Markt hängt an jeder Schlagzeile zum Handel

London Capital GroupErst gestern sprachen wir über die schwächere Stimmung aufgrund der gestiegenen Spannungen zwischen den USA und China, nachdem die USA Huawei im Blickpunkt haben. Die Gerüchte über die Nacht gingen dann aber doch in die andere Richtung. Die Gespräche über den Abbau der Handelsspannungen ließen Engagements in Aktien wieder aufleben.

Es scheint fast unmöglich zu sein, vernünftig abzuschätzen, wo die Beziehungen zwischen den USA und China derzeit stehen. Dennoch hängt der Markt an jeder Schlagzeile, was unterstreicht, wie sensibel das aktuelle Handelsthema angesehen wird.

Gestern Abend konnte die Wall Street zulegen, nachdem es Berichte gab, wonach sich US-Finanzminister Steven Mnuchin auf eine Senkung für einige Zölle auf chinesische Importe ausgesprochen hatte. Die Handelsspannungen belasten seit Monaten die Stimmung der Anleger und stellen für Aktien, insbesondere Industrieaktien, eine Achterbahnfahrt dar. Dies ist ein bedeutender Gegenwind für die chinesische Wirtschaft und die gesamte Weltwirtschaft. Es mehren sich auch die Befürchtungen, dass der Handelskrieg der US-Wirtschaft schaden könnte.

 

 

Immerhin gab es am Donnerstag starke US-Daten, die die Befürchtungen abklingen ließen, dass die größte Volkswirtschaft der Welt vor einer Schrumpfung steht.

Es wäre nicht das erste Mal, dass wir Berichte über eine Entspannung bei den Handelsgesprächen hören. Die Märkte hatten das alles schon einmal. Eine gewisse Vorsicht ist also angebracht. Vor diesem Hintergrund ist der Sprung nach oben ein klares Indiz für das Ausmaß der Schäden, die die Handelsspannungen aus Marktsicht verursacht haben. Sobald es Anzeichen dafür gibt, dass die USA und China kurz vor einem Handelsabkommen stehen, werden Risikopapiere einen nachhaltigen Höhenflug erleben.

Der Optimismus über die Handelsgespräche beflügelte die asiatischen Märkte über Nacht ebenso wie die europäischen Futures.

Auch die US-Futures zogen an, obwohl sie zunächst durch die Zahlen von Netflix zurückgehalten wurden.

 

 

Ergebnisse von Netflix schaffen es nicht ganz
Die große Zahl, die man bei Netflix beobachten sollte, ist das Abonnentenwachstum, und dieses hat die Schätzungen für das vierte Quartal 2018 knapp verfehlt. Dies führte zu einem Rückgang der Aktien im Graumarkt um 4%. Netflix hat im letzten Quartal 8,8 Millionen Kunden hinzugewonnen und damit die Prognose von 9,2 Millionen knapp verfehlt.

Da die Kosten für die Programmierung bei Netflix gestiegen sind, rechtfertigen die Führungskräfte von Netflix die regelmäßig steigenden Programmierungskosten als Investition zur Gewinnung neuer Kunden. Aus diesem Grund werden die Abonnentenzahlen als so wichtig erachtet. Obwohl dieses Quartal sich schwach zeigte, zeigte das Jahr 2018 als Ganzes, dass die Strategie funktioniert.

Mit 29 Millionen Neukunden im Jahr 2018 hatte Netflix das bisher beste Jahr beim Kundenwachstum.

Die Ergebnisse wurden nur wenige Tage nach der Ankündigung von Netflix veröffentlicht, die Abonnentenbeiträge über die prognostizierte Anhebung zu erhöhen, wodurch die Aktie um fast 7% zulegte. Selbst nach dem heutigen Verlust von 4% im Graumarkt notiert Netflix über die Woche immer noch netto höher.

 

 

Pfund erreicht 1,30 USD, nachdem Brexit-Gespräche in neue Phase eintreten
Das Pfund war der Spitzenreiter unter den G10-Währungen und erreichte neue 2-Monatshochs gegenüber dem Dollar und dem Euro. Während Theresa May mit parteiübergreifenden Gesprächen fortfährt, um einen Brexit-Deal zustande zu bringen, der für das Parlament annehmbarer ist, ist der Markt zunehmend überzeugt davon, dass der Brexit verzögert oder weicher sein wird oder einfach gar nicht kommt. Das Sterling überwand zum ersten Mal seit Mitte November die Marke von 1,30 USD. Die Investoren versuchen, einen Preis zu finden, der die gestiegene Wahrscheinlichkeit widerspiegelt, dass sich diese günstigeren Verhältnisse ergeben.

Das Pfund könnte mit der Veröffentlichung der Einzelhandelsumsätze weiterhin unterstützt werden.

Es wird erwartet, dass die Umsätze mit beeindruckenden 3,8% stabil bleiben.

Da die Einzelhandelsumsätze als Indikator für die zukünftige Inflation angesehen werden, könnte eine Zahl auf diesem Niveau das Pfund Sterling höher ansteigen lassen.

 

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