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Schwedische Notenbank senkt Zinsen auf Null – Ein gefährliches Spiel

FXCM: Schwedische Notenbank senkt Zinsen auf Null – Ein gefährliches Spiel
 
Die schwedische Notenbank hat den Leitzins von 0,25 Prozent auf Null Prozent gesenkt und reagiert damit auf die Gefahr, dass Schweden in eine Deflationsspirale gerät. Mit diesem Schritt soll dem Inflationsziel von zwei Prozent Nachdruck verliehen werden. Wann es allerdings soweit sein wird, ist aktuell schwer einzuschätzen. Die Riksbank selbst geht davon aus, dass sie die Zinsen Mitte 2016 erstmals wieder anheben wird.
 

Zu schnelle Zinserhöhungen nach der Krise wurden wieder korrigiert
Das Hauptproblem sieht die schwedische Notenbank momentan in der niedrigen Inflation. Nachdem sich die schwedische Wirtschaft nach der Subprime-Krise erholt hatte, wurde der Leitzins zu schnell und zu weit angehoben. Ende 2011 erreichte der Leitzins die 2-Prozent-Marke, ein Niveau, dass noch im selben Jahr wieder unterschritten wurde und seitdem stetig weitere Abwertungen erfuhr. Im heutigen Statement wies die Notenbank auf eine Verbesserung der wirtschaftlichen Aktivität hin. Dabei wird vor allem auf den wachsenden Konsum und den Anstieg der Investitionen in den Immobilienmarkt hingewiesen.
 

Mit den Immobilienpreisen stiegen auch die Schulden der Haushalte
Diese Indikatoren jedoch auf diese Weise zu interpretieren und darauf mit einer Zinssenkung auf Null zu reagieren, ist auch ein gefährliches Spiel, da mit den Immobilienpreisen auch die Verschuldung der Haushalte in gleichem Maße angestiegen ist. Während aber der Preis für die Schulden fest ist, schwankt der Wert von Assets wie Aktien oder Immobilien und kann zu unterschiedlichen Zeiten andere Werte annehmen.

Aktuell sind die Assets noch höher bewertet als die Schulden. Doch sobald die Nachfrage schwindet und es mehr Verkäufer als Käufer in diesen Märkten gibt, wird auch der Wert dieser Assets sinken, während die Schulden gleich hoch bleiben. Sollte diese Situation eintreten, könnte das Platzen dieser Immobilienblase ähnliche Folgen wie in Japan mit sich tragen und Schweden tiefer in den Deflationssog treiben. Zwar ist die wirtschaftliche Situation aus diesem Blickwinkel betrachtet alles andere als Ideal, Schweden steht jedoch im Vergleich zu den USA oder Europa immer noch besser da, wenn man die jeweilige Verschuldung betrachtet.
 

Spannend ist der Blick auf das Britische Pfund zur Schwedischen Krone
Der Wechselkurs des Euro zur Schwedischen Krone nimmt aktuell Kurs auf das Drei-Jahreshoch um 9,3530, welches erst diesen Juli durch die letzte Leitzinssenkung der Riksbank entstand. Ob wir jedoch noch weitere Hochs dieses Jahr sehen werden bleibt fraglich, zu schwach präsentiert sich auch der Euro seit der immer expansiveren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Interessanter ist da schon der Blick auf das Verhältnis des Britischen Pfunds zur Schwedischen Krone. Das Währungspaar reagierte auf die Leitzinssenkung mit dem Bruch der Widerstandsregion um 11,8150 und erreichte damit ein Vier-Jahreshoch. Mit der Aussicht, dass die Riksbank bis 2016 weiterhin eine Nullzinspolitik verfolgen wird, sollte hier weiteres Aufwärtspotenzial für das Pfund und damit Abwärtspotenzial für die Krone bestehen, insbesondere bei einer erwarteten Anhebung der Zinsen seitens der Bank of England.

 

 

Von Marc Zimmermann

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