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Merck wächst solide – Dividende soll steigen

  • Healthcare und Life Science tragen Umsatzwachstum (+2,0 %)
  • Negative Währungseffekte belasten EBITDA pre (–1,7 %)
  • Organisches Wachstum in allen Regionen
  • Fortschritte beim Abbau der Nettofinanzverbindlichkeiten
  • Dividendenvorschlag 1,25 € (+5 Cent)

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat seine Ziele für das Jahr 2017 erreicht und mit den Neuzulassungen zweier Medikamente wichtige strategische Erfolge erzielt. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr, während das EBITDA pre, belastet durch negative Währungseffekte, leicht sank.

2017 erfolgreiches Jahr für Merck
„2017 war ein ordentliches Jahr für Merck. Wir haben uns in einem anspruchsvollen Umfeld gut behauptet und alle Ziele für das Jahr erreicht“, sagte Stefan Oschmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung und CEO von Merck.

„Wir halten daher Kurs und werden unsere innovationsgetriebenen Wachstumsstrategien für Healthcare, Life Science und Performance Materials gezielt weiter umsetzen. Ferner arbeiten wir weiter konsequent daran, den akquisitionsbedingten Verschuldungsgrad zügig zurückzufahren“, so Oschmann weiter.

Starke Entwicklung im Bereich Healthcare & Life Science
Merck erzielte 2017 einen Umsatz von 15,3 Mrd. € (2016: 15,0 Mrd. €). Dies ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 2,0 %, wofür vor allem die starke organische Entwicklung der Unternehmensbereiche Healthcare und Life Science verantwortlich war.

Dabei trugen auf Konzernebene alle Regionen zum organischen Umsatzwachstum von 3,8 % bei. Der stärkere Euro führte indes zu währungsbedingten Umsatzrückgängen in Höhe von –1,5 %. Aus Akquisitionen und Veräußerungen resultierte ein Rückgang der Konzernumsatzerlöse von –0,3 %.

Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs um 1,8 % und lag bei 2,5 Mrd. € (2016:
2,5 Mrd. €). Das EBITDA pre, die wichtigste Ertragskennzahl des Unternehmens, ging um –1,7 % auf 4,4 Mrd. € zurück (2016: 4,5 Mrd. €). Neben dem schwierigen Währungsumfeld trug hierzu auch der Anpassungsprozess im Geschäft mit Flüssigkristallen bei.

Das Konzernergebnis stieg 2017 um fast 60 % auf die Rekordhöhe von 2,6 Mrd. € (2016: 1,6 Mrd. €). Zu dieser Steigerung des bereits sehr guten Vorjahresergebnisses trug neben dem erfolgreichen operativen Geschäft auch der außerordentliche Ertrag im Zusammenhang mit der US-Steuerreform in Höhe von 906 Mio. € bei.

Dividende soll auf 1,25 Euro steigen
Das Ergebnis je Aktie pre sank um –0,8 % auf 6,16 € (2016: 6,21 €). Der Hauptversammlung am 27. April 2018 wird vorgeschlagen, die Dividende um 5 Cent auf 1,25 € je Aktie zu erhöhen. Dies würde eine anhaltende Dividendensteigerung seit 2009 bedeuten.

Umsatz, EBITDA pre und Ergebnis je Aktie pre liegen innerhalb der Zielkorridore für 2017. Es ist somit gelungen, alle Ziele in einem anspruchsvollen Marktumfeld zu erreichen.

Merck hat seine Nettofinanzverbindlichkeiten, die im Wesentlichen aus der Sigma-Aldrich-Akquisition stammen, zum Ende des Geschäftsjahrs 2017 um insgesamt 1,4 Mrd. € beziehungsweise –11,9 % auf 10,1 Mrd. € reduziert (31.12.2016: 11,5 Mrd. €). Diesen Kurs wird das Unternehmen auch weiter konsequent fortsetzen.

Zum 31.12.2017 beschäftigte Merck weltweit 52.941 Mitarbeiter (31.12.2016: 50.414).

Healthcare und Life Science tragen organisches Wachstum im 4. Quartal
Im 4. Quartal 2017 wuchs der Konzernumsatz um 0,5 % auf 3,8 Mrd. € (Q4/2016: 3,8 Mrd. €), wofür vor allem das organische Wachstum der Unternehmensbereiche Healthcare und Life Science verantwortlich war.

