Aktie im Fokus: RWE schlägt den DAX

LYNXDie RWE AG ist eine Holdinggesellschaft der RWE-Gruppe und gehört zu den führenden Energieversorgern Europas. Die Konzernstruktur untergliedert sich in Innogy SE, RWE Generation SE, RWE Power AG, RWE Nuclear GmbH, RWE Supply & Trading GmbH und RWE Technology International GmbH.

Diese Konzernsegmente erwirtschafteten im Jahr 2017 mit rund 60.000 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von rund 45 Mrd. Euro. Insgesamt wurden 202,2 Mrd. Kilowattstunden Strom erzeugt, der Außenabsatz von Strom betrug 261,1 Mrd. Kilowattstunden und der Außenabsatz von Gas 254,1 Kilowattstunden. Die RWE AG hat ihren Sitz in Essen und wird von CEO Rolf Martin Schmitz geleitet.

RWE-Beteiligung an Innogy auf dem Weg zu E.ON
Innogy, die börsennotierte Tochtergesellschaft der RWE AG, vertreibt Verteilnetze, Energie und ist in der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien tätig. Bereits im März 2018 vereinbarte die RWE mit dem DAX-Konzern E.ON ein Tauschgeschäft. Mittlerweile hält E.ON rund 82,3 Prozent der Innogy-Anteile. Nachdem E.ON das Innogy-Aktienpaket übernommen hat, soll RWE am E.ON -Konzern in entsprechender Bewertung beteiligt werden.

Mit dem vollständigen Übergang der Innogy-Anteile auf E.ON wird RWE dann ein reiner Stromproduzent sein, der sich mit der Erzeugung von Strom aus konventioneller und erneuerbarer Energie befasst. Bis zum endgültigen Abschluss dieser Transaktion wird die Innogy jedoch noch in den RWE-Büchern geführt.

Details zur RWE-Aktie
Die RWE-Aktien wurden erstmals 1922 an der Berliner Börse gehandelt und sind seit Beginn der DAX-Berechnungen Mitglied im deutschen Leitindex. Seit der Kapitalmaßnahme im Dezember 2013 liegt das Grundkapital der Gesellschaft bei 1,574 Mrd. EUR und verteilt sich auf 575,745 Mio. Stammaktien sowie auf 39 Mio. Vorzugsaktien.

Die Wertpapiere können mit dem Symbol „RWE“ über die Börsenplätze Frankfurt, Düsseldorf und Xetra sowie über den Freiverkehr in Berlin, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart gehandelt werden. Außerdem gibt es in den USA noch ein ADR-Programm. Ein ADR steht in einem Bezugsverhältnis von 1:1 zu einer RWE-Stammaktie.

Der größte Anteilseigner des Konzerns sind die Stadt Dortmund mit 6,27 Prozent, BlackRock mit 4,93 Prozent, Credit Suisse mit 3,85 Prozent und die Stadt Essen mit 3,26 Prozent.

In den letzten fünf Jahren verlor die Aktie um rund 4,20 Prozent an Wert, während der DAX um rund 52 Prozent hinzugewinnen konnte. Langfristig sind die Aktien von RWE somit Underperformer. Allerdings legten die Wertpapiere des Energiekonzerns seit Jahresanfang um rund 27 Prozent zu – dagegen sieht der DAX wahrhaftig „alt aus“.

Der Markt bewertet den Konzern zum Zeitpunkt dieser Analyse mit 12,44 Mrd. EUR. Die Aktie kostete in den letzten 52 Wochen 23,315 EUR im Hoch und 14,705 EUR im Tief.

Aktuelle Analysen
Die Analysten von Barclays, Berenberg, Bernstein, CFRA, Citigroup, Commerzbank, Credit Suisse, Deutsche Bank, DZ Bank, Exane BNP, Goldman Sachs, HSBC, Independent Research, Jefferies, JPMorgan, Kepler Cheuvreux, Macquarie, Merrill Lynch, Morgan Stanley, NordLB, Oddo BHF, RBC Capital, Société Génerale, und UBS haben seit Jahresbeginn Analysen zur Aktie von RWE angefertigt.

Von den 23 Analysen mit einer Kurszielangabe (die Analysten von Goldman Sachs blieben die Angabe eines Kursziels schuldig) liegt das höchste Kursziel bei 27,00 EUR (Merrill Lynch vom 5. Juli 2018 und Commerzbank vom 10. Mai 2018) und das niedrigste Kursziel bei 14,50 EUR (Exane BNP vom 20. Februar 2018).

