Aktie im Fokus: Commerzbank – Abstieg als Chance?

Société Générale: Vor einer Woche wurde es amtlich – die Commerzbank, DAX-Mitglied der allerersten Stunde, muss den deutschen Leitindex am 24. September verlassen. Und den Platz ausgerechnet für Wirecard und damit ein Fintech-Unternehmen räumen.

Wer jetzt aber darauf spekulierte, dass bei der Commerzbank alle Dämme auf der Unterseite brechen, der hat sich verkalkuliert: Auf Wochensicht legte das Geldhaus mit Sitz in Frankfurt am Main stolze 4,6% zu. Und führte gestern den DAX mit deutlichem Vorsprung an. Der Abstieg also als Chance?

Ja – zumindest dann, wenn die Papiere den Ausbruch über den 8,50er-Bremsbereich (sowie die steile Mai-Abwärtstrendgerade) bestätigen und dabei direkt Kurs auf die 9-Euro-Barriere nehmen, die zusammen mit der etwas flacher verlaufenden Juni-Abwärtstrendgerade eine Art doppelten Widerstand bildet.

Sobald auch dort der Break gelingt, würde sich die Zielzone sofort auf das August-Top bei 9,29 Euro stellen. Darüber wäre die Folge der fallenden Hochs gebrochen, und oberhalb von 9,50 Euro könnte sogar ein Angriff auf das Juni-Top und/oder die 10-Euro-Marke starten.

Allerdings sind die Abwärtsrisiken nicht unerheblich – die bisherige 2018er-Bilanz von -31,2% zeigt deutlich, dass die übergeordneten Trendpfeile (noch) klar abwärts zeigen. Untermauert würde das von einem neuerlichen Rutsch an die Mehrfach-Unterstützung im Bereich von 8 Euro.

Fallen die Papiere sogar unter diesen wichtigen Halt, droht zunächst der Test des amtierenden Jahrestiefs bei 7,92 Euro, bevor es darunter schnell richtig brenzlig werden könnte: Reißt die Aktie auch die Haltelinie bei 7 Euro, wäre der Absturz in Richtung 6,50/6 Euro bzw. bis ans Allzeittief bei 5,16 Euro möglicherweise nicht mehr aufzuhalten.

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