Société Générale: Platin mit Aufwärtspotenzial

Seit Februar/März fallen die Rohstoffpreise an den Börsen auf breiter Front. Das gilt für das Energiesegment mit Öl und Gas ebenso wie für Agrarrohstoffe und& Industriemetalle. Hauptverantwortlich für die massiven Preisrückgänge sind vor allem die anhaltende Euro-Krise, der Konjunkturrückgang in sowie die Konjunkturabkühlung in den USA. Dadurch bleibt auch der Platinmarkt in Bewegung.

Der Rohstoff hat im laufenden Monat Juni bisher fast 6 Prozent zulegen können und entwickelt sich damit besser als die meisten anderen Rohstoffe. Mehrere Faktoren waren für die Kurssteigerungen verantwortlich. Ausschlaggebend war aber vor allem die gesunkene Produktion von Platin. Mussten am Spotmarkt am Monatsanfang 1.407 Dollar bezahlt werden, waren zu Wochenbeginn (25.06.) 1.436,25 Dollar zu zahlen. Dieser Aufwärtstrend bietet für Anleger interessante Möglichkeiten, um mit Zertifikaten und Optionsscheinen von den Kursentwicklungen zu profitieren. Mit Open End Turbos und klassischen Optionsscheinen können Anleger sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse von Platin setzen.

Nachfrage in Industrie abhängig von Konjunktur
Die weltweit größten Produzenten von Platin sind Südafrika und Russland, wobei mehr als 72 Prozent in Südafrika hergestellt werden. Das Edelmetall wird vor allem in der Industrie verar-beitet und hängt somit gewöhnlicher Weise, ähnlich den Industriemetallen, insbesondere von der Konjunktur und der Nachfrageentwicklung ab. Eine Abkühlung des Wirtschaftsklimas wirkt sich deshalb generell sehr schnell auf die Nachfrage nach Platin aus. Zudem haben instituti-onelle Anleger und Spekulanten in den letzten Wochen ihre positiven Gewinnaussichten auf Platin mit ihren Investitionen umgesetzt. Der Anteil an Long-Positionen auf Platin an der New York Mercantile Exchange stieg in der vergangenen Woche an. Dies trieb den Preis für das Edelmetall zusätzlich nach oben. Der Platinpreis konnte Mitte Juni moderate Kursgewinne verbuchen und erholt sich seit Monatsbeginn nunmehr konstant. Analysten rechnen mit einem weiteren moderaten Aufwärtstrend.

Mit Open End Turbos profitieren
Mit Open End Turbos können Anleger bereits mit kleinen Geldbeträgen überproportional an den Kursbewegungen des Rohstoffes Platin partizipieren. Es ist sowohl möglich, auf steigende (Open End Turbo Long) als auch auf fallende Kurse (Open End Turbo Short) des Basiswerts zu setzen. Grundsätzlich zeichnen sich Turbos durch eine Hebelwirkung aus. Das bedeutet, dass wenn sich der Basiswert beispielsweise um einen Prozentpunkt bewegt, der Wert des Hebelprodukts sich um einen zum Teil deutlichen Prozentwert ändert. Das Besondere an Open End Turbos ist, dass der Anleger an der vollständigen Wertentwicklung des Basiswerts teilnimmt, jedoch nicht den gesamten notwendigen Betrag zum Erwerb des Ba-siswerts selbst aufbringen muss. Für den Erwerb eines Open End Turbos zahlen Anleger lediglich die Differenz zwischen dem Kurs des Basiswertes und dem Basispreis (bereinigt um das Bezugsverhältnis und ggf. auch um einen Wechselkurs). Je geringer der Anteil des Investors am gesamten investierten Kapital ist, desto größer fällt der Hebel aus. Neben den somit erhöhten Gewinnchancen, ist allerdings auch das Verlustrisiko erhöht, wenn die Markterwartung des Anlegers nicht eintritt und sich der Basiswert in die entgegengesetzte Richtung bewegt. Wird die vorher festgelegte Barriere erreicht, wird das Papier sofort fällig. Der Stopp Loss-Mechanismus des Open End Turbos soll in diesem Fall wenigstens noch den Totalverlust verhindern.

Die Barriere liegt bei Short-Produkten um einen entsprechenden Prozentsatz unter dem Basispreis, bei Long-Produkten entsprechend darüber. Für den Fall, dass der Kurs des Basis-wertes des Turbos diese Marke durchbricht oder auch nur berührt, kommt es zur vorzeitigen Fälligkeit des Produktes. Open End Turbos sind somit in erster Linie für erfahrene und risikobereite Anleger geeignet.

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