Kräften kämpfen muss, damit es nicht nur ein Bild bleibt”. Man darf nicht stehen bleiben. Um also Ihre Frage zu beantworten: alles funktioniert, alles funktioniert nicht. Es gibt keine Patentrezepte, sondern nur Erfahrung.

Spielt Volumen eine Rolle in Ihrem Ansatz?

Ja, ich schaue mir manchmal Volume-Candles an, aber eher selten. Ich konzentriere mich eher auf die Ticks, die über den Bildschirm flimmern.

Vermischen Sie die Zeithorizonte?

Das mache ich, ja. Ich arbeite bei Entries und Exits im Ultra-Kurzfrist-Bereich mit Renko-Tick-Charts, aber ich behalte den Gesamtüberblick auf den großen Zeithorizonten. Was nützt Ihnen der beste Einstieg, wenn Sie gegen den Markt handeln?

Welche Software benutzen Sie?

Oh, ich habe sie alle ausprobiert. Für den Devisenhandel reicht die TRADE MONSTER MT4 Software vollkommen aus. Wenn Sie nicht handeln können, können Sie ein Bloomberg-Terminal zu Hause haben und Sie werden dennoch jeden Tag zerlegt werden.

Wo liegen Ihre Grenzen?

An vielen Stellen. Ich bin zwar außerordentlich belastbar, aber Grenzen hat jeder.

An welcher Stelle kommt Subjektivität ins Spiel?

An nahezu jeder Stelle. Unser ganzes Leben ist durch unsere Glaubenssätze geprägt. Wir glauben nur das, was wir glauben wollen. Gute Händler können diesen Zustand für etwa vier Stunden überwinden und den Markt leben, den Markt handeln ohne sich selbst zu handeln. Dann tritt Erschöpfung ein und die Leute brauchen eine Pause. In guten Handelsabteilungen weiß man das auch.

Welche Märkte handeln Sie neben den Devisen und warum?

Ich handle manchmal den Dow, weil es ein schneller Markt ist an dem man sich gut mit den anderen messen kann. Oder den Bund…aber wissen Sie es gibt Korrelate, der Dow im Devisenbereich ist der EUR/USD, der träge Bund eher der EUR/GBP. Letztendlich ist alles miteinander verbunden.

Welche Instrumente benutzen Sie und warum?

Bei Devisen den Forex Spot Handel, weil ich mich nicht gerne über den Tisch ziehen lasse. Jeder Mensch, der hart arbeitet ist irgendwann nicht mehr bereit irgendwelche synthetischen Produkte wie Zertifikate oder sonstige Derivate zu handeln und dann noch künstliche Gebühren zu zahlen.

Wie wichtig ist Money-Management?

Absolut wichtig, aber nicht alles. Was nützt Ihnen das beste Money Management, wenn Sie dauernd die falschen Handelsentscheidungen treffen? Dann wird es nur länger dauern bis das Konto ruiniert ist. Das Gesamtkonzept muss schlüssig sein.

Wie lange halten Sie Ihre Positionen im Schnitt?

Es kommt auf die Kontogröße und die gehandelte Menge an. Ich lag zu Beginn meiner Karriere schon oft richtig, leider erst am nächsten Morgen, nachdem es einen Margin Call gab, weil ich mir die Overnight Margin nicht leisten konnte. Das sind dann die bittersten Momente im Leben eines Händlers, aber lesen Sie sich noch einmal den Abschnitt mit dem Süppchen an (lächelt). Man muss alles berücksichtigen, zehn Male messen, dann schneiden, nicht umgekehrt.

Wie viel Prozent Ihres Kapitals riskieren Sie pro Trade?

Was soll ich Ihnen dazu sagen? Es gibt Menschen, die sind so unterkapitalisiert, wollen es aber trotzdem schaffen. Wenn sie tough genug sind, klappt es sogar eine gewisse Zeit. Erzählen sie denen etwas von einem Prozent pro Trade und Sie werden sie innerlich töten. Meine persönliche Regel ist es mich den Umständen und der Volatilität im Markt anzupassen. Der einzelne Verlust aus einer falschen Position darf nicht dazu führen meinen Trading Plan ändern zu müssen.

In welchem Verhältnis stehen Gewinn- und Verlust-Trades?

Eine gute und wichtige Frage. Wenn ich fünf Male hintereinander je 10 Pips zusammenhandele und dann einmal 80 Pips verliere, habe ich zwar ein ganz tolles Gewinn-Verlust-Verhältnis, werde den Markt aber trotzdem als Verlierer verlassen. Wenn ich aber 10 Male je 2 Pips mache und dann aufhöre, habe ich Geld verdient. Der letzte Fall ist zwar unwahrscheinlich, aber denkbar.

Arbeiten Sie mit Trailing-Stopps und Kurszielen?

Ja, aber ich halte mir immer auch die Möglichkeit offen aktiv in laufende Positionen eingreifen zu können. Dazu ist zwar sehr viel Erfahrung und Disziplin notwendig aber nur so komme ich dem Ziel nahe Gewinne wirklich laufen zu lassen.

An welcher Stelle kommen Emotionen ins Spiel? Wie gehen Sie mit ihnen um?

Nun, sie sind die Triebfedern unseres Handelns. Emotionsloses Trading halte ich für ein Märchen. Eine Portion Feuer unterm Hintern ist oft ein notwendiger Bestandteil unseres Lebens. Ich sage es mal so: mit komplett durchgedrückten Knien geht es nicht, aber mit vollkommen entspannten auch nicht. Man muss seine Mitte finden.

Was unterscheidet Sie von so vielen weniger erfolgreichen Händlern?

Ich habe immer alles hinterfragt, ich war immer freundlich, habe Menschen aber auch die Stirn geboten, wenn es notwendig war. Auf dieselbe Art bewege ich mich auch im Trading.

Welche Ratschläge würden Sie Anfängern geben?

Erst einmal sehen, dann fragen, ob man den Augen vertrauen kann, dann nach dem Quäntchen Wahrheit in dem Gesehenem suchen. Diese Quäntchen sind die Leuchttürme, die wir immer wieder ansteuern können, wenn wir uns auf unserem Weg verloren haben. Das Leben an sich ist kompliziert und nicht vorhersehbar, der Markt selbst aber ist das komprimierte Leben. Das macht die ganze Sache nicht einfacher.

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