BoJ verstärkt globale Wachstumssorgen

London Capital GroupDie asiatischen Märkte zeigten nach einer rauen Sitzung an der Wall Street eine gemischte Performance und auch die europäischen Börsen deuten auf einen schwächeren Start hin. Es belasten die Sorgen um das globale Wachstum, wogegen die Aussicht auf ein Ende des Stillstands der US-Regierung und weitere Impulse aus China positiv gesehen werden.

BoJ senkt Inflationsausblick
Die BoJ senkte ihre Inflationsprognose und warnte gleichzeitig vor wachsenden Risiken für die Wirtschaft durch die Abschwächung der globalen Nachfrage. Die BoJ geht zwar davon aus, dass die japanische Wirtschaft, als drittgrößte der Welt, weiterhin in bescheidenem Tempo expandieren wird, dies wird jedoch eine große Herausforderung darstellen.

Denn die Handelsspannungen zwischen den beiden größten Handelspartnern, den USA und China, sowie die Risiken um den Brexit und ein verstärkter Protektionismus in den USA haben die Gefahr erhöht, dass Japan in diesem Jahr in eine Rezession abrutschen könnte.

Der Yen fiel zurück und gab die Gewinne vom Dienstag wieder ab.

 

 

Langsame Fortschritte bei den Handelsgesprächen
Die allgemeine Risikovermeidungsstimmung wurde von Berichten weiter eingetrübt, wonach die Trump-Administration eine Einladung aus China zu vorbereitenden Handelsgesprächen in dieser Woche abgelehnt hatte, bevor in der nächsten Woche Gespräche auf hoher Ebene geführt werden. Obwohl das Weiße Haus die Berichte zurückwies, verunsichert ihre bloße Existenz die Händler.

Wir sehen nach wie vor, dass der Handel die Schlagzeilen und die Stimmung dominiert, was zeigt, wie wichtig eine schnelle Lösung für die Gesundheit der Weltwirtschaft ist.

 

Ende des Stillstands der US-Regierung in Sicht?
Der Optimismus wächst, dass die Schließung der US-Regierung am Donnerstag zu einem Ende kommen könnte, da der Senat eine Abstimmung über ein von den Demokraten unterstütztes Gesetz plant, um die Regierung wieder funktionsfähig zu machen. Die Schließung der Regierung geht in ihren 33. Tag, und bisher waren die Auswirkungen auf den Dollar minimal. Obwohl es keine Daten gibt, auf die der Dollar reagieren könnte, ist die Dynamik geblieben. Doch da so viele Arbeitnehmer über einen längeren Zeitraum nicht bezahlt worden sind, wird dies Auswirkungen auf die Wirtschaft haben.

Dies wird sich in zukünftigen Daten zeigen. Vorerst zeigt sich der Dollar stabil.

Ob das auch weiterhin der Fall sein wird, wenn die Daten eine Schwäche im ersten Quartal zeigen, darf bezweifelt werden.

 

 

Britisches Parlament unterstützt Weg aus einem No-Deal Brexit
Das Pfund festigte sich auch nach Berichten, wonach es das britische Parlament verhindern will, dass das Vereinigte Königreich ohne ein Abkommen die EU verlässt. Labour, die wichtigste Oppositionspartei, hat sich dafür ausgesprochen, dass der Artikel 50 verlängert wird, sofern es Theresa nicht gelingen sollte, ein annehmbares Austrittsgesetz zu verhandeln. Dies wird als ein vernünftiger Weg angesehen, um einen No-Deal zu vermeiden.

Seit der vernichtenden Niederlage von Theresa May im Parlament in der vergangenen Woche haben Pfundhändler die erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Verlängerung von Artikel 50 eingepreist. Dies hat dem Pfund wieder über 1,30 USD geholfen. Wir gehen davon aus, dass sich das Pfund um diese Werte bewegen wird, bis der nächste Schritt klar ist.

Eine Vereinbarung zur Verlängerung von Artikel 50 über die derzeitige Frist vom 29. März hinaus könnte für das Pfund ein Ziel von 1,34 USD bedeuten.

 

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