CMC Markets: DAX in Wartestellung – Arbeitsmarktdaten und Inflation aus der EU und US-Fabrikbestellungen im Fokus

CMC Markets: Täglich ein neues Hoch im DAX, daran hat man sich inzwischen gewöhnt und es verdeutlicht die grundsätzlich positive Stimmung im Markt und auch hohen Erwartungen an die EZB-Sitzung vor ihrer Sitzung am Donnerstag. Dennoch kam es gestern nur 8 Punkte vor der 10.000-Punkte-Marke zu Gewinnmitnahmen die den deutschen Leitindex wieder etwas nach unten zogen. Auch die US-Märkte beginnen auf der Stelle zu treten und schafften es daher nicht den Anlegern im DAX heute positive Impulse zu liefern. Dass die jüngsten Rekordhochs im S&P 500 mit den niedrigsten Umsätzen seit einem halben Jahr zustande kamen, verdeutlicht wiederum eine leichte Unsicherheit im Markt. Die Erwartungen an die EZB zu liefern sind hoch, damit aber auch das Risiko für Enttäuschungen. Daher scheinen Investoren sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen.

Aufgrund eines schwächeren JPY* gibt der Nikkei 225 mit einem Gewinn von 0,66 Prozent* zwar positive Vorgaben, der über Nacht veröffentlichte HSBC-Einkaufsmanagerindex aus China jedoch enttäuscht etwas. So stieg der Index im Mai zwar auf 49,4 von zuvor 48,1 Zählern, allerdings hatten Analysten sogar 49,7 Punkte*** erwartet. Zudem verbleibt der Index weiterhin unter der Schwelle von 50 Zählern, die Expansion signalisiert. Im Gegensatz zum am Wochenende veröffentlichten staatlichen Einkaufsmanagerindex der sich eher auf große Staatskonzerne bezieht, stellt der HSBC-Index das Ergebnis der Befragung kleinerer und mittlerer Unternehmen dar. Damit liefert er in gewisser Weise auch ein realistischeres Bild der Verfassung der chinesischen Wirtschaft.

Mit einem Abstand von aktuell knapp 75 Punkten bleibt die 10.000-Punkte-Marke des DAX jederzeit erreichbar. Charttechnisch gesehen fiel der DAX zuletzt allerdings unter eine kurzfristige Trendlinie aus den April-Hochs wodurch nun erneut ein Test der potenziellen Unterstützung um 9.900 Punkte anstehen könnte. Gestützt wird dies durch einen überverkauften RSI. Die Bildung der Dojis im S&P 500 verstärkt den Eindruck einer leichten Unsicherheit.
Für den europäischen Raum stehen heute Arbeitsmarktdaten und Inflationszahlen im Fokus, da sie weitere Hinweise darauf liefern können, ob die EZB am Donnerstag den Spekulationen um eine Lockerung der europäischen Geldpolitik gerecht wird. Volkswirte erwarten für den gesamten Euroraum eine Stagnation der hohen Arbeitslosenquote von 11,8 Prozent im April. Dabei sind die Unterschiede unter den Mitgliedstaaten immens. Während Deutschland sich beispielsweise stark zeigt, stagnierte die italienische Arbeitslosenquote im April bei 12,6 Prozent. Positiv anzumerken ist hier lediglich, dass Analysten im Vorfeld sogar von einem Anstieg auf 12,8 Prozent ausgegangen sind.

Die Verbraucherpreise im Mai sind könnten mit 0,6 Prozent*** auf Jahressicht weiterhin weit unter dem EZB-Richtwert von 2 Prozent zurückbleiben. Die Spekulationen der Marktteilnehmer unter anderem auf eine Leitzinssenkung von 0,25 auf möglicherweise 0,15 Prozent dürften damit allerdings gestärkt werden. Da für die Marktteilnehmer eine Lockerung der europäischen Geldpolitik auf der EZB-Sitzung am Donnerstag als beschlossene Sache gilt, könnte der Bad News gleich Good News-Zirkel allerdings gebrochen werden und Anleger nicht nur auf potenzielle Maßnahmen der EZB lugen sondern verunsichert werden ob der aufziehenden Deflationsgefahr und der hohen Arbeitslosigkeit im Euroraum.

Am Nachmittag folgen die Impulse aus den USA, unter anderem in Form der Auftragseingänge für langfristige Gebrauchsgüter. Analysten prognostizieren einen Anstieg der Fabrikbestellungen im April um 0,6 Prozent***.
Vorbörslich handelt sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 gegenwärtig rund 0,1 Prozent unter den gestrigen Schlusskursen.

* Gegenüber dem Vortagesschlusskurs
** Gegenüber der Vorperiode
*** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden

Disclaimer

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 78% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge