Interview mit Gerrit Janssen: HELMA Eigenheimbau AG – Spezialist für individuelle Massivhäuser

Interview mit Gerrit Janssen: HELMA Eigenheimbau AG - Spezialist für individuelle Massivhäuser

Als auf Micro-, Small- und MidCaps spezialisiertes Researchhaus, führte die GBC AG im Namen von Broker-Test.de ein Interview mit Gerrit Janssen, Finanzvorstand der HELMA Eigenheimbau AG zu den Vorabzahlen für das Geschäftsjahr 2010, die Entwicklung in 2011 und die Anleihe der HELMA Eigenheimbau AG.

Sehr geehrter Herr Janssen, mit den veröffentlichten Vorabzahlen (10.03.2011) zum Geschäftsjahr 2010 haben Sie ein neues Rekordjahr vermelden können. Was sind die Gründe für diese gute Geschäftsentwicklung?

Gerrit Janssen: Mittels unserer erfolgreich vollzogenen bundesweiten Expansion sowie der Ausweitung des margenstarken Projektgeschäftes wachsen wir seit Jahren kontinuierlich und deutlich stärker als der Markt. Eine wichtige Basis für das Wachstum bildet dabei unsere attraktive Produktpalette qualitativ hochwertiger und energieeffizienter Massivhäuser sowie die kompetente und umfassende Beratung unserer Kunden.

Insbesondere die Möglichkeit der individuellen Planung bzw. Individualisierung ohne Extrakosten sowie unsere Innovationskraft im Zukunftsmarkt der solaren Energiesparhäuser sind in diesem Zusammenhang als entscheidende Alleinstellungsmerkmale zu nennen, welche uns in den vergangenen Jahren zu mehr als einer Verdopplung unseres Marktanteiles verholfen haben.

Wie sind die Zahlen konkret ausgefallen?

Gerrit Janssen: Für das Geschäftsjahr 2010 konnten wir einen Umsatzanstieg von 19,4% auf rund 74,5 Mio. Euro vermelden. Aufgrund der damit verbundenen, realisierten Skaleneffekte konnten wir dabei unser Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) deutlich überproportional um 247% von 1,1 auf 2,72 Mio. Euro steigern und unsere EBIT-Marge von 1,8% auf 3,7% erhöhen. Auch vertriebsseitig war das abgelaufene Geschäftsjahr für HELMA ein voller Erfolg. Zum 31.12.2010 verfügen wir daher mit 87,7 Mio. Euro (+25%) über den höchsten Auftragsbestand in der mehr als 30-jährigen Unternehmensgeschichte und somit über eine ausgezeichnete Ausgangslage für weiteres deutliches Wachstum.

Werden Sie ein ähnlich erfolgreiches Geschäftsjahr 2011 vermelden können?

Gerrit Janssen: Wir sind fest davon überzeugt, unseren profitablen Wachstumstrend auch zukünftig erfolgreich fortsetzen zu können. Vertriebsseitig erwarten wir uns dabei auch vom aktuell positiven Marktumfeld weitere Impulse. So nimmt vor dem Hintergrund der steigenden Inflationserwartungen der ohnehin hohe Stellenwert der Immobilie als Inflationsschutz weiter zu und auch das weiterhin günstige, aber anziehende Zinsniveau, wird zu einem steigenden Gesamtmarkt in 2011 beitragen.

Ertragsseitig haben wir mit dem o.g. Rekord-Auftragsbestand eine exzellente Ausgangsbasis für ein signifikantes Umsatzwachstum in 2011 und auch die weitere Ausweitung des Projektgeschäftes wird weiterhin ein Wachstumstreiber bleiben. Wir erwarten daher, unsere Umsatzerlöse in 2011 um über 30% auf etwa 100 Mio. Euro steigern und dabei ein EBIT in Höhe von 5,0-5,5 Mio. Euro erzielen zu können.

Das würde zugleich den Vorstoß in ganz andere “Margenregionen” bedeuten. Ist dies nur eine Folge der von Ihnen bereits angesprochenen Skaleneffekte?

Gerrit Janssen: Mit den von uns prognostizierten Umsatzvolumina in Höhe von 100 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2011 und 125 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2012 würde in der Tat die mittelfristige Erzielung von EBIT-Margen jenseits der 6% realisierbar. Neben unserem Kerngeschäft der Baudienstleistungen werden wir das Projektgeschäft, welches in unserer Tochtergesellschaft HELMA Wohnungsbau GmbH angesiedelt ist, weiter forcieren. Mit dem Projektgeschäft lassen sich etwas höhere Ergebnismargen, bei allerdings höherem Kapitaleinsatz, realisieren. In 2009 beispielsweise hat dieser Geschäftszweig gerade einmal 10% zum Gesamtumsatz beigetragen, künftig soll der Anteil auf ca. 25% ansteigen. Hieraus, aber auch aus der neu gegründeten HELMA Ferienimmobilien GmbH (Meldung vom 10.03.2011, Anm. der Redaktion), erwachsen uns große Ertragspotenziale für die mittelfristige Zukunft.

Wie werden Sie den höheren Kapitaleinsatz für das Projektgeschäft erbringen können?

Gerrit Janssen: Wir setzen hier auf einen gesunden Finanzierungsmix. So lässt sich ein beachtlicher Anteil der Investitionen in Grundstücksareale in den kommenden Jahren aus dem operativen Cashflow sowie den erzielten Gewinnen finanzieren. Auf der Fremdkapitalseite werden wir zum einen auch zukünftig vertrauensvoll mit unseren Bankpartnern im Bereich der kurzfristigen Grundstücksankaufsfinanzierungen zusammenarbeiten. Dies stellt für uns insbesondere in Zeiten eines niedrigen Zinsniveaus eine attraktive Fremdfinanzierungskomponente dar.

Zum anderen haben wir zur Ausweitung des Projektgeschäftes Ende letzten Jahres eine Anleihe emittiert, welche bereits nach weniger als der Hälfte der Zeichnungsfrist einen Platzierungsstand von über 60% aufweist. Die Zeichnungsfrist, der mit einem 6,5% Kupon und einer 5jährigen Laufzeit ausgestatteten Anleihe läuft noch bis zum 30. Juni 2011. Nach Ablauf dieser Frist bzw. der vorzeitigen Schließung nach Vollplatzierung wird die Anleihe an der Börse Düsseldorf gelistet, sodass ein Handel der Anleihe nach Zeichnungsende auch während der 5jährigen Laufzeit ermöglicht wird. Eine Zeichnung der Anleihe ist dabei mit der WKN: A1E8QQ bei nahezu allen Kreditinstituten und Direktbanken über die Börse Düsseldorf möglich.

Herr Janssen wir bedanken uns für das Gespräch.

Noch ein kurzer Hinweis: interessierte Investoren können sich über die IR-Aktivitäten der HELMA AG informieren. Alles Wissenswerte zur HELMA-Anleihe finden Sie unter www.HELMA-Anleihe.de.

Über die GBC AG

GBC mit Sitz in Augsburg ist eines der führenden bankenunabhängigen Researchinstitute in Deutschland. Das Leistungsspektrum umfasst spezifische Analyseprodukte und -dienstleistungen für das Investmentbanking mit Schwerpunkt auf dem deutschsprachigen Raum (D; A; CH). Der Fokus liegt auf Micro-, Small- und MidCaps, also mittelständischen Unternehmen.

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