Das EBITDA pre des Konzerns ging im 4. Quartal um –6,5 % auf 1,0 Mrd. € (Q4/2016: 1,1 Mrd. €) zurück. Das Ergebnis je Aktie pre lag im 4. Quartal 2017 bei 1,31 € (Q4/2016: 1,43 €), ein Rückgang um –8,4 %.

Healthcare mit gutem organischem Wachstum
Der Unternehmensbereich Healthcare hat im Jahr 2017 ein organisches Umsatzwachstum von 4,7 % erzielt. Währungseffekte wirkten sich mit –1,6 % auf den Umsatz aus. Der Umsatz von Healthcare wuchs 2017 um 2,1 % auf 7,0 Mrd. € (2016: 6,9 Mrd. €).

Rebif, das zur Behandlung rezidivierender Formen der Multiplen Sklerose eingesetzt wird, verzeichnete 2017 organisch einen Rückgang um –5,5 % und erzielte unter Berücksichtigung negativer Währungseffekte von –2,0 % Umsätze von 1,6 Mrd. € (2016: 1,7 Mrd. €).

Die Umsätze mit dem Krebsmedikament Erbitux beliefen sich nach leichtem organischen Rückgang von –1,3 % und negativen Währungseffekten in Höhe von –1,7 % auf 853 Mio. € (2016: 880 Mio. €).

Mit Gonal-f, dem führenden Medikament zur Behandlung von Unfruchtbarkeit, erzielte Healthcare Umsätze von 704 Mio. € (2016: 753 Mio. €). Der organische Rückgang von –4,6 % resultierte im Wesentlichen aus der Entwicklung in Nordamerika und Europa, wobei die starken Vorjahresumsätze in Nordamerika durch eine vorteilhafte Wettbewerbssituation geprägt waren. Zudem wirkten sich Währungseffekte mit –1,8 % negativ aus.

Consumer-Health
Das Consumer-Health-Geschäft erzielte 2017 ein organisches Wachstum in allen Hauptabsatzregionen von insgesamt 7,6 %. Unter Berücksichtigung eines negativen Währungseffekts von –0,5 % und eines Portfolioeffekts von –1,0 % erwirtschaftete das Geschäft Umsatzerlöse von 911 Mio. € (Vorjahr: 860 Mio. €).

Zu dieser Entwicklung trugen vor allem die globalen strategischen Kernmarken bei, insbesondere Neurobion und Nasivin, aber auch die regionale Marke Vigantol, die vorrangig in Europa vertrieben wird. Im September 2017 hatte Merck bekannt gegeben, strategische Optionen für das Consumer-Health-Geschäft vorzubereiten.

Das EBITDA pre von Healthcare sank 2017 um –8,4 % auf 1,9 Mrd. € (2016: 2,1 Mrd. €). Hierbei machten sich zum einen höhere Investitionen in die Forschungs- und Entwicklungspipeline bemerkbar, zum anderen gestiegene Marketing- und Vertriebskosten im Zuge der Markteinführungen der neu zugelassenen Medikamente Mavenclad und Bavencio.

Die EBITDA pre-Marge von Healthcare sank für das Geschäftsjahr 2017 auf 27,9 % (2016: 31,0 %).

Merck erwartet für 2018 Umsatzwachstum und Rückgang des EBITDA pre
Für den Konzern erwartet Merck im Geschäftsjahr 2018 ein moderates organisches Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr. Beim EBITDA pre rechnet Merck auf währungsbereinigter Basis für den Konzern für 2018 mit einem leichten prozentualen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr.

Darüber hinaus ist mit einer Währungsbelastung des EBITDA pre von etwa –4 % bis –6 % gegenüber dem Vorjahr zu rechnen, die sich in allen drei Unternehmensbereichen niederschlagen wird.

Diese Einschätzung basiert auf der Annahme eines negativen Währungseffekts, insbesondere aufgrund der Entwicklung des US-Dollars und der weiteren Abwertung der Währungen verschiedener Wachstumsmärkte.

 

Tipp der Redaktion:

 

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