DAX verteidigt hohes Niveau – Ein nachhaltiger Stimmungswandel muss her

CMC Markets: Gestern um 10 Uhr schaffte es mal wieder Super-Mario, der scheidende Präsident der Europäischen Zentralbank, die Stimmung auf dem Börsenparkett um 180 Grad zu drehen. Auch deshalb, weil eben jener Draghi noch vor zwölf Tagen davon sprach, dass aktuell kein akuter Handlungsbedarf bestehe. Und jetzt könnten sogar schon im nächsten Monat die Zinsen in der Eurozone weiter sinken. Denn die Inflationserwartungen liegen mit nur noch 1,1 Prozent weit unter Ziel.

Damit dürfte die Zinssenkung der australischen Notenbank vor 15 Tagen der Auftakt einer weltweiten Kampagne der Notenbanken gegen die tiefen Inflationsraten, das durch den Handelskrieg darbende Wirtschaftswachstum und für eine Verbesserung der Geschäftsperspektiven der Unternehmen gewesen sein.

Auch die Finanzexperten zeichnen ein düsteres Bild von der Konjunktur. Der ZEW-Index brach gestern auf -21,1 Punkte ein, wo ein Plus von sechs Punkten erwartet wurde.

Die Stimmung ist einfach grottenschlecht.

 


 

Wenn Draghi es nun geschafft hat, diese einfach nur zu drehen, dann könnte die Rally im DAX noch weiter gehen. Denn allein die technische Senkung der Leitzinsen noch weiter in den negativen Bereich würde nicht die gewünschte Wirkung entfalten.

Was wirkt, wäre ein echter Stimmungswandel – oder wie der ehemalige Fed-Chef Ben Bernanke es einmal ausdrückte: Lockere Geldpolitik wirkt, weil die Leute daran glauben.

Aber was passiert, wenn die US-Notenbank heute Abend nicht die Zinsen senkt? Nicht viel, denn aktuell glauben nur 20 Prozent der Marktteilnehmer an einen Zinsschritt schon heute Abend. Die anderen 80 Prozent rechnen zumindest mit konkreten Hinweisen darauf, dass die Fed nicht zwischenzeitlich ihre Meinung geändert hat, was das Thema Zinssenkungen angeht. Davon dürfte aber nicht auszugehen sein.

 


 

Technisch betrachtet könnte sich der Deutsche Aktienindex jetzt in die mögliche Zielzone um 12.500 Punkte bewegen.

Dort lauern dann die nächsten größeren Widerstände.

 

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