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Europa vorsichtig besser, doch US-Futures vor Halbzeitwahlen niedriger

London Capital GroupDie Unsicherheit im Zusammenhang mit dem US-Sino-Handelskrieg sowie die Befürchtungen über ein schnelleres Tempo der Zinserhöhungen durch die Fed belasteten die Wall Street am Freitagnachmittag.

US-Job-Bericht unterstützt eine schnellere Gangart bei Zinserhöhungen
Die Aussicht auf höhere Fremdkapitalkosten dämpften die Aussichten für das Wirtschaftswachstum erneut, nachdem der US-Arbeitsmarktbericht die Erwartungen wieder einmal zunichte gemacht hatte. Im Oktober wurden 250.000 Arbeitsplätze geschaffen, was deutlich über der Prognose von 190.000 lag. Unterdessen wuchsen die Durchschnittseinkommen mit 3,1% auf Jahresbasis so schnell wie seit 2009 nicht mehr.

Angesichts der Straffung des Arbeitsmarktes und der steigenden Einkommen wird der Inflationsdruck zunehmen. Damit bleibt der Fed kaum etwas anders übrig, als die Straffung fortzusetzen.

Die Anleger werden die FOMC-Ankündigung am Donnerstag aufmerksam verfolgen, da sich Spekulationen aufbauen, dass es bis Mitte 2019 drei weitere Zinserhöhungen geben kann. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass eine Erhöhung im Dezember nun so gut wie sicher ist.

 

Während die wilden Volatilitätsausschläge des Monats Oktober nun hinter uns liegen, hoffen die Händler, dass die Aktienmärkte im kommenden Monat wieder zu stabileren Verhältnissen zurückkehren werden. Dies könnte jedoch angesichts der sich abzeichnenden Risikoereignisse ein Wunschdenken sein.

Das Hauptrisiko in dieser Woche sind die US-Halbzeitwahlen, bei denen die Demokraten möglicherweise die Mehrheit im Repräsentantenhaus gewinnen könnten. Die daraus resultierende politische Blockade könnte sowohl die US-Indizes als auch den Dollar belasten. Dies ist ein großes Risikoereignis für den Markt. Wir gehen davon aus, dass Investoren vor den Halbzeitwahlen am Dienstag ihre Positionen verkaufen und das Risiko vom Tisch nehmen werden.

Zusätzlich zu den Halbzeitwahlen kommen die Spannungen in der Handelsauseinandersetzung. Der Dow setzte in der Hoffnung auf ein US – Sino Handelsabkommen am Freitag zu einer späten Rallye an und schloss über den Sitzungstiefs. Der Optimismus für eine Lösung im Handelskrieg verblasste jedoch am Wochenende wieder, so dass sich die asiatischen Märkte heute Morgen mit dem Beginn des Handels in der neuen Woche zurückhaltend zeigten.

Europa deutet auf eine höhere Eröffnung hin, angeführt vom Dax, während der FTSE aufgrund des starken Pfundes zurückfällt.

 

Stärkeres Pfund nach Brexit-Hoffnungen

Der Optimismus zum Brexit sowie Hinweise für ein schnelleres Tempo bei den Zinserhöhungen im Falle eines geordneten Brexit ließen das Pfund in der Vorwoche über 1% gegenüber dem Dollar höher klettern und auch mit dem Handelsbeginn am Montag zeigt sich das Pfund von seiner starken Seite. Die Brexit-Entwicklungen und Schlagzeilen werden weiterhin von  den Händlern angespannt verfolgt werden, obwohl für diese Woche keine kursbewegenden Ankündigungen bevorstehen.

Vor diesem Hintergrund sollten wir allerdings in den kommenden Tagen einige wirklich ernsthafte Fortschritte bei den Verhandlungen sehen, bevor es Mitte November einen außerordentlichen EU-Gipfel zum Brexit geben wird.

Mit den Brexit-Sorgen im Hinterkopf werden die Händler auf den britischen Dienstleistungs-PMI achten, der einen besseren Einblick in die Gesundheit der Wirtschaft und die Wachstumsdynamik zu Beginn des vierten Quartals geben wird. Es wird erwartet, dass die Aktivität im Dienstleistungssektor im Oktober auf 53,3 nach 53,9 im Vormonat zurückgehen wird.

Ein stärker als prognostizierter Rückgang könnte dazu führen, dass das Pfund seine anfänglichen Gewinne heute Morgen wieder abgibt.

 

 

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