Risikofreundliche Stimmung katapultiert US-Märkte auf Allzeithöchststände

London Capital Group: Während die Risikobereitschaft die ganze Woche hinweg positiv war, trieb der zunehmende Optimismus die US-Aktienmärkte über Nacht auf ein Allzeithoch. Die Erholung der Technologiewerte, die im Laufe des Jahres für den Auftrieb der Indizes überwiegend verantwortlich waren, sowie die abnehmende Besorgnis über die Handelsspannungen zwischen den USA und China ließen den S&P und den Dow Rekordniveaus erklimmen.

Dieser Optimismus und die freundliche Risikostimmung beflügelten auch die asiatischen Märkte über Nacht und werden die europäischen Börsen fester eröffnen lassen.

Die Besorgnis über den Handelskrieg ließ über Nacht weiter nach, nachdem die letzte Runde der Vergeltungsmaßnahmen, die Anfang der Woche angekündigt worden waren, nicht so scharf ausgefallen ist wie von den Händlern angenommen. In Wirklichkeit müssen wir bis zur Veröffentlichung der chinesischen Exportdaten Anfang nächsten Jahres warten, um die tatsächlichen Auswirkungen der Zölle auf die chinesische Wirtschaft zu sehen.

Doch zuvor haben wir noch die Halbzeitwahlen in den USA, die irgendeine Lösung des Handelsstreits vor November unwahrscheinlich machen. Dies ist zu einem langfristigen Problem für die Märkte geworden, das sie vorerst ignorieren.

 

Sicherer Yen erreicht 2-Monatstief gegen Dollar
An den Devisenmärkten führte die risikoaverse Stimmung zu einem Abtauchen des japanischen Yen, der ein 2-Monatstief gegenüber dem Dollar erreichte, während der Euro und das Pfund gegenüber dem Dollar auf 2-Monatshochs anstiegen.

Noch mehr Auftrieb für das Pfund?
Der schwächere Dollar in Verbindung mit stärkeren Einzelhandels- und Inflationsdaten in Großbritannien führte zu einem Anstieg des Pfunds auf 1,3298 USD, dem höchsten Stand seit Mitte Juli, wenngleich auf dem informellen EU-Gipfel in Salzburg wenig Fortschritte in der irischen Grenzfrage erzielt wurden.

Obwohl das Pfund über Nacht gegen Handelsschluss leicht abrutschte, schaffte es die britische Währung zum ersten Mal seit 4 Monaten wieder über seinem 100er MA zu schließen, was darauf hindeutet, dass noch mehr Auftrieb bevorstehen könnte.

 


 

Das Pfund erweist sich als widerstandsfähig, obwohl die heikle Frage der irischen Grenze die Brexit-Gespräche vollständig entgleisen lassen könnte. Doch selbst wenn Theresa May sich dem unerwarteten Ultimatum von EU-Ratspräsident Donald Tusk beugt, um in den nächsten vier Wochen eine irische Grenzlösung zu finden, wird es ihr schwer fallen dieses Zugeständnis durch das Parlament zu bringen, da David Davis Abgeordnete hinter sich geschart hat, um gegen die Pläne von May zum Verlassen der Europäischen Union zu stimmen.

Doch trotz der negativen Schlagzeilen scheinen sowohl die EU als auch Theresa May mehr denn je motiviert zu sein, einen Deal abzuschließen, und genau das ist es letztlich, was dem Pfund Unterstützung bietet.

Jede positive Entwicklung im Brexit könnte dazu führen, dass das Pfund in Richtung 1,3360 USD steigt, bevor es 1,35 USD anvisiert.

 

Ein Wort zum Thema Öl
Die Ölpreise hatten es über Nacht weiterhin schwer, nachdem Trump die OPEC aufgefordert hatte, den Ölpreis zu senken. Die Interventionsbemerkungen von Trump gehen dem OPEC-Treffen am Wochenende in Algerien voraus. Obwohl die OPEC ihre Agenda nicht nach Trumps Forderungen ausrichtet, wäre es falsch anzunehmen, dass die Kommentare vom Kartell völlig ignoriert werden.

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