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Jungheinrich erhöht Prognose für Umsatz und Auftragseingang 2018

In den ersten neun Monaten des Jahres 2018 hat Jungheinrich seinen Wachstumskurs fortgesetzt: Gegenüber dem Vorjahreszeitraum wurden Umsatz sowie Auftragseingang deutlich gesteigert und weisen auf ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr hin.

 

Dr. Volker Hues, Vorstand Finanzen der Jungheinrich AG: „Trotz der geopolitischen Verwerfungen wachsen der Markt sowie unser Geschäft stark. Wir profitieren hier insbesondere von unserem europäischen Kernmarkt sowie der erfreulichen Marktnachfrage im Logistiksystemgeschäft. Auftragseingang, Umsatz sowie EBIT wurden gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert. Herausfordernd sind jedoch die enormen Steigerungen der Rohmaterialpreise, die hohen Tarifabschlüsse in Deutschland sowie die Lieferschwierigkeiten bei bestimmten Materialien, die sich im Ergebnis leider bemerkbar machen.

Aufgrund der positiven Gesamtentwicklung erhöhen wir unsere Prognose für das Jahr 2018: Der Auftragseingang sollte zwischen 3,85 bis 3,95 Mrd. € liegen, der Konzernumsatz dürfte sich in einer Bandbreite zwischen 3,65 und 3,75 Mrd. € bewegen. Für das EBIT gilt weiterhin die Spanne von 270 Mio. € bis 280 Mio. €.

Die Auftragsbücher sind gefüllt, mit einem Auftragsbestand von 6 Monaten schauen wir sehr zuversichtlich auf das vierte Quartal sowie bereits auf das kommende Jahr.“

 

Entwicklung Januar bis September 2018
Das Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge stieg von Januar bis September 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent. Das entspricht 139 Tsd. Fahrzeugen. Treibende Kraft für das höhere Marktvolumen war die Nachfrage im asiatischen Markt mit Schwerpunkt China.

In Westeuropa erhöhte sich das Marktvolumen um 12 Prozent. In Osteuropa stieg die Nachfrage dank Polen um 21 Prozent. Das starke Wachstum in Nordamerika resultierte zu mehr als der Hälfte aus gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich höheren Bestellungen für verbrennungsmotorische Gegengewichtsstapler.

Das globale Wachstum im Produktsegment Lagertechnik betrug 17 Prozent beziehungsweise 78 Tsd. Flurförderzeuge. Davon entfielen jeweils mehr als 40 Prozent auf Asien und Europa. Das um 11 Prozent höhere Weltmarktvolumen für elektromotorische Gegengewichtsstapler wurde zur Hälfte von höheren Bestellungen in Asien getragen.

Der weltweite Anstieg der Nachfrage nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb um 10 Prozent war ebenfalls zu über 40 Prozent auf die merklich gestiegenen Bestellungen in dieser Region zurückzuführen. In allen drei Produktsegmenten war innerhalb Asiens die Nachfrage im chinesischen Markt ausschlaggebend für die hohen Wachstumsraten.

 

Der stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft, der die Bestellungen für Neufahrzeuge einschließlich der für Mietgeräte enthält, lag mit 100,6 Tsd. Fahrzeugen nach neun Monaten um 9 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraumes (92,1 Tsd. Fahrzeuge). Ausschlaggebend hierfür war die sehr gute Nachfrage in Europa, dem Kernmarkt für Jungheinrich.

Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder – Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst – umfasst, legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15 Prozent zu und erreichte 2.996 Mio. € (Vorjahr: 2.596 Mio. €). Der Anstieg war maßgeblich auf die höhere Nachfrage nach Logistiksystemlösungen zurückzuführen.

Der Auftragsbestand des Neugeschäftes zum 30. September 2018 kletterte auf 1.043 Mio. € und war somit um 334 Mio. € beziehungsweise 47 Prozent höher als der Vorjahreswert (709 Mio. €). Gegenüber dem Bestandswert von 692 Mio. € zum Jahresende 2017 ergab sich sogar ein Aufbau um 351 Mio. € beziehungsweise 51 Prozent. Die Auftragsreichweite betrug damit sechs Monate. Ein Großteil des Auftragsbestandes entfällt auf die Sparte „Logistiksysteme“.

 

Der im Vorjahresvergleich um 10 Prozent höhere Konzernumsatz reflektiert die gute Auftragslage. Die Umsatzerlöse im Neugeschäft enthielten 407 Mio. € (Vorjahr: 403 Mio. €) aus der Sparte „Logistiksysteme“. Der sehr hohe Vorjahreswert war unter anderem durch die Realisierung zweier Großaufträge geprägt. Die Sparte „Versandhandel“ expandierte um mehr als 30 Prozent und erzielte einen Umsatz von 79 Mio. € (Vorjahr: 58 Mio. €).

Neben spürbar gestiegenen Personalkosten und über den Erwartungen liegenden Rohstoffpreisen wurde das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) durch Kosten für die Branchenleitmesse CeMAT sowie Lieferengpässe mit Preiserhöhungen bei einzelnen Lieferanten belastet. Dennoch konnte nach neun Monaten eine EBIT-Steigerung um 5 Prozent auf 193,3 Mio. € (Vorjahr: 183,8 Mio. €) erzielt werden. Die EBIT-Rendite (EBITROS) erreichte 7,2 Prozent nach 7,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg nach neun Monaten auf 175,8 Mio. € (Vorjahr: 173,2 Mio. €). Die EBT-Rendite (EBTROS) lag bei 6,5 Prozent (Vorjahr: 7,0 Prozent).

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