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30. Oktober 2014

US-Notenbank dreht Geldhahn zu – Aktienmärkte noch unbeeindruckt

FXCM: US-Notenbank dreht Geldhahn zu – Aktienmärkte noch unbeeindruckt
 
Die US-Notenbank FED hat gestern Abend ihr Anleiheaufkaufprogramm QE3 auf Null zurückgefahren. Die Aktienmärkte reagierten zunächst wie erwartet, der deutsche Leitindex verlor kurzzeitig den Kampf um die 9.100er Marke, konnte diese aber schon mit der heutigen Handelseröffnung zurückerobern.


Dass seitens der FED weitere Geldgeschenke ausblieben, damit war zu rechnen, zu viel stand für die Notenbank in Bezug auf ihre Glaubwürdigkeit auf dem Spiel. So ist auch die Reaktion der Börsen zu erklären, die sich nach einer kurzen Enttäuschung nun schon wieder im Plus präsentieren. Es bleibt aber dabei, so wie die Talfahrt vor zwei Wochen aus heiterem Himmel kam, überrascht auch diese Erholungsrally zurück und hinterlässt besonders an der Wall Street einen faden Beigeschmack. Schon wieder in der Nähe ihrer Allzeithochs bleiben die US-Börsen weiter und jetzt erst Recht anfällig für eine stärkere Korrektur. Denn nicht zu vernachlässigen sind diejenigen Käufer, die im Vorfeld nach der Rede des regionalen FED-Gouverneurs Bullard auf eine Fortsetzung der Anleihekäufe hofften und sich nun an den Strohhalm klammern, die Zinsen würden in den kommenden zwölf Monaten nicht angehoben. Zeichnet sich eine frühere Zinswende ab, werden einige von ihnen den Stecker am Aktienmarkt ziehen. Denn steigende Zinsen sind Gift für die Börse, gerade wenn die konjunkturelle Lage sich weltweit noch so labil präsentiert wie in diesen Tagen.


Doch bevor nun erste Crash-Szenarien gezeichnet werden, sollte man realistisch bleiben:
die FED hat gestern erst einmal eine langanhaltende Nullzinspolitik in Aussicht gestellt, welche Aktien als einzig solide und attraktive Anlageform erscheinen lässt und auch die Performance des Deutschen Aktienindex seit gestern Abend erklärt. Im Umkehrschluss bedeutet dies, auch ohne Konjunkturspritzen der US-Notenbank wird es zwar im DAX in naher Zukunft kaum für neue Gipfelstürme über die 10.000er Marke reichen. Aber ein Crash ist wegen der Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Papieren auch nicht zu erwarten. Deutlich unter 8.000 Punkte sollte es mittelfristig im DAX nicht gehen, wahrscheinlich ist für die kommenden zwölf Monate eher eine Pendelbewegung zwischen 7.500 und 10.000 Punkten.

 

 

Von Jens Klatt

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