Das Durchschnittskursziel liegt bei 21,53 EUR. Zöge man nur die aktuelleren Analysen vom Juni und Juli heran, so ergäbe sich ein Durchschnittskursziel von 24,59 EUR. Die Aktie ging zum Zeitpunkt dieser Analyse mit einem Schlusskurs von 21,60 EUR aus dem Xetra-Handel.

Fundamentaldaten 2017
Bei RWE wird jeweils zum 31.12. gemäß IFRS in Euro (EUR) bilanziert. Der Umsatz für das Geschäftsjahr 2017 lag bei 44,585 Mrd. EUR, das EBIT bei 3,056 Mrd. EUR und das Finanzergebnis wurde mit einem Minus von 751,0 Mio. EUR ausgewiesen. Der Jahresüberschuss wurde mit 1,9 Mrd. EUR testiert.

Das Ergebnis je Aktie lag bei 3,09 EUR. Der Konzern kehrte eine Dividende in Höhe von 0,50 EUR für die Stammaktien und eine Dividende von 0,50 EUR für die Vorzugsaktien aus. Außerdem wurde eine Sonderdividende in Höhe von 1,00 EUR gezahlt und die Ausschüttungssumme betrug damit insgesamt 922,1 Mio. EUR.

Die Gesellschaft wies für 2017 liquide Mittel in Höhe von 3,933 Mrd. EUR aus. Das wirtschaftliche Eigenkapital lag bei 7,7 Mrd. EUR und das gezeichnete Kapital bei 1,574 Mrd. EUR. Die Verbindlichkeiten wurden mit 57,068 Mrd. EUR angegeben. Die Eigenkapitalquote wurde mit 23,6 Prozent ausgewiesen. Die Bilanzsumme beträgt 69,059 Mrd. EUR und das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2017 59.547 Mitarbeiter.

Bilanzprognosen für 2018 und 2019
Die Umsätze könnten 2018 43,65 Mrd. EUR und 2019 44,30 Mrd. EUR betragen. Das EBITDA könnte 2018 bei 5,10 Mrd. EUR und 2019 bei 5,25 Mrd. EUR eintreffen, das EBIT wird für 2018 mit 3,03 Mrd. EUR und für 2019 mit 3,13 Mrd. EUR prognostiziert. Der Gewinn je Aktie käme gemäß der Schätzung 2018 auf 1,45 EUR und 2019 auf 1,66 EUR. Die Dividende je Stammaktie könnte sich 2018 bei 0,70 EUR und 2019 bei 0,80 EUR befinden.

Für das Jahr 2018 könnte ein Cashflow je Aktie von 5,67 EUR und 2019 von 5,63 EUR testiert werden. Das Nettovermögen je Aktie könnte 2018 bei 11,05 EUR und 2019 bei 12,01 EUR liegen. Die Nettoverschuldung in Höhe von 6,87 Mrd. EUR im Jahr 2018 könnte sich 2019 auf 6,44 Mrd. EUR leicht absenken.

Termine
Die RWE AG präsentiert am 14. August 2018 den Zwischenbericht für das erste Halbjahr 2018 und am 14. November 2018 die Quartalszahlen für das dritte Quartal 2018.
Daten: ISIN: DE0007037129 – Symbol: RWE (IBIS) – Währung: Euro (EUR)

Langfristige Chartanalyse der RWE Aktie
Mit Blick auf das Chartbild der RWE-Aktie der letzten fünf Jahre zeigt sich ein eher uneinheitliches Bild. Auffällig ist eine recht starke Abwärtsbewegung von Ende 2014 bis Oktober 2015. Aus dem Kursbereich um die Marke von rund 30,00 EUR ging es kurzzeitig hinab bis auf weniger als 10,00 EUR. Von dort erholte sich der Wert nur schleppend und rangiert derzeit wieder knapp oberhalb von 20,00 EUR – der vergangene Freitagsschlusskurs lag im Bereich von rund 21,60 EUR.

Der Kursbereich 21,00/21,50 EUR sollte jetzt recht interessant sein. Kurse darüber wären gegebenenfalls prädestiniert, für ein weiteres Steigen der Aktie zu sorgen, wobei die Marken 23,50 EUR und folgend 25,00 EUR als realistische Ziele angenommen werden könnten.

Sollte es jedoch erneut unter 21,00 EUR gehen und folgend auch der Unterstützungsbereich bei 20,00 EUR nicht halten können, so sollten Käufe zurückgenommen werden, da ein erneuter Rutsch in Richtung 16,00 EUR ebenfalls denkbar wäre.

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