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DAX atmet einmal tief durch – Nach dem Sturm ist vor dem Sturm

FXCM: DAX atmet einmal tief durch – Nach dem Sturm ist vor dem Sturm

?Nach einigen sehr stürmischen Tagen am Deutschen Aktienmarkt war heute mal wieder etwas Ruhe am Deutschen Aktienmarkt angesagt. Die Volatilität geht weiter zurück, zur Abwechslung lag die Handelsspanne beim DAX heute gerade einmal bei gut 100 Punkten. Um Entwarnung zu geben und für die verbleibenden zehn Handelswochen des Jahres nun schon die Jahresendrally auszurufen, ist es allerdings noch viel zu früh.

Technisch ging es heute erst einmal um die 8.900-Punkte-Marke, dem alten Jahrestief, welches der DAX zweimal erfolgreich verteidigen konnte, bevor er in der vergangenen Woche bis auf 8.355 Punkte durchgereicht wurde. Solange diese Marke nicht wieder signifikant überwunden werden kann, ist beim DAX nach dem Sturm vor dem Sturm. Die Tatsache, dass dem Index heute kurz nach Handelseröffnung die Kraft schon wieder verließ und er sich relativ schnell ins Minus verabschiedete, bestätigt diese These.?
 

Angestoßen wurde dieser Kursrückgang von Berichten, wonach elf Banken den EZB-Stresstest nicht bestanden haben. Anders formuliert heißt das, dass diese Banken in Zeiten von anziehender Unsicherheit am Markt und verstärkten Schwankungen nicht ausreichend kapitalisiert wären und ihre Schieflage nicht nur Europa, sondern vermutlich auch das globale Finanzsystem auf eine harte Probe stellen würden.

Allerdings hielten sich die Kursabschläge daraufhin aus zwei Gründen in Grenzen:
Erstens ist es spätestens seit der Schieflage der portugiesischen Banco Espirito Santo im Sommer kein Geheimnis mehr, dass einige europäische Banken über nicht ganz so solide Kapitaldecken verfügen. Und zweitens stehen seit der Finanzkrise 2008 die Notenbanken Gewehr bei Fuß, sollte es zu Schwierigkeiten im Bankensektor kommen. Deshalb kann dieses Thema zumindest etwas gelassener betrachtet werden.
 

Aber wenn allein die Spekulation um Unterstützung der Notenbanken ausreicht, die Aktienmärkte zu beruhigen, und sich gleichzeitig die Kurse komplett von der realwirtschaftlichen Lage abkoppeln, ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann es zu einem bösen Erwachen kommt. Für den DAX bedeutet das weiter die Ruhe vor dem nächsten Sturm, der ihn nochmals in Richtung 8.000 Punkte befördern sollte.

 

 

Von Jens Klatt

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